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Rheuma – Sport
Die beste Voraussetzung für einen gesunden Bewegungsapparat ist eine kräftige Muskulatur. Das bedeutet, Sport und Bewegung helfen Muskelschmerzen und Gelenkschmerzen (Rheuma) vorzubeugen. Sport sorgt dabei nicht nur für kräftige Muskeln, sondern verbessert auch die Nährstoffversorgung des Knorpels. Beides tut den Gelenken gut und wirkt Rheuma entgegen. Aber Vorsicht: Zu starke Belastungen beim Sport können schädlich sein. Geeignete Sportarten bei Muskel- und Gelenkschmerzen Welcher Sport für Sie am besten geeignet ist, hängt von den Ursachen Ihrer Beschwerden und Ihren persönlichen Vorlieben ab. Sie sollten mit Ihrem Arzt besprechen, welche Belastung bei Ihrer Erkrankung ratsam ist, und welche Bewegungen sie bei Rheuma problemlos durchführen können. Generell lässt sich sagen, dass Mannschaftssportarten, wie Fußball, Handball oder Volleyball sowie Squash oder Tennis für Menschen mit Rheuma meist weniger gut geeignet sind. Denn bei all diesen Disziplinen belasten plötzliches Beschleunigen und Abbremsen und abrupte Bewegungen beim Sport die Gelenke. Als Sport bei Rheuma meist gut geeignet ist Schwimmen. Der Auftrieb des Wassers trägt den Körper und belastet die Gelenke weniger. Bei Rückenschmerzen ist Rückenschwimmen und Kraulen ratsamer als Brustschwimmen. Brustschwimmen belastet die Halswirbelsäule besonders. Joggen, schnelles Gehen, Wandern oder Nordic Walking sind ebenfalls Sportarten, die bei Rheuma gut ausgeführt werden können. Man sollte den Sport jedoch nicht auf hartem Untergrund wie Asphalt ausüben, sondern auf Feldwegen oder im Wald, um die Gelenke zusätzlich zu schonen. Sehr gut als Sport bei Rheuma geeignet ist das Tanzen. Es enthält viele abwechslungsreiche Bewegungsabläufe, kräftigt die Muskulatur und verbessert die Koordinationsfähigkeit. Einseitige Überbelastungen sind kaum zu finden. Krafttraining kräftigt gezielt die Muskulatur und kann sehr wirksam gegen Rheuma sein. Das Training sollte jedoch immer unter der Aufsicht eines ausgebildeten Trainers oder Physiotherapeuten stattfinden. Sonst sind Überlastungen und das Verletzungsrisiko hoch. Krankengymnastik bei Rheuma Was auch die Ursache für Ihr Rheuma ist: Krankengymnastik ist nie falsch. Denn: Hier sucht ein Physiotherapeut gezielt Übungen aus, die auf Ihr Beschwerdebild abgestimmt sind. Dosiertes Krafttraining stärkt die Muskulatur, damit sie den Anforderungen des Alltags mit Rheuma gewachsen ist. Die Übungen verbessern zudem die Durchblutung und lösen Verspannungen. So werden Schmerzen und Funktionsstörungen behandelt. Mit Bewegungsbädern gegen Rheuma Bei starken Schmerzen in den Gelenken sind Bewegungsbäder ratsam. Denn die Auftriebskraft des Wassers entlastet die Gelenke. Stehen, Gehen und das Ausüben von Sport ist im Wasser weniger schmerzintensiv. Ohne die Schmerzen ist es leichter, das Gefühl für die richtige Haltung wiederzuerlangen und sie einzuüben. Bewegung im Alltag: Gut gegen Muskel- und Gelenkschmerzen Sie können auch in Bewegung bleiben, ohne regelmäßig einen bestimmten Sport auszuüben. Denn Bewegung lässt sich gut in den Alltag integrieren. Schon wer die Treppe statt des Aufzugs nimmt oder kleinere Entfernungen mit dem Fahrrad zurücklegt, kräftigt die Muskulatur und hält seinen Körper fit.
Rheuma – Medikamente
Schmerz- und entzündungshemmende Einreibungen helfen bei Rheuma gegen Verschleißerkrankungen der Gelenke (Arthrose) und verschiedene Formen des Weichteilrheumatismus. Hersteller empfehlen die Anwendung der Schmerzmittel auch gegen Muskelschmerzen und Gelenkschmerzen aufgrund von Entzündungen der Muskeln, Sehnen, Sehnenscheiden, Schleimbeutel, Bänder und/oder Gelenkkapseln sowie bei Muskelverspannungen. Wirkung von Schmerzmitteln bei Rheuma Schmerzmittel mit Wirkstoffen wie Diclofenac, Ibuprofen, Piroxicam und Indometacin wirken bei Rheuma schmerzlindernd und entzündungshemmend. Sie werden neben Rheuma auch bei Rückenschmerzen, Prellungen, Verstauchungen und Zerrungen zur Schmerzlinderung eingesetzt. Die Schmerzmittel werden als Salben, Gele, Cremes, Lösung oder Spray direkt auf die betroffene Stelle gegeben. Meist gilt die Empfehlung, die Einreibungen drei bis vier Mal täglich anzuwenden. Die Schmerzmittel dürfen nicht auf offene Wunden, entzündete Hautstellen oder auf Schleimhäuten aufgetragen werden. Nach der Anwendung sollten Sie gleich die Hände waschen, damit die Arzneimittel nicht in die Augen gelangen. Schmerzlindernde Einreibungen bei Rheuma nicht großflächig anwenden Wenn Sie bei Rheuma schmerzlindernde Cremes, Salben oder Gele anwenden, sollten Sie nur die erkrankten Körperstellen behandeln. Bei großflächiger Anwendung der Schmerzmittel über längere Zeit können die Wirkstoffe in größerem Umfang in die Blutbahn gelangen. Dadurch kann der ganze Organismus beeinträchtigt werden. Es kommt zu Nebenwirkungen, beispielsweise Magen-Darm-Störungen. Die Wirkung anderer Medikamente kann zudem beeinträchtigt werden. Werden nur die von Rheuma betroffenen Hautbezirke behandelt, bleibt die Wirkung lokal beschränkt. Muskel- und Gelenkschmerzen: Schmerzmittel zum Einnehmen Bei starken Beschwerden helfen neben der lokalen Behandlung auch Schmerzmittel zum Einnehmen gegen Rheuma. Trinken Sie zur Einnahme von Tabletten, Dragees oder Kapseln immer ein großes Glas Wasser. So kann sich die Wirkung am besten entfalten. Zur Therapie eignen sich Wirkstoffe wie Diclofenac, Ibuprofen, Naproxen oder Acetylsalicylsäure. Die Wirkstoffe werden allgemein zur Behandlung leichter bis mäßig starker Schmerzen eingesetzt. Zur Einnahme von Schmerzmitteln gilt die Empfehlung: Nicht länger als drei Tage hintereinander oder öfter als zehn Tage im Monat anwenden. Wirkstoffe Diclofenac Ibuprofen Diclofenac und Diethylaminsalz
Muskelverspannungen im Rücken – Wassertherapie
Eine Bäderbehandlung, vor allem im Thermalbad, wirkt sehr intensiv auf den gesamten menschlichen Körper und den Kreislauf, so dass sie nur nach einer gründlichen Untersuchung vom Arzt verordnet wird. Unproblematischer und einfach zu Hause durchzuführen sind dagegen Bäder in der Badewanne, zum Beispiel mit Fichtennadel-Badezusatz. Auch sie führen zu einer Verbesserung der Durchblutung und kann die Schmerzen bei Muskelverspannungen im Rücken lindern. Entspannende Bäder Bei Rückenschmerzen helfen Bäder, weil sie die Durchblutung fördern und schmerzlindernd wirken. Gleichzeitig lösen sich Verspannungen. Durchblutungsfördernde und wärmende Bäder enthalten beispielsweise Fichten-, Kiefernnadelnöl oder Wacholder. Die enthaltenen Wirkstoffe findet man auch in Rheuma- und Entspannungsbädern. Vollbäder können bei größeren Hautverletzungen, akuten unklaren Hautkrankheiten, schweren fieberhaften und infektiösen Erkrankungen, Tuberkulose, Hypertonie sowie Herz- und Kreislauferkrankungen unerwünschte Wirkungen auslösen. Betroffene sollten Rheumabäder nur nach Absprache mit dem Arzt anwenden oder auf andere Behandlungsmöglichkeiten ausweichen. Auch Elektrizität kann heilsam wirken Eine schmerzlindernde Wirkung wird durch das sogenannte Stangerbad angestrebt. Dabei wird ein leichter elektrischer Strom durch das Wasser geleitet. Es kommt zu einer Förderung der Durchblutung, und die Reizschwelle für Schmerzen wird erhöht. Das Stangerbad wird in einer entsprechenden Praxis von Fachleuten durchgeführt. Das Stangerbad kann man sowohl zur Wasser- als auch zur Elektrotherapie rechnen. Andere Anwendungsformen der Elektrotherapie sind Galvanisation, Interferenzstrom und Kurzwellendurchflutung, die ebenso wie die Ultraschalltherapie auf den gleichen Wirkungsprinzipien beruhen: Im Körper wird Wärme erzeugt, dadurch wird lokal die Durchblutung verbessert und die Muskulatur entspannt. Eine Sonderstellung innerhalb der Elektrotherapie nimmt die Impulsstrombehandlung ein. Sie wird nur dann angewendet, wenn Muskeln gelähmt sind. Schmerzen können auch durch die transkutane (durch die Haut) elektrische Nervenstimulation (TENS) gelindert werden. Die Haut wird nicht schmerzhaft über kleine, batteriegespeiste Geräte gereizt, was die Weiterleitung schmerzhafter Signale blockiert. Diese Methode ist einfach anwendbar, ohne Nebenwirkungen und ohne negativen Gewöhnungseffekt. Lediglich Patienten mit Herzschrittmachern oder elektrisch betriebenen Prothesen dürfen diese Methode nicht anwenden.
Osteoporose – Symptome, Therapie und mehr
Gestolpert, hingefallen – und schon ist der Knochen gebrochen. Osteoporose macht die Knochen „dünn“ und mürbe. Die Krankheit tritt zwar meist erst jenseits der 50 in Erscheinung, der Grundstein dafür wird aber bereits in jungen Jahren gelegt. Umgekehrt können die richtige Ernährung und ausreichend Bewegung von Kindesbeinen an der zerstörerischen Krankheit wirksam vorbeugen. Einseitige Diäten, ungesunde Ernährungsgewohnheiten und mangelnde Bewegung bei Kindern und jungen Erwachsenen schaden der Knochengesundheit und erhöhen das Osteoporose-Risiko erheblich. Vor allem Frauen sind betroffen Osteoporose – übersetzt heißt das: poröser Knochen – zählt nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation zu den zehn häufigsten Krankheiten überhaupt. Die Zahl der Betroffenen nimmt rapide zu: In Deutschland leiden etwa 7,8 Millionen Menschen an der schmerzhaften Knochenerkrankung, davon sind die Mehrzahl Frauen (etwa 6,5 Millionen).1 Männer sind seltener betroffen, weil sie von vornherein dichtere und schwerere Knochen haben. Überdies treiben weit mehr Männer als Frauen Kraftsport oder üben einen Beruf aus, der körperlichen Einsatz verlangt. Auch wenn die Osteoporose erst in höherem Alter in Erscheinung tritt – wie stark unsere Knochen werden, entscheidet sich bereits in jungen Jahren. Der Knochen ist ein aktives Organ. Das Knochengewebe wird ständig ab- und wieder aufgebaut. Etwa bis zum 35. Lebensjahr bildet der Körper mehr Knochensubstanz als abgebaut wird. Danach kehrt sich diese Tendenz langsam ins Gegenteil um – der Knochen wird „dünner“ und schwächer, die Knochendichte nimmt ab. Ab diesem Alter kann eine gesunde Lebensweise die Knochendichte nur noch erhalten beziehungsweise den Abbau verzögern. Knochenbrüche als Folge Die Osteoporose kann alle Knochen betreffen. Die verminderte Knochenmasse und die veränderte Knochenstruktur führen dazu, dass die Knochen leichter brechen. Besonders häufig kommt es zu einer Fraktur von Wirbelkörper oder zur Schenkelhalsfraktur. Diese Brüche können auch bei geringfügigem Anlass und sogar bei normalen Belastungen im Alltag auftreten.Die Fraktur eines Wirbelkörpers führt zu vielfältigen Problemen: zu Größenverlust und chronischen Rückenschmerzen, die zu Bettlägerigkeit (Immobilisation) und so zu Arbeitsausfall, sozialer Isolation und Verlust an Lebensqualität führen. Rechtzeitig erkennen Aufgrund der schwerwiegenden Folgen, sollte eine Osteoporose so früh wie möglich diagnostiziert und behandelt werden. Bei der Diagnose helfen die Krankengeschichte, Röntgen und die Knochendichtemessung. Steht die Diagnose Osteoporose, hilft eine Therapie mit Medikamenten, den Knochenabbau zu stoppen.Die Erkrankung macht sich lange Zeit kaum bemerkbar. Menschen, die ein erhöhtes Osteoporose-Risiko für aufweisen, auf frühe Symptome achten und bei ersten Anzeichen einen Arzt konsultieren.
Reizdarm – Symptome, Behandlung und mehr
Reizdarm – oder genauer das Reizdarmsyndrom (RDS, Irritable Bowel Syndrome) – ist die häufigste funktionelle Magen-Darm-Erkrankung. Funktionell bedeutet, dass keine organischen Erkrankungen vorliegen. Fast jeder siebte Deutsche ist vom RDS betroffen. Experten schätzen, dass die Dunkelziffer viel höher liegt. Betroffen sind von dieser Magen-Darm-Erkrankung vor allem Erwachsene jungen und mittleren Alters, wobei Frauen ungefähr doppelt so oft erkranken wie Männer. RDS-Patienten leiden oft jahrelang unter erheblichen Beschwerden wie Durchfall, Verstopfung oder Blähungen. RDS ist keine organische Erkrankung Das Krankheitsbild ist schon seit über 100 Jahren bekannt. Doch bis heute ist nicht sicher, wie das Reizdarmsyndrom entsteht. Es wird vermutet, dass Reizdarm-Patienten eine veränderte Wahrnehmung im Bereich des Darms haben, ausgelöst durch psychische Belastung wie Angst oder Stress. Schon normale Verdauungsabläufe können schmerzhaft wahrgenommen werden. Vermutlich ist der Botenstoff Serotonin dafür verantwortlich. Sicher ist, dass das Reizdarmsyndrom keine "organische" Erkrankung ist, also das die Ursachen der Schmerzen nicht im Darm selbst liegt. Es handelt sich beim RDS um eine rein "funktionelle" Erkrankung, das heißt, die Funktion des Darmes ist gestört. Reizdarmsyndrom: mehr als eine bloße Befindlichkeitsstörung Bei den meisten Betroffenen beeinflusst das Reizdarmsyndrom die Lebensqualität erheblich und langanhaltend. Dadurch unterscheidet sich das Reizdarmsyndrom auch von einer bloßen, den Darm betreffenden Befindlichkeitsstörung, die sich durch leichte, nur gelegentlich auftretende Beschwerden auszeichnet. Symptome und Behandlung des Reizdarms Symptome des Reizdarmsyndroms sind zum Beispiel Schmerzen im Bauchbereich, Verstopfung oder Durchfall (auch im Wechsel) sowie langandauernde Magen-Darm-Beschwerden und Blähungen. Je nach Vorkommen der Beschwerden können drei Reizdarmsubgruppen unterschieden werden, die jeweils etwa ein Drittel der Fälle ausmachen: Diarrhö-dominant (überwiegend Durchfall), Obstipations-dominant (überwiegend Verstopfung) und gemischt beziehungsweise alternierend (Wechsel zwischen Durchfall und Verstopfung). Auch Sodbrennen, Rückenschmerzen und Schlafstörungen können unter anderem Symptome des Reizdarmsyndroms sein. Zur Behandlung eines Reizdarms eignen sowohl verschiedene chemische Medikamente, als auch pflanzlichen Mittel.
Kopfschmerzen – pflanzliche Mittel
Reines Pfefferminzöl wirkt gefäßerweiternd, muskelentspannend und kühlend, wenn Sie es auf die Schläfen reiben. Dadurch wirkt es Kopfschmerzen (Cephalgien) auf natürliche Weise entgegen. Es gibt wissenschaftliche Untersuchungen, die bestätigen, dass sich Kopfschmerzen damit pflanzlich behandeln lassen. Für Kleinkinder und Säuglinge ist das natürliche Hausmittel allerdings nicht geeignet, da asthmaähnliche Zustände auftreten können. Schulkinder und Erwachsene profitieren von der Anwendung, besonders weil keine Nebenwirkungen bekannt sind. Pestwurz Pestwurz ist ein weiteres Mittel, um Kopfschmerzen pflanzlich zu behandeln. Er wirkt auf natürliche Art krampflösend und entzündungshemmend. Dadurch ist diese Heilpflanze gegen Spannungskopfschmerzen, Nacken- und Rückenschmerzen sowie Migräne wirksam. Pestwurz kann gegen akute Kopfschmerzen, aber auch zur Prophylaxe angewendet werden. In seltenen Fällen kann es bei der Anwendung zu Magenbeschwerden kommen. Das einzige in Deutschland erhältliche Präparat wurde allerdings 2009 vom Markt genommen, da es aus formalen Gründen keine Nachzulassung erhielt. Von einer eigenen Zubereitung aus Pestwurzelstock muss dringend abgeraten werden, da hierbei leberschädigende Stoffe (Pyrrolizidinalkaloide) im Extrakt enthalten sein können. Ein Fertigpräparat, als Extrakt in Kapseln, ist in Großbritannien weiterhin auf dem Markt. Magnesium Manche Betroffene haben gute Erfahrungen mit Magnesium-Präparaten gemacht. Sie wirken ebenfalls Muskel entspannend und lösen in manchen Fällen dadurch den „Schmerzknoten“.Wirkstoffe Magnesiumhydrogenaspartat Magnesiumoxid Minzöl Pfefferminzöl Magnesiumcitrat und Magnesiumglutamat
HWS-Syndrom – Symptome, Behandlung und mehr
Der Begriff Zervikalsyndrom oder Halswirbelsäulensyndrom (HWS-Syndrom) ist ein Sammelbegriff für Beschwerden, die von der Halswirbelsäule (HWS) oder dem Halswirbelsäulenbereich ausgehen. Symptome beim HWS-Syndrom Typisch für das Zervikalsyndrom sind Symptome wie Verspannungen im Nacken mit Nackenschmerzen, die zum Teil in den Schulterbereich oder auch Kopf (Spannungskopfschmerz) ausstrahlen. Strahlen die Schmerzen auch in einen oder beide Arme aus, spricht man von einer Zervikobrachialgie. Mehr zu Schulter-Arm-Schmerzen finden Sie in unserem vitanet.de Thema Zervikobrachialgie. Ursachen für das Zervikalsyndrom Menschen, die am Arbeitsplatz eine unnatürliche Haltung einnehmen oder monotone, wiederkehrende Bewegungen verrichten müssen, leiden häufig unter dieser Art von Rückenschmerzen. Besonders die Arbeit am Computer kann zu Verspannungen der Nackenmuskulatur führen. Ebenso kann eine unnatürliche Kopflagerung beim Schlafen Ursache für ein HWS-Syndrom sein. Auch negativer Stress und generell psychische Belastungen oder Erkrankungen können zu schmerzhaften Verspannungen der Nackenmuskulatur führen, die wiederum Kopfschmerzen auslösen können. Die Diagnosemöglichkeiten beim HWS-Syndrom Für die Diagnose des Zervikalsyndroms (HWS-Syndrom) stehen dem Arzt verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Neben der eingehenden Patientenbefragung (Anamnese) und Tastuntersuchung sind das nach Bedarf Röntgen, Computertomografie und Kernspintomografie. Die Behandlung beim HWS-Syndrom Um die schmerzhaften Verspannungen wieder loszuwerden, bietet sich eine ganze Palette von Behandlungsformen an. Für die Therapie des Zervikalsyndroms (HWS-Syndrom) eignen sich die Quaddeltherapie, Reizstrombehandlung (Iontoporese), Physiotherapie mit Massage, Wärmetherapie und Krankengymnastik. Daneben kann jeder Betroffene auch selbst viel dafür tun, dass sich ein Zervikalsyndrom (HWS-Syndrom) löst und vorbeugen, damit es nicht wieder auftritt.
Malaria
Malaria, im deutschen Sprachgebrauch auch Wechselfieber oder Sumpffieber genannt, wird durch Parasiten (sogenannte Plasmodien) verursacht. Die weibliche Anopheles-Mücke ist der Überträger. Sie sticht hauptsächlich abends in der Dämmerung zu. Die Parasiten infizieren die roten Blutkörperchen. Nach Reifung platzen die Blutkörperchen und setzen Giftstoffe frei, die dann eine Entzündungsreaktion auslösen. Der Erreger der gefährlichsten Form der Malaria, der Malaria tropica, kann zusätzlich auch noch die Blutgefäße schädigen, was zu gefährlichen Durchblutungsstörungen führen kann. Je nach übertragenem Erreger werden hauptsächlich drei Formen von Malaria unterschieden. Sie weisen jeweils eine spezifische Fieberrhythmik auf. Allerdings ist diese Rhythmik kein verlässliches Erkennungszeichen, da sie bei allen Formen auch gelegentlich gänzlich fehlen kann: Die Malaria tertiana, die durch die Erreger Plasmodium vivax oder ovale ausgelöst wird, ist eine milde Form der Krankheit, bei der auch noch nach Jahren Rückfälle auftreten können. Die Malaria quartana wird durch Plasmodium malariae ausgelöst. Sie verläuft im Allgemeinen auch eher mild, kann aber zu Nierenproblemen führen. Auch hier sind Rückfälle nach Jahren keine Seltenheit. Die Malaria tropica wird durch Plasmodium falciparum ausgelöst. Sie ist die gefährlichste Form, die unbehandelt meistens zum Tode führt. Malaria ist mit weltweit 300 bis 500 Millionen Fällen pro Jahr die häufigste Infektionskrankheit der Welt. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben pro Jahr über eine Million Menschen an Malaria. Symptome und Krankheitsverlauf bei Malaria Allen drei Malariaformen gemein ist, dass sie schlagartig mit Kopf- und Rückenschmerzen, Frösteln und Hitzegefühl beginnen. Danach stellt sich häufig die typische Fieberrhythmik ein, die der Malaria auch ihren deutschen Namen „Wechselfieber“ gab. Malaria tertiana: Die Inkubationszeit liegt zwischen acht und zwanzig Tagen. Der Betroffene leidet unter klassischem Wechselfieber mit typischer Drei-Tages-Rhythmik: Tag eins mit Fieber, Tag zwei ohne Fieber und Tag drei wieder mit Fieber. Malaria quartana: Die Inkubationszeit liegt zwischen drei und sieben Wochen. Der Betroffene leidet unter klassischem Wechselfieber mit Vier-Tages-Rhythmik: Fieber an Tag eins, dann zwei Tage fieberfrei und wieder Fieber am vierten Tag. Malaria tropica: Die Inkubationszeit liegt zwischen sieben und 14 Tagen. Typisch ist, dass sie keine so auffällige Fieberrhythmik aufweist wie die anderen Malariaformen. Neben den unregelmäßigen Fieberschüben treten auch Organveränderungen, Blutarmut und Nervenbeschwerden wie beispielsweise Krampfanfälle auf. Diagnose und Behandlung bei Malaria Malaria lässt sich im Anfangsstadium kaum von einer Grippe unterscheiden. Um die Symptome richtig zuordnen zu können, sollte der behandelnde Arzt sofort über einen Aufenthalt in einem malariagefährdeten Gebiet informiert werden. Anhand einer Blutanalyse kann er dann die Malaria-Erreger identifizieren. Die Behandlung wird mit verschiedenen Medikamenten gegen die Erreger durchgeführt. Abhängig ist die Therapie auch von der Resistenzlage im Risikogebiet, diese wird laufend überprüft. Wo kommt Malaria vor? Malaria kommt hauptsächlich in subtropischen und tropischen Gebieten vor – häufig da, wo es zu Überflutungen und Wasseransammlungen kommt, in denen sich die Anopheles-Mücken gut vermehren können. Mögliche Impfungen gegen Malaria Eine Impfung gibt es noch nicht. Reisende in Malaria-Gebiete sollten sich bei ihrem Arzt oder in einem Tropeninstitut über die für sie geeigneten medikamentösen Möglichkeiten informieren: Für eine eher kurze Urlaubsreise kommt eine sogenannte Chemoprophylaxe infrage, mit einem Medikament, das während der Reise und für einige Zeit vor- und nachher eingenommen wird. Alternativ dazu gibt es auch die Möglichkeit, ein Medikament für eine „Stand-by-Therapie“ auf die Reise mitzunehmen, das bei den ersten Anzeichen einer Malariaerkrankung eingenommen wird. Vorsorge Um nicht infiziert zu werden, sollte man neben der Chemoprophylaxe für geeigneten Mückenschutz sorgen. Dazu zählt passende Kleidung, beispielsweise lange Hosen und Hemden, sowie Anti-Mückenmittel (Repellentien). Ein Moskitonetz über dem Bett sollte ebenfalls dazugehören.
Schwangerschaft/Geburt – Sport statt Schwangerschaftsgymnastik?
Zwar schafft Sport in der Schwangerschaft eine gute Voraussetzung dafür, dass die Geburt gut und komplikationslos verläuft. Dennoch sollten werdende Mütter nicht auf die zusätzliche Schwangerschaftsgymnastik verzichten. Denn diese bereitet sie ganz gezielt auf die Geburt vor. Die sanften Übungen helfen zudem, Schwangerschaftsbeschwerden zu lindern, wenn sie regelmäßig durchgeführt werden – am besten dreimal die Woche. Sie können auch dazu beitragen, dass es erst gar nicht zu Schwangerschaftsbeschwerden kommt. Kurse für Schwangerschaftsgymnastik leiten erfahrene Hebammen Den Kurs leitet immer eine erfahrene Hebamme. Auch Frauen mit sogenannten Risikoschwangerschaften – etwa Drillingsschwangerschaften – können die Übungen der Schwangerschaftsgymnastik ohne Probleme durchführen. Dennoch sollten sie zuvor mit ihrem Frauenarzt darüber sprechen – auch wenn sich Frauen unsicher sind oder bei den Übungen nicht wohlfühlen.Ein weiterer Pluspunkt der Schwangerschaftsgymnastik ist, dass Schwangere dabei mit anderen werdenden Müttern ins Gespräch kommen, die sich in einer ähnlichen Situation wie sie selbst befinden. Sie tauschen sich über die Freuden der Schwangerschaft aber auch mögliche Ängste vor der Geburt aus. Auch der Partner oder eine Freundin sind bei den Kursen willkommen. Denn ihnen tun die sanften Bewegungen der Schwangerschaftsgymnastik ebenfalls gut – und die Schwangere hat eine vertraute Person an ihrer Seite. Positive Auswirkungen der Schwangerschaftsgymnastik: Herz und Kreislauf müssen während der Schwangerschaft ungefähr 20 Prozent mehr Blut durch das Gefäßsystem pumpen – das entspricht mindestens einem Liter. Gezielte Bewegungsabläufe können unterstützend auf Herz und Kreislauf wirken und bei Frauen mit niedrigem Blutdruck für ein positives Befinden sorgen. Die Beinvenen sind während der Schwangerschaft unter dem Einfluss des Hormons Progesteron geweitet und können das Blut deshalb weniger gut gegen die Schwerkraft in Richtung Herz leiten. Spezielle Übungen der Schwangerschaftsgymnastik können die Arbeit der Beinvenen unterstützen. Sie erleichtern den Blutfluss im Unterleib und beugen auf diese Weise der Entstehung von Krampfadern und Hämorrhoiden vor. Die Zunahme der Brust ist eines der frühesten und deutlichsten Anzeichen für eine Schwangerschaft. Innerhalb weniger Wochen müssen viele Frauen von einem A- oder B-Körbchen auf ein C- oder D-Körbchen umsteigen. Natürlich sorgt die Zunahme der Brust auch für mehr Gewicht, das die Schwangere tragen muss. Das kann zu Verspannungen im Nacken-, Schulter- oder Rückenbereich führen. Hier können gymnastische Übungen die Muskulatur lockern und kräftigen. Durch die veränderte Hormonsituation in der Schwangerschaft wird das Gewebe von Sehnen und Bändern im gesamten Organismus aufgelockert. Durch geeignete Übungen lässt sich vor allem die Muskulatur der Wirbelsäule kräftigen. Das kann nicht nur einem weitverbreiteten Schwangerschaftsleiden – den Rückenschmerzen – vorbeugen, sondern auch eine gute Haltung unterstützen und dem Rücken dabei helfen, den immer größer werdenden Babybauch zu tragen. Viele Frauen merken erst bei der Schwangerschaftsgymnastik, dass sie überhaupt einen Beckenboden haben. Denn nicht alle Frauen schaffen es, dieses komplexe Muskelgeflecht, das den Körper nach unten hin abschließt und zugleich auch öffnet, bewusst zusammenzuziehen. Bereits vor der Geburt, vor allem aber auch danach kann gezielte Gymnastik den Beckenboden stärken. Auf diese Weise lässt sich Problemen wie Senkbeschwerden und Blasenschwäche vorbeugen.
Schmerz – Therapie
Da akuter Schmerz fast immer Symptom einer eindeutig zu diagnostizierenden Gewebeschädigung ist, steht hier die Behandlung des körperlichen Schadens im Vordergrund der Therapie. Im Fachjargon spricht man von einer „kausalen“, auf die Heilung der Schmerzursache ausgerichteten Behandlung. Natürlich muss der Arzt parallel zur Therapie der Erkrankung die damit verbundenen, oft massiven Schmerzen lindern. Dies geschieht in der Regel mit Medikamenten. Chronisch werden Schmerzen häufig erst dann, wenn sie im akuten Stadium nicht ernst genommen und deshalb nicht angemessen behandelt wurden. Bei der medikamentösen Therapie geht man heutzutage nach dem seit vielen Jahren etablierten WHO-Stufenschema vor. Dies wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zunächst für Tumorschmerzen entwickelt, wird inzwischen aber generell als Grundlage der modernen Schmerztherapie genutzt. Dieses Schema geht von drei Stufen der Schmerztherapie aus, wobei nur die erste Stufe mit Nicht-Opioiden durchgeführt wird, bei der zweiten Stufe werden schwache oder mittelstarke opioidhaltige Schmerzmittel, bei der dritten stark wirksame opioidhaltige Schmerzmittel verwendet. Begleitmedikamente können bei jeder Stufe gegeben werden. Modernes Therapiekonzept: „Interdisziplinäre“ Schmerzbehandlung Medikamente oder operative Eingriffe können chronische Schmerzen oft nur kurzfristig und unzureichend bekämpfen. Da anhaltende Schmerzleiden körperliche, seelische sowie soziale Ursachen haben und sich das Krankheitsbild von Mensch zu Mensch stark unterscheidet, muss auch die Therapie individuell gestaltet werden. Eine solche umfassende therapeutische Leistung kann nicht von einem oder von zwei Ärzten erbracht werden: Sie erfordert eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit von Fachärzten, Psychologen, Pflegern, Therapeuten, Ernährungsberatern und Sozialpädagogen. Bei der Versorgung mit interdiziplinär besetzten Schmerzkliniken besteht in Deutschland jedoch immer noch erheblicher Mangel. Die Notwendigkeit der multidisziplinären Schmerztherapie ist allerdings unumstritten und gilt als aktueller Stand der medizinischen Erkenntnis. Die Wirksamkeit des interdisziplinären Konzepts wird, insbesondere in Bezug auf Kopf- und Rückenschmerzen, von zahlreichen wissenschaftlichen Studien belegt. Was bedeutet „multimodale“ Schmerztherapie? Die multimodale Schmerztherapie ist ein aus mehreren Bausteinen aufgebautes interdiziplinäres Therapiekonzept, das an den meisten deutschen Universitätskliniken in dafür ausgerichteten Schmerzzentren oder Schmerzambulanzen angeboten wird. Je nach Schwere der Erkrankung kann der Patient dort nach eigenem Wunsch an einer stationären, teilstationären oder ambulanten Therapie teilnehmen. Nahezu alle multimodal arbeitenden Schmerztherapie-Einrichtungen bieten Blockprogramme für Gruppen von sechs bis zehn Patienten. Die Teilnehmer, die zumeist unter ähnlichen Symptomen leiden, sind über einen Zeitraum von vier bis fünf Wochen in einen festen Therapieplan eingebunden, wobei viele Einrichtungen auch kürzere, berufsbegleitende Einheiten anbieten. Bei diesem Konzept wird dem Patienten unter ärztlicher Aufsicht ein durchorganisiertes Programm von körperlichen Übungen, Entspannungstechniken und psychologischen Therapien angeboten.