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Colitis ulcerosa – Therapie
Die Colitis ulcerosa ist vermutlich auf eine fehlgeleitete Immunantwort und eine genetische Disposition zurückzuführen. Beide Ursachen lassen sich nicht direkt bekämpfen. Die Ärzte konzentrieren sich deshalb darauf, einen akuten Ausbruch der Entzündung einzudämmen,, chronische Entzündungen zum Abklingen zu bringen,, beschwerdefreie Intervalle möglichst lange zu erhalten (Remissionserhalt),, ein Wiederausbrechen der Erkrankung zu verhindern (Rezidivprophylaxe) und, Begleiterkrankungen wie Arthritis, Osteoporose und Mangelernährung zu kontrollieren (extraintestinale Manifestationen, Ernährungsdefizite). In vielen Fällen hilft Patienten mit Colitis ulcerosa nur ein umfassendes Therapiekonzept, das neben der medikamentösen Behandlung auch Ernährungstherapie und psychologisch-psychotherapeutische Verfahren beinhaltet. Manchmal ist auch eine Darmentfernung notwendig. Medikamente spielen jedoch die wichtigste Rolle: Entzündungshemmende 5-Aminosalizylsäure (5-ASA) und Sulfasalazin sind die Standardmedikamente der Colitis-ulcerosa-Therapie. Sie greifen in den Entzündungsprozess ein, indem sie die Bildung von Entzündungsstoffen vermindern. Auch Kortison wirkt entzündungshemmend, allerdings werden Kortisone wegen ihrer Nebenwirkungen nicht langfristig gegeben. In schweren Fällen: Immunsuppressiva und Immunmodulatoren Thiopurine wie Azathioprin, und Ciclosporin werden oft in schweren Fällen als Akuttherapie eingesetzt. Patienten mit schwer zu therapierenden Verläufen werden oft mit Infliximab, einem monoklonalen Antikörper oder Tacrolimus behandelt. Beides sind Immunmodulatoren, die das Immunsystem und damit die Entzündungsreaktion dämpfen. Probiotika bei Colitis ulcerosa oft sehr hilfreich Um ein beschwerdefreies Intervall zu verlängern, haben sich bei Unverträglichkeit von Aminosalicylaten Probiotika mit Escherichia-coli-Bakterien vom Stamm Nissle oder bei Kindern auch VSL#3 – ein probiotisches Mittel, das aus verschiedenen Bakterienstämmen hergestellt wird – als wirksam erwiesen. Das sind Präparate, die lebende Mikroorganismen enthalten und die Darmflora positiv beeinflussen. Operativer Eingriff bei Colitis ulcerosa In der Regel sind die Symptome der Colitis ulcerosa mit Medikamenten gut in den Griff zu bekommen. Nur in wenigen Fällen muss der Dickdarm entfernt werden. Der operierende Arzt kann dabei heutzutage die Schließmuskulatur oft erhalten. Ein künstlicher Darmausgang ist nur noch selten nötig. Komplementäre Medizin bei Colitis ulcerosa Ein Präparat, das die herkömmliche Therapie mit Medikamenten ergänzt, ist der indische Flohsamen (Plantago ovata). Untersuchungen zeigen, dass der indische Flohsamen die beschwerdefreien Zeiträume verlängern kann. Es gibt aber bisher zu wenig Beweise für seine Wirksamkeit, um eine generelle Anwendung zu empfehlen. Bei leichten und moderaten Schüben kann – zusätzlich zur konservativen Therapie – Akupunktur eingesetzt werden. Auch eine Kombinationsbehandlung aus Myrrhe, Kamillenblütenextrakt und Kaffeekohle kann helfen, eine beschwerdefreie Periode zu verlängern. Anders als bei Morbus Crohn erhalten Patienten mit Colitis ulcerosa Medikamente auch in der beschwerdefreien Zeit.
Colitis ulcerosa – Medikamente: Kortison
Bei Colitis ulcerosa wirken Kortisonpräparate und 5-Aminosalizylsäure gegen eine Entzündung. Kortison sollte nur in akuten Colitis-ulcerosa-Phasen genommen werden, denn es kann Osteoporose
Cushing-Syndrom
Symptomenkomplex, der mit einem erhöhten Glukokortikoid- (siehe dort) Blutspiegel einhergeht. Dabei fallen die Patienten durch ein Vollmondgesicht, Stammfettsucht, Bluthochdruck, Osteoporose
Phytoöstrogene
Phytoöstrogene sind sekundäre Pflanzenstoffe, die ähnlich wie Östrogene wirken – allerdings um ein Vielfaches schwächer. Phytoöstrogenen werden verschiedene positive Effekte nachgesagt – so sollen sie etwa vor Osteoporose, Brustkrebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen und Wechseljahresbeschwerden lindern. Gesicherte Beweise hierfür fehlen jedoch noch.
Kalzium
Die größte Menge an Kalzium (99 Prozent) findet sich im Skelett, dort bildet es zusammen mit Magnesium und Phosphat das Knochengerüst. Eine besondere Rolle spielt es daher für das
Lexikon – E-338
Säuerungsmittel, Emulgator, Konservierungsstoff, Antioxidationsmittel aus natürlichen Mineralien gewonnen ACHTUNG: äußerste Vorsicht bei Osteoporose; entzieht in größeren Mengen dem Körper
Veränderungen des Bewegungsapparats im Alter
Muskeln, Knochen, Sehnen und andere Teile des Bewegungssystems verändern sich mit zunehmendem Alter. Das kann sich auf die Funktionalität und Beweglichkeit des Körpers auswirken und die Unabhängigkeit und Selbstständigkeit einschränken. Mit Bewegung und einer gesunden ausgewogenen Ernährung kann man dem vorbeugen. Muskelmasse und Knochendichte nehmen ab 70-jährige Menschen haben im Vergleich zu 20- bis 30-jährigen durchschnittlich etwa 30 Prozent weniger Muskelmasse. Der Muskelabbau ist individuell allerdings sehr unterschiedlich, denn im höheren Erwachsenenalter ist neben einer ungenügenden Eiweißversorgung insbesondere eine fehlende intensive Beanspruchung der Muskulatur für die Abnahme des Muskelgewebes verantwortlich. Dadurch verringern sich Kraft und Ausdauerleistung der Muskeln. Außerdem verlieren Sehnen, Bänder und Muskeln an Elastizität, Dehnbarkeit, Reißfestigkeit und Gleitfähigkeit. Die so wichtige sportliche Betätigung muss unbedingt an den persönlichen Gesundheitszustand angepasst sein, um eine Über- oder auch Unterforderung zu vermeiden.Welche Sportarten im Alter geeignet sind, lesen Sie hier. Der Mineralgehalt der Knochen nimmt etwa ab dem 40. Lebensjahr ab. Das ist ein normaler Vorgang. Wenn die Verringerung der Knochendichte allerdings besonders ausgeprägt ist und bestimmte Grenzen überschreitet, spricht man von einer Osteoporose. Bewegungsmangel, Eiweiß- und Mineralstoffwechselstörungen sowie insbesondere Vitamin-D-Mangel sind die Hauptursachen für Osteoporose bei älteren Menschen.   Hier finden Sie mehr Informationen zur richtigen Ernährung bei Osteoporose. Mit gesunder Ernährung und Bewegung vorbeugen Um diesen Veränderungen vorzubeugen oder sie aufzuhalten, ist neben einer ausgewogenen, qualitativ hochwertigen Ernährung regelmäßige, auf den Einzelnen abgestimmte Bewegung und körperliche Beanspruchung wichtig.   Wie Sie sich im Alter gesund und ausgewogen ernähren können, lesen Sie hier.
Phosphor: Mineralstoffe & Spurenelemente – Ernährung
Phosphor ist neben Kalzium wichtigster Bestandteil der Knochen. Es wird für die Muskeltätigkeit und alle energieverbrauchenden Stoffwechselvorgänge benötigt, ist an der Regulierung des Säuren-Basen-Haushaltes beteiligt und ist Bestandteil von Zellmembranen. Viele nehmen zu viel Phosphor auf Der Phosphatbedarf Erwachsener von 700 Mikrogramm (D-A-CH-Referenzwert) wird in der Regel durch die Nahrung abgedeckt – zum Beispiel durch Käse und Wurst, Fertiggerichte oder Erfrischungsgetränke. Ein Mangel an Phosphat ist selten, viele nehmen mit ihrer täglichen Ernährung eher zu viel Phosphor auf. Da dadurch vermehrt Kalzium aus dem Knochen gelöst wird, steigt das Risiko für Osteoporose.
Behandlung von Wechseljahrsbeschwerden
Die Hormonersatztherapie (HET) hat nach neueren Erkenntnissen weiterhin große Bedeutung bei der Therapie von Wechseljahresbeschwerden. Frauen mit milden Beschwerden wie Schweißausbrüchen oder Stimmungsschwankungen sollten jedoch zunächst mit anderen Therapien versuchen, die Symptome zu lindern. Die wichtigste nicht medikamentöse Behandlung: Sport, gesunde Ernährung, Rauchstopp Oftmals können schon Änderungen des Lebensstils die Beschwerden in den Wechseljahren lindern. Sport zum Beispiel ist ein sehr wirksames Mittel: Er kann das vegetative Nervensystem stabilisieren, was sich günstig auf Hitzewallungen und Schlaf auswirkt. Auch hebt Bewegung in vielen Fällen die Stimmung und beugt Krankheiten wie Arteriosklerose und Osteoporose vor. Wesentlich für die Prävention von Zivilisationskrankheiten, die mit den Wechseljahren immer wahrscheinlicher werden, ist zudem eine gesunde Ernährung und ein Rauchstopp. Pflanzenextrakte gegen Hitzewallung und depressive Verstimmungen Die Wirkung von Phytohormonen – beispielsweise Extrakte aus der Traubensilberkerze – sollen Hitzewallungen in den Wechseljahren dämpfen und das Osteoporose-Risiko senken. Diese Wirkungen konnten jedoch in Studien nicht nachgewiesen werden. Zudem können bei der Einnahme von Präparaten mit Traubensilberkerze als Nebenwirkungen schwere Leberschäden auftreten. Bei depressiven Verstimmungen ist manchmal eine Therapie mit einem Johanniskraut-Extrakt sinnvoll. Für Frauen, die zum Beispiel einer Osteoporose vorbeugen sollten, wird heute wieder die Hormonersatztherapie empfohlen. Nutzen und Risiko der Therapie sollten Sie gemeinsam mit Ihrem Gynäkologen abwägen.Auch homöopathische Mittel und Schüßler-Salze können bei Beschwerden in den Wechseljahren eingesetzt werden. Allerdings gibt es auch hier bisher keine Beweise für die Wirksamkeit dieser Präparate über den Placeboeffekt hinaus. In Gesprächsgruppen neue Perspektiven finden Besonders bei aufsteigender Hitze können auch Kneipp-Anwendungen in den Wechseljahren von großem Nutzen sein. Für Frauen, die während der Wechseljahre Orientierung und neue Perspektiven suchen, sind Gesprächs- oder Selbsthilfegruppen oftmals hilfreich. Bei Partnerproblemen hat sich die sexualmedizinische Behandlung bewährt. Wenden Sie sich an einen Arzt, wenn Sie mit den Veränderungen im Körper nicht zurechtkommen., nach langer blutungsfreier Zeit erneut Blutungen auftreten., die Monatsblutung ungewohnt schmerzhaft oder stark ausfällt., Sie unter 45 Jahre sind und erste Wechseljahresbeschwerden auftreten (vorzeitiges Eintreten der Wechseljahre bedarf der Abklärung durch einen Arzt).
Symptome bei Muskel- und Gelenkschmerz/Rheuma
Unter dem Begriff Rheuma sind viele verschiedene Krankheitsbilder zusammengefasst. Dementsprechend unterschiedlich können auch die Symptome der Muskel- und Gelenkschmerzen sein. Anzeichen, die bei rheumatischen Erkrankungen auftreten können, sind zum Beispiel: Geschwollene Gelenke (etwa bei rheumatoider Arthritis), Hautrötung (etwa bei rheumatoider Arthritis), Überwärmung der Gelenke (etwa bei Arthrose), Rückenschmerzen (etwa bei Osteoporose und Morbus Bechterew), Morgensteifigkeit (etwa bei rheumatoider Arthritis und Morbus Bechterew), Schmerzen unter Belastung (etwa bei Arthrose und chronischer Gicht), Schmerzen, die am gesamten Körper auftreten können (etwa beim Fibromyalgiesyndrom), Knirschen in den Gelenken (etwa bei Arthrose)