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Süchtig nach Schmerzmitteln
ASS, Paracetamol, Ibuprofen – etliche Wirkstoffe zur Behandlung von Schmerzen sind rezeptfrei erhältlich. Das erhöht bei diesen Schmerzmitteln die Gefahr, einen Medikamentenmissbrauch zu entwickeln. Schmerztabletten sind oft Kombinationspräparate Wirkstoffe wie ASS, Ibuprofen oder Paracetamol werden nicht nur in Schmerztabletten mit ihnen als alleinigem Wirkstoff angeboten, sondern oft auch in Kombination – beispielsweise mit Koffein. Dann hat man nach der Einnahme einer Schmerztablette auch noch einen aufputschenden Effekt, „der Kopf ist wieder frei“ und man fühlt sich insgesamt wohler. Dieser Effekt verleitet zum häufigen Gebrauch, beziehungsweise auch leicht zum Missbrauch. Eine körperliche Abhängigkeit, wie sie etwa bei Opiaten und Opioiden möglich ist, verursachen diese Schmerzmittel jedoch nicht. Beispiel Paracetamol: Überdosierungen können tödlich sein Wie aus Untersuchungen hervorgeht, ist Paracetamol in Großbritannien und auch in den USA die häufigste Ursache für akutes Leberversagen, wobei etwa die Hälfte der Vergiftungen unbeabsichtigt passiert. Was viele nicht wissen: Bereits die Einnahme von zirka 12 Tabletten Paracetamol 500 Milligramm auf einmal – also sechs Gramm des Wirkstoffes – kann tödlich sein. Für Kinder gelten entsprechend geringere Mengen. Um keinen falschen Eindruck entstehen zu lassen: Paracetamol ist in empfohlener Dosierung ein gutes, wirksames und nebenwirkungsarmes Schmerzmittel, daher ist es auch frei verkäuflich. Aber die Menge ist – wie so oft – entscheidend. Ständige Anwendung: die schleichende Gefahr Die tägliche Einnahme von Schmerzmitteln kann rasch zur Gewohnheit werden. Besonders Patienten mit Schmerzen des Bewegungsapparates kommen ohne ihre tägliche Ration an Schmerzmitteln oft gar nicht mehr in Gang. Schmerztherapeuten weisen immer wieder darauf hin, dass Deutschland im internationalen Vergleich ein Entwicklungsland in der Schmerzbehandlung ist. Wenn keine fundierte Schmerztherapie durchgeführt wird, versuchen viele Patienten, sich mit freiverkäuflichen oder sogar im Ausland beschafften Medikamenten selbst zu helfen. Viele Schmerzmittel schädigen den Körper auf vielfältige Weise bei ständigem Gebrauch, belasten die Organe, erhöhen das Risiko für innere Blutungen, verlängern die Blutungszeit, können Asthmaanfälle hervorrufen und Benommenheit, Schwindel und Verwirrtheit auslösen. Schmerzmittel können Schmerz verursachen Auch gegen Kopfschmerzen werden häufig Schmerzmittel eingenommen. Ab einer bestimmten Menge und Häufigkeit kehrt sich die Situation allerdings manchmal um: Dann sind die Schmerzmittel die Auslöser von Kopfschmerzen – man spricht von „medikamenteninduziertem Kopfschmerz“. Oftmals ist es sehr schwierig, aus der gewohnheitsmäßigen Einnahme von Kopfschmerztabletten und dem damit verbundenen Teufelskreis wieder auszubrechen. Wer dies allein nicht schafft, sollte sich dafür ärztliche Unterstützung suchen. Außerdem ist es häufig nötig, eine gründliche Diagnostik vorzunehmen, um herauszufinden, warum die Schmerzen überhaupt bestehen. Erst dann kann eine gezielte Schmerztherapie eingeleitet werden, falls diese notwendig ist. TIPP Wenn Sie häufiger mal zu Schmerzmitteln greifen müssen, verwenden Sie Medikamente mit nur einem Wirkstoff (Monopräparate). Wenn sie täglich Schmerzmittel benötigen, nehmen Sie solche nur in Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein. Dann können Präparate ausgewählt und auch verschrieben werden, die speziell für Sie und auch für den Dauergebrauch geeignet sind.
Entspannungsübungen nach Jacobson
Entspannungsübungen können für ein besseres Wohlbefinden sorgen. Eine Möglichkeit ist die Entspannung nach Jacobson, die sogenannte Progressive Muskelrelaxation. Progressive Muskelrelaxation hilft gegen Schmerzen Die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson kann Verspannungen abbauen, die durch zu starke Anspannung entstanden sind. Unbehandelt kann dies zu Schmerzen im Rücken und den Muskeln, Kopfschmerzen, Magen- und Darmproblemen sowie vielen anderen Beschwerden führen. Mit der Jacobson-Methode kann man solche Schmerzen besser bewältigen. Entspannungsübungen nach Jacobson bringen aber noch mehr: Die Atmung wird gleichmäßiger, die Durchblutung verbessert sich und es werden weniger Stresshormone produziert. Auch die Psyche profitiert: Das körperliche und seelische Wohlbefinden steigt. Die Belastung durch Ängste, Schmerzen und Sorgen sinkt.Hier erfahren Sie, wie die Progressive Muskelrelaxation funktioniert und finden Übungen, die Sie einfach und schnell nachmachen können.
Akne – Medikamente: Zink
Bei vielen Patienten mit Akne ist der Zinkbedarf erhöht, weil das essentielle Spurenelement Zink zum Beispiel in vielen Enzymsystemen benötigt wird – unter anderem bei Entzündungsreaktionen, im Hormonsystem und bei der Wachstumshemmung von Bakterien. Zink ist in diversen Lebensmitteln wie Leber, Weizenkeimlingen, Weizenkleie und Sonnenblumenkernen enthalten. Ein Mehrbedarf kann jedoch im Allgemeinen durch die Ernährung allein nicht gedeckt werden.Zusätzliche Zinkpräparate aus der Apotheke können die Therapie der Akne unterstützen. Auch einige Antibiotika gegen Akne enthalten Zinkverbindungen. Es gilt jedoch: Zinkpräparate sollten nicht auf eigene Faust eingenommen werden, weil es zu Überdosierungen mit Störungen im Magen-Darm-Trakt und Kopfschmerzen kommen kann.
Insektenstiche – Symptome und Folgeerkrankungen
Wenn Mücken, Bremsen oder Zecken zustechen und Blut saugen, spritzen sie ein Drüsensekret in die Haut. Darin befindet sich ein Stoff, der die Blutgerinnung verhindert. Für das „Opfer“ ist das ein Fremdstoff, der die Körperabwehr aktiviert. Die Folge: Hautrötungen und Quaddeln. Die meisten Insektenstiche sind nicht gefährlich. Allerdings können Insekten auch Viren, Bakterien und Parasiten übertragen und so schwerwiegende Krankheiten auslösen. Die Anopheles-Mücke überträgt zum Beispiel Malaria. In unseren Breiten beobachtet man häufig nach einem Zeckenstich Infektionskrankheiten wie Borreliose oder Frühsommer-Meningoenzephalitis. Für allergische Menschen kann ein Bienen- und Wespenstich schwerwiegende Folgen haben. Innerhalb weniger Minuten schwillt die Einstichstelle massiv an, Atemnot, Schwindel, Erbrechen, kalter Schweiß und Herzklopfen können folgen. Schlimmstenfalls tritt ein allergischer (anaphylaktischer) Schock auf. Hier besteht Lebensgefahr. Alarmieren Sie bei den beschriebenen allergischen Reaktionen sofort den Notarzt. Bei bekannter Insektenallergie verordnet der Arzt den Betroffenen ein Notfallset, das immer mitgeführt werden sollte. Es enthält schnell wirksame antiallergische Medikamente. Damit kann man die Zeit bis zur ärztlichen Versorgung überbrücken. Wichtig: Wenn der Einstich an einer ungünstigen Stelle erfolgt, kann es aufgrund der Schwellung gefährlich werden. Stiche im Rachenraum können beispielsweise die Atmung blockieren. Es besteht Erstickungsgefahr. Alarmieren Sie in diesem Fall sofort den Notruf 112. Eiswürfel lutschen und kalte Umschläge am Hals gegen die Schwellung überbrücken die Zeit bis zum Eintreffen des Arztes. Zecken übertragen Krankheiten Zecken können in unseren Breiten zwei gefährliche Krankheiten übertragen: die bakteriell verursachte Lyme-Borreliose und die durch Viren ausgelöste Frühsommer-Meningoenzephalitis, kurz FSME genannt. Symptome der Borreliose Borreliose ist eine Erkrankung mit ungewöhnlich vielfältigen Erscheinungen. Es können zahlreiche Organe und Körperfunktionen beeinträchtigt werden. Je früher die Erkrankung erkannt wird, desto besser kann sie behandelt werden. Ein deutlicher Hinweis auf eine Infektion ist eine ringförmige, zunächst etwa handtellergroße Hautrötung (chronische Wanderröte). Sie tritt bei vielen Infizierten – aber nicht bei allen – im Anfangsstadium einige Tage bis Wochen nach dem Zeckenstich auf. Die Hautrötung kann rund um die Einstichstelle, aber auch an anderen Körperstellen entstehen. Suchen Sie sofort einen Arzt auf, wenn Sie eine solche Hauterscheinung nach einem Zeckenstich entdecken. Neben der typischen Wanderröte werden im Frühstadium der Erkrankung auch Abgeschlagenheit, Fieber und Kopfschmerzen beobachtet. Im weiteren Verlauf können beispielsweise Gelenke, das Nervensystem, aber auch Auge oder Herz in ihrer Funktion beeinträchtigt werden (Stadium 2). Relativ häufig wird eine Gesichtslähmung (Facialisparese) diagnostiziert. Auch eine Hirnhautentzündung ist möglich. Monate bis Jahre nach dem Zeckenstich (Stadium 3) kann es zu Blauverfärbungen und einer Verdünnung der Haut an den Händen und Füßen kommen. Viele Betroffene klagen dann auch über chronische Gelenkentzündungen. Symptome der Frühsommer-Meningoenzephalitis Bei der Frühsommer-Meningoenzephalitis beobachtet man zunächst grippeartige Symptome wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. Im günstigsten Fall ist die Krankheit damit überstanden. Bei einigen Infizierten befällt das Virus jedoch das zentrale Nervensystem. Dann kann es zu einer Hirnhautentzündung (Meningitis) mit hohem Fieber, Kopfschmerzen und Nackensteifigkeit kommen. Suchen Sie bei diesen Symptomen sofort einen Arzt auf. Bei schweren Verlaufsformen der FSME entsteht eine Gehirnentzündung (Meningoenzephalitis). Hier sind nicht nur die Hirnhäute, sondern das ganze Gehirn von der Erkrankung betroffen. Neben Fieber, Kopfschmerzen und Nackensteifigkeit leiden manche Betroffene zusätzlich unter Bewusstseins-, Sprach- und Schluckstörungen, psychischen Veränderungen oder gar Lähmungserscheinungen. Es können Restschäden zurückbleiben. Ein bis zwei Prozent der Patienten sterben, wenn das zentrale Nervensystem vom Virus befallen wurde.
Erhöhtes Sturzrisiko durch Medikamente im Alter
Viele Medikamente können die Wahrnehmung, die Orientierung und den Kreislauf beeinträchtigen. Deshalb ist es wichtig, dass der Arzt nach einem Sturz erfährt, welche Medikamente der Patient einnimmt (Medikamentenanamnese). Im Folgenden werden beispielhaft einige Medikamentengruppen genannt, die das Sturzrisiko erhöhen können. Sturzrisiko bei Schlaf- und Beruhigungsmittel Schlaf- und Beruhigungsmittel können bei älteren Menschen stärker oder auch länger wirken als bei jüngeren. Somit kann die Wahrnehmung bei älteren Frauen und Männern, die Schlaf- oder Beruhigungsmittel einnehmen,eingeschränkt sein. Die Gefahr zu stürzen nimmt beispielsweise deutlich zu, wenn der Betroffene nachts aufwacht und aufstehen will. Dann kommen zusätzlich zur Dunkelheit noch Schläfrigkeit und Orientierungsprobleme aufgrund des Medikaments hinzu. Sturzgefahr bei der Einnahme von Schmerzmedikamentemitteln Schmerzmittel haben neben einer schmerzlindernden Wirkung oftmals auch einen entspannenden und müde machenden Effekt. Dies wirkt sich auf die allgemeine Aufmerksamkeit aus und kann zu Stürzen führen. Diese entspannende Wirkung kann auch den Blutdruck senken. Ein zu niedriger Blutdruck erhöht wiederum die Wahrscheinlichkeit zu stürzen, da er oft zu Schwindel, Kopfschmerzen und Gleichgewichtsstörungen führt. Besondere Vorsicht ist bei stark wirksamen Medikamenten aus der Gruppe der Opiate geboten. Medikamente zur Senkung des Blutzuckerspiegels Wenn bei einem Diabetiker keine regelmäßige Blutzuckerkontrolle stattfindet oder die betroffene Person und deren Betreuer nicht ausreichend über Warnzeichen einer Unter- oder Überzuckerung aufgeklärt sind, kann die fehlerhafte Einnahme von Medikamenten zur Senkung des Blutzuckerspiegels zu Stoffwechselentgleisungen führen. Ein zu niedriger Blutzucker kann beispielsweise Herzrasen, Schwitzen und Zittern hervorrufen. Ein zu hoher Blutzuckerspielgel kann Schläfrigkeit, Schwindel, Kopfschmerz sowie Sehstörungen verursachen. Sowohl die Symptome eines zu hohen als auch eines zu niedrigen Blutzuckerspiegels erhöhen das Sturzrisiko. Herzmedikamente Einige Herzmedikamente, beispielsweise Medikamente, die den Blutdruck senken, können bei zu hoher Dosierung ebenfalls das Sturzrisiko erhöhen. Ein zu niedriger Blutdruck kann Schwindel und Gangunsicherheiten zur Folge haben.
Gehirnerschütterung
Zu einer Gehirnerschütterung kann es zum Beispiel durch einen starken Schlag auf den Kopf – etwa bei Sport- und Verkehrsunfällen – kommen. Medizinisch korrekt wird eine Gehirnerschütterung als leichtes Schädel-Hirn-Trauma (STH) oder Commotio cerebri bezeichnet. Anders als bei einer Gehirnprellung, -quetschung oder -blutung wird die Gehirnstruktur bei einer Gehirnerschütterung nicht geschädigt. Vorübergehend sind jedoch die Gehirnfunktionen gestört. Die Anzeichen einer Gehirnerschütterung Nach der Gewalteinwirkung am Kopf treten Bewusstseinsstörungen oder sogar eine kurze Bewusstlosigkeit auf. Typisch für Gehirnerschütterung ist außerdem eine kurze Erinnerungslücke. Viele Betroffene können sich beispielsweise nicht an den Schlag oder Unfall erinnern, der die Gehirnerschütterung auslöste. Zusätzlich können sich Schwindel, Übelkeit und Erbrechen, Kopfschmerzen und Kreislaufbeschwerden zeigen. Auch Licht- und Geräuschüberempfindlichkeiten werden beobachtet. Alle diese Anzeichen können einzeln oder in unterschiedlicher Kombination auftreten. Je nach Art des Unfalls kommt auch eine Platzwunde hinzu. Erkennen Sie Anzeichen einer Gehirnerschütterung (oder einer anderen Kopfverletzung), sollten Sie auf jeden Fall einen Krankenwagen rufen. Die Diagnose von Gehirnerschütterungen Der Arzt wird durch Befragung des Patienten die Diagnose stellen. Dazu stehen ihm verschiedene Checklisten zur Verfügung, etwa der Glasgow Coma Scale. Hier werden Augenöffnen, Sprache und motorische Funktionen untersucht. Um eventuelle Brüche ausschließen zu können, wird der Arzt bei einer Gehirnerschütterung eine Computertomografie oder Magnetresonanztomografie durchführen und eine Aufnahme der Halswirbelsäule anfertigen. Entsprechend der Untersuchungsergebnisse lässt sich die Verletzung in verschiedene Grade einteilen. Die Behandlung einer Gehirnerschütterung In den ersten 24 Stunden nach dem Unfall ist rund um die Uhr eine Überwachung in der Klinik notwendig. Für den Patienten gilt strikte Bettruhe. Auf diese Weise kann sich der Kopf von der Gewalteinwirkung sozusagen wieder erholen. Außerdem erhält der Patient – wenn nötig – Medikamente gegen Übelkeit und Kopfschmerzen. Erst wenn dauerhaft keine Beschwerden mehr auftreten, wird er wieder aus dem Krankenhaus entlassen. Auch zu Hause sollte sich der Patient jedoch noch einige Tage schonen.
ADHS – Medikamente
Nur wenn die Symptome der Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) sehr ausgeprägt sind und mit Psychoedukation und Psychotherapie nicht ausreichend gelindert werden konnten, sollten Medikamente gegen die Störung eingesetzt werden. Stimulantien sind dann die Mittel der ersten Wahl. Als Mittel der zweiten Wahl gilt Atomoxetin. Weitere Wirkstoffe sollten zur Therapie der Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung nur dann verwendet werden, wenn die zuvor genannten nicht ausreichend wirken oder erhebliche Nebenwirkungen verursachen. Mit Stimulantien gegen die ADHS In Studien konnte nachgewiesen werden, dass Stimulantien die Kernsymptome der ADHS effektiv lindern können. Meist werden Medikamente mit dem Wirkstoff Methylphenidat (dazu gehören zum Beispiel Ritalin®, Equasym® und Medikinet®) eingesetzt. Zeigen diese Medikamente keine ausreichende Wirkung, können Amphetamine zur Therapie verwendet werden. Pemolin, ein weiteres Stimulans, birgt ein erhöhtes Risiko für Leberschädigungen und kommt deshalb nur unter besonderen Bedingungen zum Einsatz. Methylphenidat wirkt etwa eine halbe Stunde nach der Einnahme. Die Wirkung hält für ungefähr vier Stunden an. Der Wirkstoff ist auch in Retardform erhältlich. Hier wird er zunächst schnell und dann verzögert freigesetzt. Schon eine Tablette kann so eine Wirkdauer von sechs bis zwölf Stunden haben. Retard-Präparate sind jedoch erheblich teurer. Zudem muss immer individuell bestimmt werden, welche Form der Medikamente für das Kind am besten geeignet ist. Auch die Höhe der optimalen Dosis variiert stark von Betroffenem zu Betroffenem. In der Regel verursachen Medikamente mit Mehtylphenidat kaum Nebenwirkungen, vor allem wenn sie sorgfältig dosiert werden. Denn die unerwünschten Wirkungen sind dosisabhängig. Es kann jedoch – vor allem am Anfang der Medikation – zu Appetitlosigkeit, Schlafstörungen, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen oder Blutdrucksteigerungen kommen. In seltenen Fällen wurde auch beobachtet, dass das Wachstum des Kindes unter Methylphenidat beeinträchtigt war. Diese Nebenwirkung des Medikaments ist jedoch vorübergehend. Die Arzneimittel verursachen außerdem keine Abhängigkeit. Auch ein Gewöhnungseffekt, der dazu führen würde, dass die Dosis immer weiter erhöht werden müsste, tritt nicht auf. Mit Nicht-Stimulantien gegen die ADHS Atomoxetin ist ein Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer, der für die Behandlung der ADHS zugelassen ist. Das Medikament hat eine Wirkdauer von 24 Stunden, in denen es die Kernsymptome der ADHS deutlich senken kann. Ähnlich wie bei den Stimulantien treten auch unter diesem Medikament nur wenige Nebenwirkungen auf und wenn, dann meist nur zu Beginn der Therapie. Appetitmangel, Kopfschmerzen, Bauchschmerzen und Müdigkeit können vorkommen. Auch trizyklische Antidepressiva haben sich bei der ADHS als wirksam erwiesen. Sie sollten allerdings nur dann angewandt werden, wenn Stimulantien und Atomoxitin nicht ausreichend wirken.
Heilpflanzen vergangener Jahre
Seit dem Jahr 2003 ruft der NHV Theophrastus (Verein zur Förderung der naturgemäßen Heilweise nach Theophrastus Bombastus von Hohenheim, genannt Paracelsus e.V.) die Heilpflanze des Jahres aus. Im Folgenden finden Sie die aktuelle Heilpflanze des Jahres und einen Überblick über die gekürten Pflanzen der vergangenen Jahre. Heilpflanze des Jahres 2018: Ingwer Neben seiner Beliebtheit als Gewürz, kommt Ingwer auch zur Behandlung von Blähungen, Verdauungsbeschwerden und Völlegefühl zur Anwendung. Zur Vorbeugung von Reisekrankheit wird Ingwer als Pulver mit Wasser eingenommen.>> Hier erfahren Sie mehr über Ingwer. Heilpflanze des Jahres 2017: Das Gänseblümchen Das einheimische Gänseblümchen kennen wir alle, doch bisher ist nur wenig über seine heilsame Wirkung bekannt. In den Tee gestreut soll Bellis perennis – so der lateinische Name der Wiesenblume – schleimlösende, blutreinigende, krampflösende, schmerzstillende und stoffwechselanregende Eigenschaften haben. Angewendet kann das Gänseblümchen unter anderem bei Verdauungsbeschwerden, Erkältung und Husten, sowie bei Entzündungen und Wunden aller Art Linderung schaffen. Heilpflanze des Jahres 2016: Kubebenpfeffer Der Kubebenpfeffer (Piper cubeba) ist in Indonesien beheimatet. Hierzulande ist er vielen nur als seltenes Gewürz bekannt – Kubebenpfeffer ist zum Beispiel Bestandteil der marrokanischen Gewürzmischung Ras el-Hanout. Jedoch kann die Heilpflanze auch als Hausmittel bei Kopfschmerzen und Harnwegserkrankungen eingesetzt werden. Kubebenpfeffer soll antiallergisch und entzündungshemmend wirken.
Und jetzt eine Tasse Tee
Wenn draußen ein Sturm tobt und es in Strömen regnet oder schneit, gibt es für viele nichts Schöneres als eine heiße Tasse Tee. Tee tut Leib und Seele gut. Er wärmt von innen und sorgt für Wohlbefinden und Entspannung. Viele verbinden mit Tee ein Gefühl der Gemütlichkeit. Aber Tee hat nicht nur einen hohen „Wellnessfaktor“, er hilft – je nach Inhaltsstoffen – auch gegen bestimmte Beschwerden. Im Folgenden erfahren Sie, welchen Tee Sie bei welchen Beschwerden trinken können. Kamillentee Die Kamille ist eine der populärsten Heilpflanzen. Besonders häufig kommt Kamille bei Magen-Darm-Beschwerden zum Einsatz: Sie löst zum Beispiel Krämpfe und lindert Blähungen und Durchfall. Auch bei Erkrankungen der Atemwege und Harnwegsinfekten wird die Heilpflanze angewandt. Pfefferminztee Der wichtigste Wirkstoff der Pfefferminze ist das sogenannte Menthol. Es wirkt zum Beispiel krampflösend und hilft bei Blähungen und Entzündungen im Magen-Darm-Bereich. Des Weiteren wird Pfefferminze bei Gallenbeschwerden eingesetzt. Fencheltee Fenchel wirkt verdauungsfördernd und appetitanregend, hilft bei Krämpfen und Blähungen. Außerdem kann er bei Erkältungsbeschwerden wie Schnupfen und Husten Linderung verschaffen. Kümmeltee Der Hauptwirkstoff von Kümmel ist Carvon, das dem Gewürz seinen charakteristischen Geruch verleiht. Es entkrampft den Magen-Darm-Trakt, fördert die Verdauung und regt den Appetit an. Zudem wirkt Carvon antibakteriell. Ingwertee Ingwer ist ein echtes Allroundtalent: Besonders gut wirkt er gegen Übelkeit und Brechreiz, denn sein Wirkstoff Gingerol absorbiert Säuren im Magen. Aber auch bei Erkältungsbeschwerden, Kopfschmerzen und rheumatischen Gelenkbeschwerden kommt die scharfe Knolle zum Einsatz.
Vergiftungen – Symptome, Therapie, Rat und Tipps
Bei einer Vergiftung gelangen Substanzen in den Körper, die ihn schädigen. Je nach Substanz kann das auch tödlich sein. Was bei einer Vergiftung wichtig ist. Vergiftungen machen rund 20 Prozent aller Notarzteinsätze aus. Die Betroffenen sind in der Mehrzahl Kinder im Alter von zehn Monaten bis vier Jahren. Ihr „Forscherdrang“ macht sie besonders anfällig. Sieht etwas bunt aus, riecht appetitlich oder einfach interessant, stecken sie es rasch in den Mund. Nach Angaben der Vergiftungsnotrufzentralen werden pro Jahr in Deutschland rund 120.000 Vergiftungen bei Kindern verzeichnet. Die häufigsten Ursachen von Vergiftungen sind bei dieser Altersgruppe Haushaltsreiniger, Medikamente und Kosmetika. Verschiedene Auswirkungen Die Wirkungen der verschiedenen giftigen Stoffe können dabei sehr unterschiedlich sein. Häufige Symptome sind Übelkeit, Magenkrämpfe, Erbrechen, Schwindel, Kopfschmerzen, Herzrasen, Atemnot, Fieber und Bewusstlosigkeit. Um Ihr Kind vor einer Vergiftung zu schützen, sollten Sie unbedingt alle gefährlichen Substanzen für das Kind unerreichbar aufbewahren, das heißt in entsprechender Höhe oder unter Verschluss. Verdeckter Suizidversuch Vergiftungen bei Erwachsenen werden hauptsächlich durch Medikamente, Alkohol oder andere Drogen ausgelöst. Dabei handelt es sich häufig um Suizidversuche. Ob also absichtlich eingenommen wie in diesen Fällen, oder unabsichtlich wie bei Kindern, immer ist bei einer Vergiftung rasche Hilfe wichtig. Ansprechpartner sind die Giftnotrufzentralen oder der Notarzt. Die medizinische Bezeichnung für Vergiftung lautet „Intoxikation“, das Gift „Toxin“.