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Das Zervikalsyndrom (HWS-Syndrom)
Das Zervikalsyndrom oder Halswirbelsäulensyndrom (HWS-Syndrom) äußert sich durch Beschwerden, die von der Halswirbelsäule (HWS) oder dem Halswirbelsäulenbereich ausgehen.  Symptome beim HWS-Syndrom Typisch für das Zervikalsyndrom (HWS-Syndrom) sind Symptome wie Verspannungen im Nacken mit Nackenschmerzen, die zum Teil in den Schulterbereich oder auch Kopf (Spannungskopfschmerz) ausstrahlen. Strahlen die Schmerzen auch in einen oder beide Arme aus, spricht man von einer Zervikobrachialgie. Ursachen für das Zervikalsyndrom (HWS-Syndrom) Die Ursachen für das Zervikalsyndrom bleiben meist ungeklärt. Nur in zirka einem Prozent aller Fälle lassen sich schwerwiegende Erkrankungen als Auslöser finden. Meistens handelt es sich um unkomplizierte Nackenschmerzen, die sich oft auch nicht diagnostisch fassen lassen. Es gibt jedoch Einflussfaktoren, die das Auftreten von Nackenschmerzen begünstigen – zum Beispiel Übergewicht oder eine Schwangerschaft. Auch Menschen, die am Arbeitsplatz eine unnatürliche Haltung einnehmen oder monotone, wiederkehrende Bewegungen verrichten müssen, leiden häufig unter dieser Art von Rückenschmerzen. Besonders die Arbeit am Computer kann zu Verspannungen der Nackenmuskulatur führen. Ebenso kann eine unnatürliche Kopflagerung beim Schlafen Ursache für ein HWS-Syndrom sein. Negativer Stress, die subjektive Gesundheitseinstellung, Ängstlichkeit, Depression, generell psychische Belastungen oder Erkrankungen können ebenfalls zu schmerzhaften Verspannungen der Nackenmuskulatur führen, die Kopfschmerzen auslösen können. Die Diagnosemöglichkeiten beim HWS-Syndrom Für die Diagnostik des Zervikalsyndroms (HWS-Syndrom) stehen dem Arzt verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Neben der eingehenden Patientenbefragung (Anamnese) und Tastuntersuchung sind das nach Bedarf Röntgen, Computertomografie und Kernspintomografie. Die Behandlung beim HWS-Syndrom Bei unkomplizierten Nackenschmerzen ist meistens keine spezifische Therapie nötig. Die Selbstheilungstendenz ist sehr hoch. Daneben kann jeder Betroffene auch selbst viel dafür tun, dass sich ein Zervikalsyndrom (HWS-Syndrom) löst, und vorbeugen, damit es nicht wieder auftritt. Um die schmerzhaften Verspannungen wieder loszuwerden, wird eine ganze Palette von Behandlungsformen angeboten – zum Beispiel die Quaddeltherapie, die  Reizstrombehandlung (Iontoporese) und die Physiotherapie mit Massage. Allerdings ist für die meisten dieser Behandlungsmethoden bisher kein wissenschaftlicher Wirkungsnachweis erbracht worden. Für die Therapie des Zervikalsyndroms (HWS-Syndrom) eignen sich Krankengymnastik und sportliche Aktivität. Maßnahmen, die der Patient selbst anwenden kann und die ihm Linderung verschaffen – wie etwa Wärmeanwendungen – werden oft empfohlen.
Schmerz – Therapie
Akut helfen Medikamente gegen die Schmerzen. Bei chronischen Schmerzen sollte die Therapie individuell gestaltet werden. Da akuter Schmerz fast immer Symptom einer eindeutig zu diagnostizierenden Gewebeschädigung ist, steht hier die Behandlung des körperlichen Schadens im Vordergrund der Therapie. Im Fachjargon spricht man von einer „kausalen", auf die Heilung der Schmerzursache ausgerichteten Behandlung.Natürlich muss der Arzt parallel zur Therapie der Erkrankung die damit verbundenen, oft massiven Schmerzen lindern. Dies geschieht in der Regel mit Medikamenten. Chronisch werden Schmerzen häufig erst dann, wenn sie im akuten Stadium nicht angemessen behandelt wurden. Schmerztherapie mit Medikamenten Bei der medikamentösen Therapie geht man heutzutage nach dem seit vielen Jahren etablierten WHO-Stufenschema vor. Dies wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zunächst für Tumorschmerzen entwickelt, wird inzwischen aber generell als Grundlage der modernen Schmerztherapie genutzt. Dieses Schema geht von drei Stufen der Schmerztherapie aus, wobei nur die erste Stufe mit Nicht-Opioiden durchgeführt wird, bei der zweiten Stufe werden schwache oder mittelstarke opioidhaltige Schmerzmittel, bei der dritten stark wirksame opioidhaltige Schmerzmittel verwendet. Begleitmedikamente können bei jeder Stufe gegeben werden. Die Interdisziplinäre Schmerzbehandlung Medikamente oder operative Eingriffe können chronische Schmerzen oft nur kurzfristig und unzureichend bekämpfen. Da anhaltende Schmerzleiden körperliche, seelische sowie soziale Ursachen haben und sich das Krankheitsbild von Mensch zu Mensch stark unterscheidet, muss auch die Therapie individuell gestaltet werden. Eine solche umfassende therapeutische Leistung kann nicht von einem oder von zwei Ärzten erbracht werden: Sie erfordert eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit von Fachärzten, Psychologen, Pflegern, Therapeuten, Ernährungsberatern und Sozialpädagogen. Bei der Versorgung mit interdiziplinär besetzten Schmerzkliniken besteht in Deutschland jedoch immer noch erheblicher Mangel. Die Notwendigkeit der multidisziplinären Schmerztherapie ist allerdings unumstritten und gilt als aktueller Stand der medizinischen Erkenntnis. Die Wirksamkeit des interdisziplinären Konzepts wird, insbesondere in Bezug auf Kopf- und Rückenschmerzen, von zahlreichen wissenschaftlichen Studien belegt. Was bedeutet „multimodale“ Schmerztherapie? Die multimodale Schmerztherapie ist ein aus mehreren Bausteinen aufgebautes interdiziplinäres Therapiekonzept, das an den meisten deutschen Universitätskliniken in dafür ausgerichteten Schmerzzentren oder Schmerzambulanzen angeboten wird. Je nach Schwere der Erkrankung kann der Patient dort nach eigenem Wunsch an einer stationären, teilstationären oder ambulanten Therapie teilnehmen. Nahezu alle multimodal arbeitenden Schmerztherapie-Einrichtungen bieten Blockprogramme für Gruppen von sechs bis zehn Patienten. Die Teilnehmer, die zumeist unter ähnlichen Symptomen leiden, sind über einen Zeitraum von vier bis fünf Wochen in einen festen Therapieplan eingebunden, wobei viele Einrichtungen auch kürzere, berufsbegleitende Einheiten anbieten. Bei diesem Konzept wird dem Patienten unter ärztlicher Aufsicht ein durchorganisiertes Programm von körperlichen Übungen, Entspannungstechniken und psychologischen Therapien angeboten.
Schwangerschaft/Geburt – Sport statt Schwangerschaftsgymnastik?
Zwar schafft Sport in der Schwangerschaft eine gute Voraussetzung dafür, dass die Geburt gut und komplikationslos verläuft. Dennoch sollten werdende Mütter nicht auf die zusätzliche Schwangerschaftsgymnastik verzichten. Denn diese bereitet sie ganz gezielt auf die Geburt vor. Die sanften Übungen helfen zudem, Schwangerschaftsbeschwerden zu lindern, wenn sie regelmäßig durchgeführt werden – am besten dreimal die Woche. Sie können auch dazu beitragen, dass es erst gar nicht zu Schwangerschaftsbeschwerden kommt. Kurse für Schwangerschaftsgymnastik leiten erfahrene Hebammen Den Kurs leitet immer eine erfahrene Hebamme. Auch Frauen mit sogenannten Risikoschwangerschaften – etwa Drillingsschwangerschaften – können die Übungen der Schwangerschaftsgymnastik ohne Probleme durchführen. Dennoch sollten sie zuvor mit ihrem Frauenarzt darüber sprechen – auch wenn sich Frauen unsicher sind oder bei den Übungen nicht wohlfühlen.Ein weiterer Pluspunkt der Schwangerschaftsgymnastik ist, dass Schwangere dabei mit anderen werdenden Müttern ins Gespräch kommen, die sich in einer ähnlichen Situation wie sie selbst befinden. Sie tauschen sich über die Freuden der Schwangerschaft aber auch mögliche Ängste vor der Geburt aus. Auch der Partner oder eine Freundin sind bei den Kursen willkommen. Denn ihnen tun die sanften Bewegungen der Schwangerschaftsgymnastik ebenfalls gut – und die Schwangere hat eine vertraute Person an ihrer Seite. Positive Auswirkungen der Schwangerschaftsgymnastik: Herz und Kreislauf müssen während der Schwangerschaft ungefähr 20 Prozent mehr Blut durch das Gefäßsystem pumpen – das entspricht mindestens einem Liter. Gezielte Bewegungsabläufe können unterstützend auf Herz und Kreislauf wirken und bei Frauen mit niedrigem Blutdruck für ein positives Befinden sorgen. Die Beinvenen sind während der Schwangerschaft unter dem Einfluss des Hormons Progesteron geweitet und können das Blut deshalb weniger gut gegen die Schwerkraft in Richtung Herz leiten. Spezielle Übungen der Schwangerschaftsgymnastik können die Arbeit der Beinvenen unterstützen. Sie erleichtern den Blutfluss im Unterleib und beugen auf diese Weise der Entstehung von Krampfadern und Hämorrhoiden vor. Die Zunahme der Brust ist eines der frühesten und deutlichsten Anzeichen für eine Schwangerschaft. Innerhalb weniger Wochen müssen viele Frauen von einem A- oder B-Körbchen auf ein C- oder D-Körbchen umsteigen. Natürlich sorgt die Zunahme der Brust auch für mehr Gewicht, das die Schwangere tragen muss. Das kann zu Verspannungen im Nacken-, Schulter- oder Rückenbereich führen. Hier können gymnastische Übungen die Muskulatur lockern und kräftigen. Durch die veränderte Hormonsituation in der Schwangerschaft wird das Gewebe von Sehnen und Bändern im gesamten Organismus aufgelockert. Durch geeignete Übungen lässt sich vor allem die Muskulatur der Wirbelsäule kräftigen. Das kann nicht nur einem weitverbreiteten Schwangerschaftsleiden – den Rückenschmerzen – vorbeugen, sondern auch eine gute Haltung unterstützen und dem Rücken dabei helfen, den immer größer werdenden Babybauch zu tragen. Viele Frauen merken erst bei der Schwangerschaftsgymnastik, dass sie überhaupt einen Beckenboden haben. Denn nicht alle Frauen schaffen es, dieses komplexe Muskelgeflecht, das den Körper nach unten hin abschließt und zugleich auch öffnet, bewusst zusammenzuziehen. Bereits vor der Geburt, vor allem aber auch danach kann gezielte Gymnastik den Beckenboden stärken. Auf diese Weise lässt sich Problemen wie Senkbeschwerden und Blasenschwäche vorbeugen.
Malaria – Übertragung, Schutz, Ratgeber
Malaria, im deutschen Sprachgebrauch auch Wechselfieber oder Sumpffieber genannt, wird durch Parasiten (sogenannte Plasmodien) verursacht. Überträger ist die weibliche Anopheles-Mücke. Sie sticht hauptsächlich abends in der Dämmerung zu. Sticht eine infizierte Anopheles-Mücke einen Menschen, kann sie die Parasiten übertragen. Der Mensch stellt für die Plasmodien einen Zwischenwirt in ihrem Lebenszyklus dar. Zunächst gelangen sie nach der Infektion in die Leber. Dort reifen sie heran und teilen sich. Je nach Plasmodienart verbleiben einige in der Leberzelle und sind dann für die wiederkehrenden Malariaanfälle verantwortlich. Die Parasiten infizieren die roten Blutkörperchen. Nach der Reifung platzen die Blutkörperchen und setzen Giftstoffe frei, die eine Entzündungsreaktion auslösen. Der Erreger der gefährlichsten Form der Malaria, der Malaria tropica, kann zusätzlich auch noch die Blutgefäße schädigen. Die Folge sind gefährliche Durchblutungsstörungen. Je nach übertragenem Erreger werden hauptsächlich drei Formen von Malaria unterschieden. Sie weisen jeweils eine spezifische Fieberrhythmik auf. Allerdings ist diese Rhythmik kein verlässliches Erkennungszeichen – sie kann bei allen Formen auch gelegentlich fehlen. Folgende Malaria-Formen werden unterschieden Die Malaria tertiana, die durch die Erreger Plasmodium vivax oder ovale ausgelöst wird, ist eine milde Form der Krankheit, bei der auch noch nach Jahren Rückfälle auftreten können. Die Malaria quartana wird durch Plasmodium malariae ausgelöst. Sie verläuft im Allgemeinen auch eher mild, kann aber zu Nierenproblemen führen. Auch hier sind Rückfälle nach Jahren keine Seltenheit. Die Malaria tropica wird durch Plasmodium falciparum ausgelöst. Sie ist die gefährlichste Form, die unbehandelt meistens zum Tode führt. Malaria ist mit weltweit 200 Millionen Fällen pro Jahr die häufigste Infektionskrankheit der Welt. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben pro Jahr 600.000 Menschen an Malaria. Symptome und Krankheitsverlauf bei Malaria Alle drei Malariaformen beginnen schlagartig mit Kopf- und Rückenschmerzen, Frösteln und Hitzegefühl. Danach stellt sich häufig die typische Fieberrhythmik ein, die der Malaria auch ihren deutschen Namen „Wechselfieber“ gab. Malaria tertiana: Die Inkubationszeit liegt zwischen acht und zwanzig Tagen. Der Betroffene leidet unter klassischem Wechselfieber mit typischer Drei-Tages-Rhythmik: Tag eins mit Fieber, Tag zwei ohne Fieber und Tag drei wieder mit Fieber. Malaria quartana: Die Inkubationszeit liegt zwischen drei und sieben Wochen. Der Betroffene leidet unter klassischem Wechselfieber mit Vier-Tages-Rhythmik: Fieber an Tag eins, dann zwei Tage fieberfrei und wieder Fieber am vierten Tag. Malaria tropica: Die Inkubationszeit liegt zwischen sieben und 14 Tagen. Typisch ist, dass sie keine so auffällige Fieberrhythmik aufweist wie die anderen Malariaformen. Neben den unregelmäßigen Fieberschüben treten auch Organveränderungen, Blutarmut und Nervenbeschwerden wie beispielsweise Krampfanfälle auf. Diagnose und Behandlung bei Malaria Malaria lässt sich im Anfangsstadium kaum von einer Grippe unterscheiden. Um die Symptome richtig zuordnen zu können, sollte der behandelnde Arzt sofort über einen Aufenthalt in einem malariagefährdeten Gebiet informiert werden. Anhand einer Blutanalyse kann er dann die Malaria-Erreger identifizieren. Die Malaria wird – je nach Art – mit verschiedenen Medikamenten gegen die Erreger behandelt. Abhängig ist die Therapie auch von der Resistenzlage im Risikogebiet – diese wird laufend überprüft. Wo kommt Malaria vor? Malaria kommt hauptsächlich in subtropischen und tropischen Gebieten vor – häufig da, wo es zu Überflutungen und Wasseransammlungen kommt, in denen sich die Anopheles-Mücken gut vermehren können. Mögliche Impfungen gegen Malaria Eine Impfung gibt es derzeit noch nicht.   Der Impfstoff RTS,S/AS01, der derzeit erprobt wird, hat bisher noch nicht vollständig überzeugt. Seine Schutzwirkung beläuft sich nur auf etwa 48 Monate. Eine Zulassung wird derzeit geprüft.   Eine andere Form der Malaria-Impfung wird ebenfalls derzeit geprüft. Der Impfstoff basiert auf vollständig lebensfähigen, nicht abgeschwächten Malaria-Erregern, die gleichzeitig mit einem Malaria-Medikament verabreicht werden. Eine Studie an Probanden zeigte nach dreimaliger Gabe des Impfstoffs einen anschließend 100-prozentigen Impfschutz. Der Malaria-Impfstoff wird nun im Rahmen einer klinischen Studie in Gabun über mehrere Jahre auf seine Wirksamkeit getestet. Vorsorge Reisende in Malaria-Gebiete sollten sich bei ihrem Arzt oder in einem Tropeninstitut über die für sie geeigneten medikamentösen Möglichkeiten informieren: Für eine eher kurze Urlaubsreise kommt eine sogenannte Chemoprophylaxe infrage – mit einem Medikament, das während der Reise und für einige Zeit vor- und nachher eingenommen wird. Alternativ dazu gibt es auch die Möglichkeit, ein Medikament für eine „Stand-by-Therapie“ auf die Reise mitzunehmen, das bei den ersten Anzeichen einer Malariaerkrankung eingenommen wird. Dies ist allerdings nur als Notfalltherapie anzusehen. Eine ärztliche Behandlung sollte schnellstmöglich eingeleitet werden.   Um nicht infiziert zu werden, sollte man für geeigneten Mückenschutz sorgen. Dazu zählt passende Kleidung – beispielsweise lange Hosen und Hemden – sowie Anti-Mückenmittel (Repellentien). Ein Moskitonetz über dem Bett sollte ebenfalls dazugehören.