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Herzerkrankungen – Thrombozyten-Aggregationshemmer
Wirkung und Anwendungsgebiete Thrombozyten-Aggregationshemmer hemmen die Zusammenballung der Blutplättchen (der Thrombozyten) zum Blutpfropf (Gerinnsel). Patienten mit folgenden Erkrankungen werden mit Thrombozyten-Aggregationshemmern behandelt: Herzinfarkt, Schlaganfall, Koronare Herzkrankheit, Periphere arterielle Verschlusskrankheit, nach einer Bypass-Operation Folgende Wirkstoffe gehören zur Gruppe der Thrombozyten-Aggregationshemmer: Acetylsalicylsäure (ASS), Clopidogrel, Prasugrel, Dipyridamol – und außer diesen noch andere Wirkstoffe, die in der Intensivmedizin verwendet werden. Cilostazol und einige andere sogenannte Rheologika, die ebenfalls die Plättchenfunktion hemmen, werden bei Durchblutungsstörungen der Extremitäten eingesetzt. ASS: günstig und effektiv Am häufigsten wird der Wirkstoff ASS verordnet, weil damit die meiste Erfahrung vorliegt, eine gute Studienlage besteht und es am kosteneffektivsten ist. ASS ist deshalb das Mittel der ersten Wahl. Wird es nicht vertragen, kann auf einen anderen Wirkstoff ausgewichen werden. ASS führt zu einer irreversiblen Plättchenhemmung mit einer Wirkdauer von sieben bis zehn Tagen. Der Effekt hält daher auch nach dem Absetzen noch einige Tage an. Der Wirkstoff Acetylsalicylsäure wird auch als Schmerzmittel verwendet, dann allerdings in höheren Dosierungen als für die Plättchenhemmung, bei der Dosen von 30 bis 300 Milligramm pro Tag zur Anwendung kommen. Clopidogrel Clopidogrel wirkt über einen anderen Mechanismus als ASS; es kann beispielsweise an dessen Stelle bei Unverträglichkeit gegeben werden. Es wird auch vor einer Herzkatheter-Untersuchung angewendet. Werden mithilfe des Katheters verengte Herzkranzgefäße mit einem Ballon aufgeweitet, bekommen die Patienten auch im Anschluss dauerhaft Thrombozyten-Aggregationshemmer verordnet. Beim Herzinfarkt ist die Kombination von ASS und Clopidogrel angezeigt. Thrombozyten-Aggregationshemmer nach Stents Wurde am Herzen ein Stent eingesetzt, werden anschließend ebenfalls Thrombozyten-Aggregationshemmer gegeben. Bei medikamentenbeschichteten Stents wird derzeit eine 12-monatige, kombinierte Gabe von Clopidogrel und ASS empfohlen, bei unbeschichteten Stents wird meist vier Wochen lang kombiniert behandelt. Danach wird die Therapie mit ASS fortgesetzt. Die Forschung läuft auf diesem Gebiet allerdings auf Hochtouren: Dementsprechend werden die Empfehlungen, welches Medikament wie lange gegeben werden soll, fortlaufend an die neuesten Studienergebnisse angepasst. Nebenwirkungen Vorsicht Magengeschwür Werden Thrombozyten-Aggregationshemmer dauerhaft eingenommen, steigt die Gefahr für Geschwüre und Blutungen im Magen-Darm-Trakt. Deshalb ist bei Patienten, die bereits einmal ein Magengeschwür hatten, besondere Vorsicht geboten: Sie sollten die Tabletten nie auf nüchternen Magen und mittags einnehmen., Blutungsgefahr ist erhöht Patienten, die Thrombozyten-Aggregationshemmer einnehmen, sollten wissen, dass auch kleine Verletzungen länger bluten. Wenn Sie ungewöhnliche Blutungen, etwa an der Haut beobachten, lassen Sie sich unverzüglich ärztlich untersuchen., Weitere Nebenwirkungen Selten treten Blutbildveränderungen auf. Auch allergische Reaktionen können vorkommen. Von einigen Asthmapatienten wird ASS nicht vertragen; sie können alternativ eine der anderen Substanzen bekommen. Wenn Sie sich neu in eine ärztliche oder zahnärztliche Praxis begeben, informieren Sie die Behandelnden gleich zu Beginn darüber, welche Medikamente Sie einnehmen. Das ist für die Planung von Eingriffen und Operationen wichtig, aber auch, um eventuelle Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten abschätzen zu können. Kombinationen Thrombozyten-Aggregationshemmer können gut miteinander, aber auch mit den meisten anderen herzwirksamen Medikamenten kombiniert werden. In Einzelfällen ist auch die Kombination mit Antikoagulanzien notwendig, sie muss aber wegen der erhöhten Blutungsgefahr sorgfältig geprüft und kontrolliert werden.
Schlaganfall – Neuropsychologische Behandlung
Gegen Gedächtnisstörungen nach einem Schlaganfall können Neuropsychologen helfen. Spezielle Gespräche und Gedächtnistraining fördern die Konzentration, testen die Erinnerung und fördern die
Blutkrankheiten
Blut ist ein wenig beachteter Körperbestandteil: Menschen klagen über ihre Knochen, ihren Kopf oder Magen – aber nicht über ihr Blut. Trotzdem: Wenn etwas mit dem Blut nicht stimmt oder zu wenig vorhanden ist, hat dies weitreichende Folgen. Bei stark blutenden Wunden kann es passieren, dass ein Mensch rasch zwei bis drei Liter Blut verliert. Dann muss das verlorene Blut durch eine Bluttransfusion ersetzt werden. Auch wenn die Blutgerinnung gestört ist, kann es zu Blutverlust kommen. Besonders Patienten, die an der Bluterkrankheit (Hämophilie) leiden, können unbehandelt viel Blut verlieren. Hohe Blutgerinnung begünstigt Herzinfarkt und Schlaganfall Ebenso problematisch ist aber eine erhöhte Neigung zur Blutgerinnung. Sie kann zu Blutgerinnseln (Thrombosen) führen und steigert insbesondere bei Arteriosklerose das Risiko für einen Herzinfarkt, Schlaganfall und für einen Gefäßverschluss in den Beinen. Bei einer erhöhten Blutgerinnung werden häufig die Blut verdünnenden Medikamente Aspirin und Heparin eingesetzt. Anämie und Leukämie Bei einigen Blutkrankheiten ist die Anzahl der Blutkörperchen gestört. Bei der Anämie besteht beispielsweise ein Mangel an roten Blutkörperchen (Erythrozyten), bei der Leukämie bildet das Knochenmark zu viele weiße Blutkörperchen (Leukozyten).
Bluthochdruck – Symptome
Meist bleibt eine leichte Blutdruckerhöhung lange Zeit unbemerkt, weil sie keine Beschwerden verursacht. Folgende Symptome können erste Anzeichen von Bluthochdruck sein: morgendliche Kopfschmerzen im Hinterkopf, Schwindel, Ohrensausen, Nasenbluten, nervöse Unruhe. Schlaganfall und Herzinsuffizienz sind die Folge Oftmals macht sich eine Hypertonie erst durch Folgeschäden an Organen wie Herz, Gehirn und Niere bemerkbar. So sind ein Schlaganfall, ein Herzinfarkt, eine Herzinsuffizienz, die koronare Herzkrankheit oder eine Nierenfunktionsstörung oft das erste Anzeichen eines seit Jahren unerkannt geblieben Bluthochdrucks. Dabei muss es nicht so weit kommen: Eine regelmäßige Blutdruckkontrolle durch Ihren Hausarzt oder in der Apotheke sowie eine gesunde Lebensweise als wichtigste Vorbeugung helfen, einen Bluthochdruck sowie die Folgeschäden zu vermeiden.
Bluthochdruck – Alkohol/Kaffee
Lange Zeit galt Kaffee bei Bluthochdruck (Hypertonie) als Tabu. Eine große Studie hat aber gezeigt, dass Kaffee in Maßen offenbar den Blutdruck nicht erhöht. Beim Genuss von Alkohol sollten
Herzneurose – Erfahrungsbericht
Herzneurotiker glauben oft, sie stünden mit ihren Ängsten und Problemen allein da. Dieses beunruhigende Gefühl möchten wir Ihnen mit einem Erfahrungsbericht eines Berliner Patienten, der heute 47 Jahre alt ist, nehmen. Freunden, Ehepartnern, Eltern und Kindern kann dieses Protokoll zudem helfen, die Ängste zu verstehen. Dieses Mal könnte es ernst sein Ich wechsle immer wieder die Position, als ob ich so meinem Körper und der Situation entfliehen könnte. Schweiß steht mir auf der Stirn. Ich weiß nicht, was ich tun soll. Ich habe Angst, diese Nacht nicht zu überleben. Auch im Sitzen lässt das rasende Pochen hinter den Rippen nicht nach. Die Ärzte haben gesagt, dass ich ganz gesund sei. Doch was, wenn die Ärzte etwas übersehen haben? Auch wenn es das letzte Mal meine Angst war, jetzt könnte es ja eine echte Herzrhythmussstörung sein. Die Ärzte glauben, ich hätte Drogen genommen Ich erlebe diese Situation nicht zum ersten Mal und weiß, dass die Ärzte in der Notaufnahme ganz gelassen, ja manchmal sogar genervt reagieren werden. Sie werden mich wieder fragen, welche Drogen ich denn eingeworfen habe. Doch die Angst siegt: Ich bitte einen Freund, mich ins Krankenhaus zu begleiten. Hier bin ich kein Unbekannter. Ich werde gelassen in Empfang genommen. Die einfachen Routineuntersuchungen, Blutdruckmessung, Ruhe-EKG und die Blutuntersuchung zeigen normale Werte. Das Herz schlägt schnell aber regelmäßig. Ich könne eine halbe Tablette des Betablockers einnehmen, der mir beim letzten Mal offenbar auch geholfen hat, schlägt die Ärztin vor. Ein enger Freund war gerade gestorben Es begann damit, dass ich auf einer Wanderung im Himalaya einmal ein Druckgefühl auf der Brust, starkes Herzpochen und große Angst verspürt habe. Dann vor sechs Jahren habe ich einen richtigen Herzanfall auf einer Party erlebt. Es folgten zwei Jahre, die vollständig bestimmt waren von der Angst vor dem Herztod. Es war ohnehin eine sehr schwierige Zeit in meinem Leben: Ein sehr enger Freund war mit gerade vierzig unheilbar erkrankt und gestorben. Die Probleme in meiner Beziehung wurden unerträglich und eine Trennung unvermeidlich. Jeden Tag habe ich erlebt, als sei es mein letzter. Nachts musste ich das Licht brennen lassen. Reisen war unmöglich. Selbst mit der U-Bahn in einen entfernten Stadtteil zu fahren, kam einer Mutprobe gleich. Fast täglich erlebte ich Attacken. Oft nachts. Liegen bleiben konnte ich nicht. Mein Vater starb früh an einem Schlaganfall Schon bevor die erste Attacke auftrat, hatte ich lange nicht mehr geraucht. Ich bin immer schlank gewesen, treibe regelmäßig Sport und ernähre mich gesund. Herzkrankheiten hat es in unserer Familie nie gegeben. Mein Vater ist allerdings an einem Schlaganfall gestorben, ganz plötzlich während der Arbeit. Da lebten meine Geschwister und ich noch zu Hause. Ich habe Strategien entwickelt Inzwischen geht es mir besser. Ob es die zweijährige Psychotherapie bei einem Gestalttherapeuten gewesen ist oder der Besuch einer Selbsthilfegruppe für Panikstörungen – „die Angsthasen“, wie ich sie nenne – das weiß ich nicht. Es ist auch nicht so, dass die Herzangst völlig verschwunden ist. Nur seltener ist sie geworden. Ich habe eben Strategien entwickelt. Inzwischen kann ich sogar wieder fliegen. Geholfen hat mir ein Psychologe aus der Selbsthilfegruppe: Er entgegnete einer Teilnehmerin, die sich aus Angst auf der Reise zu sterben, ihren Lebenstraum einer Ägypten-Reise nicht erfüllen wollte: „Sie sind doch ohnehin überzeugt jeden Moment sterben zu müssen, dann sterben Sie eben in Ägypten statt in Berlin.“
Alter – Orientierung
Wo bin ich hier? Welcher Tag ist eigentlich? Wie war noch mal Dein Name? Solche Fragen hört man von älteren Menschen öfter. Etwas zu vergessen oder durcheinanderzubringen, das kann jedem einmal passieren. Überschreitet es jedoch das normale Maß oder dauert der Zustand längere Zeit an, spricht man von Desorientierung. Raum, Zeit, Person, Situation: die Eckpunkte der Orientierung „Orientiert“ – in der Pflege bedeutet dieser Begriff unter anderem: Eine Person findet sich in Räumlichkeiten zurecht und kann andere, ihr bekannte Personen wiedererkennen. Auch zu wissen, warum man sich in der derzeitigen Situation befindet (zum Beispiel, dass man als Gast auf der Geburtstagsfeier eines Freundes geladen ist) gehört zum „orientiert sein“ dazu. Orientierungsbereiche in der Pflege beziehen sich also auf Raum, Zeit, Person und Situation.Bei älteren Menschen können Probleme mit der Orientierung auftreten. Man spricht dann von Desorientierung oder Orientierungsstörungen. Diese können vorübergehend aber auch dauerhaft sein. Die Desorientierung muss nicht jeden Orientierungsbereich betreffen. Die Person kann also eventuell ihren derzeitigen Wohnort nicht benennen (räumliche Desorientierung), weiß aber, warum sie sich gerade an einem bestimmten Ort aufhält (situative Orientierung). Krankheiten, Schlaf- und Flüssigkeitsmangel: Ursachen für Orientierungsstörungen Im Alter verschlechtert sich die Durchblutung des Gehirns. Häufig sind Gefäßverschlüsse (Arteriosklerose) oder Blutgerinnsel – beispielsweise bei einem Schlaganfall – dafür verantwortlich. Auch eine Demenz- oder Alzheimer-Erkrankung kann Orientierungsstörungen verursachen. Diese Krankheiten treten nicht nur in hohem Alter auf. Bereits in jüngeren Jahren können sie die Hirnleistung stark beeinträchtigen – und führen mit Fortschreiten der Erkrankung nicht selten in die Pflegebedürftigkeit. Ebenso können die Einnahme bestimmter Medikamente oder zu wenig Schlaf Ursache für Orientierungsstörungen sein. Pflegebedürftige und ältere Menschen trinken oft zu wenig. Flüssigkeitsmangel ist einer der häufigsten Gründe für kurzweilige Verwirrtheitszustände mit Desorientierung. Orientierungsstörungen steigern den Pflegebedarf Orientierungsstörungen erschweren die Pflege. Der Betroffene kann alltägliche Aufgaben teilweise nicht mehr ohne Hilfe erledigen. Eine fortschreitende Desorientierung führt häufig dazu, dass der Pflegebedürftige einer Rundumbetreuung bedarf. Zusätzlich können Orientierungsstörungen Hilflosigkeit, Angst und Aggressionen beim Erkrankten hervorrufen. Wegen des steigenden Pflegebedarfs bei Desorientierung, fließt das Maß der Orientierung/Desorientierung des Pflegebedürftigen in die Beurteilung der Pflegestufe ein. Beispiele: So äußern sich Orientierungsprobleme Wo bin ich hier? Warum sind wir hier? Solche Äußerungen deuten auf Orientierungsstörungen hin. Aber auch, dass der Betroffene fremde Zimmer betritt oder vorgibt Dinge zu wissen, die er eigentlich nicht weiß – um seine Orientierungsprobleme zu verbergen – können Zeichen von Desorientierung sein. Weitere Beispiele sind: Örtliche Desorientierung – die Person: kann die Postanschrift ihrer Wohnung nicht benennen,, kann ihren Geburtsort nicht benennen,, weiß nicht, wo sie sich befindet. Zeitliche Desorientierung – die Person: kann nicht sagen, welche Tageszeit oder welcher Monat es ist,, kann nicht sagen, wie lange sie sich bereits am derzeitigen Ort befindet,, kann keine Aussagen über den zeitlichen Verlauf/Abfolge von Geschehnissen machen. Personelle Desorientierung – die Person: kann ihren Familiennamen nicht nennen,, kann ihr Alter nicht bestimmen,, weiß nicht, ob sie einen Partner/Kinder hat beziehungsweise wie viele Kinder sie hat. Situative Desorientierung – die Person: weiß nicht, warum sie sich an einem bestimmten Ort aufhält,, kann Funktionen und Positionen von Menschen nicht zuordnen,, kann Gebrauchsgegenstände nicht bestimmen oder unterscheiden. Bewegung, Schlaf, gesunde Ernährung: Orientierungsproblemen vorbeugen Ein grundsätzlich gesunder Lebensstil kann Orientierungsproblemen vorbeugen. Konkret bedeutet das: ausreichend Schlaf, der Verzicht auf Suchtmittel, mäßiger Genuss von Alkohol, kontrollierter Umgang mit Medikamenten sowie eine gesunde, ausgewogene Ernährung und Bewegung an der frischen Luft. Wichtig ist auch, dass der Pflegebedürftige ausreichend trinkt. Konzentrationsübungen sind in jedem Alter empfehlenswert – sie halten den Geist fit. Orientierungsstörungen behandeln – mit gezieltem Training und Übungen Die Behandlung von Desorientierung richtet sich stets nach den Ursachen. Daher sollte beim Verdacht auf Orientierungsstörungen als erstes ein Facharzt aufgesucht werden. Dieser kann dann – je nach Erkrankung und Ursache – eine geeignete Therapie einleiten. So können beispielsweise bei einer Demenzerkrankung verschiedene Medikamente zum Einsatz kommen. Ebenso können Entspannungsübungen oder Gesprächstherapien hilfreich sein. Eine mögliche, allerdings nicht unumstrittene Therapiemaßnahme bei Demenzerkrankungen, ist das Realitäts-Orientierungs-Training (ROT). Hierbei erhält der Erkrankte gezielt und stetig Informationen, die ihn an Zeit, Ort und die eigene Person erinnern. Tipps: Was die Pflege erleichtert Trotz Orientierungsstörungen die Selbstständigkeit des Pflegebedürftigen so weit wie möglich erhalten – das erleichtert nicht nur die Pflege, sondern fördert auch das Wohlbefinden des Betroffenen selbst. Einfache Maßnahmen können die Orientierung des Pflegebedürftigen verbessern. Beispiele hierfür sind: Uhren mit großen Ziffern und Zeigern aufstellen,, große Abreißkalender aufhängen, die auch die Jahreszeit (zum Beispiel mittels eines Bildes) anzeigen,, Dekorationen, die Jahreszeit oder spezielle Ereignisse erkennen lassen aufhängen (zum Beispiel Osterschmuck, Weihnachtsdekoration, Herbstdekoration und andere),, wichtige Türen oder Wege farbig markieren oder Bilder an den Türen aufhängen, die abbilden, was sich dahinter befindet (zum Beispiel ein Toilettenzeichen, ein Bild mit einem Bett an der Schlafzimmertür). Weitere hilfreiche Anpassungen zur Verbesserung der Orientierung und mehr Tipps finden sie hier.
Hirninfarkt
Schlaganfall
Apoplex
Schlaganfall
Alter – Kommunikation und Sprache
Senioren haben in der Regel mehr Zeit und weniger Aufgaben als früher. Daher hat hat Kommunikation im Alter einen hohen Stellenwert: Auf einen Schwatz zur Nachbarin, Geschichten aus früheren Zeiten erzählen, einen Kaffeeklatsch mit alten Freunden. Das Kommunikationsbedürfnis nimmt zu – das gilt vor allem für Menschen, die einsam sind und nur selten Gesprächspartner finden. Sie nutzen oft jede Gelegenheit, sich anderen mitzuteilen. Häufig ändert sich im Alter auch der Kommunikationsstil. Ältere Menschen kommen schnell ins Erzählen, holen bis weit in die Vergangenheit aus. Das kann für den Gesprächspartner mitunter anstrengend und unverständlich sein. Auch spielt die eigene Gesundheit beziehungsweise Krankheit häufig eine große Rolle bei den Erzählungen. Was die Kommunikation schwierig machen kann Bei gesunden älteren Menschen bleibt die sprachliche Kompetenz im Allgemeinen vollständig erhalten. Einige Faktoren können die Kommunikation jedoch beeinflussen – etwa Schwerhörigkeit oder Gedächtnisschwierigkeiten. Manchmal kann der Senior die Informationen auch nur langsam verarbeiten oder dem Gespräch nicht konzentriert folgen. Solche Schwierigkeiten können dazu führen, dass der Betroffene Gespräche vermeidet und sich abkapselt. Demenz, Schlaganfall, Depressionen: Ursachen für Sprachstörungen Krankheiten wie Demenz können die sprachliche Kompetenz beeinträchtigen. Je weiter die Erkrankung fortschreitet, desto mehr lassen die kommunikativen Fähigkeiten der Erkrankten nach. Das betrifft nicht nur das Sprechen selbst, sondern auch das Verstehen. Die Kommunikation zwischen Erkranktem und Pflegendem wird immer schwieriger. Weitere Ursachen für Sprachstörungen können Veränderungen des zentralen Nervensystems (etwa durch einen Schlaganfall), Atemnot, Depressionen, Nebenwirkungen von Medikamenten oder auch schlecht sitzende Zahnprothesen sein. Zum Sprechen motivieren – mit Geduld und Einfühlungsvermögen Die Kommunikation älterer Menschen zu fördern ist wichtig. So lässt sich vermeiden, dass sie sich bei Kommunikationsschwierigkeiten immer weiter zurückziehen. Hilfreich ist, zu wissen, woher die Schwierigkeiten kommen: Hört der Betroffene schlecht? Dann kann der Pflegende für die richtige Hörhilfe sorgen und ihn bei der Anwendung unterstützen. Auch gegen schlecht sitzende Zahnprothesen lässt sich etwas unternehmen. Um einen älteren Menschen mit Kommunikationsschwierigkeiten beziehungsweise Sprachstörungen zum Sprechen zu motivieren, sollte der Gesprächspartner auf ihn eingehen und ihn möglichst oft in Gespräche einbeziehen. Der Betroffenen soll merken – ich habe Geduld mit Dir! Deutliche, möglichst kurze Sätze tragen zum besseren Verständnis bei. Wichtig ist auch, Betroffene dazu zu ermuntern, Freunde einzuladen oder mit ihnen zu telefonieren.