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Ernährung – Abnehmen
Bauch, Oberschenkel, Po – das sind die Stellen, an denen sich überschüssige Pfunde am häufigsten niederschlagen. „Ich nehme schon zu, wenn ich das Essen nur anschaue!“, sagen viele Übergewichtige von sich. Meist ist für das Übergewicht jedoch der Lebensstil verantwortlich. Nur in seltenen Fällen sind Krankheiten die Ursache für Übergewicht. Meistens essen Menschen mit Übergewicht nicht ausgewogen. Das heißt, sie essen zu viel oder das Falsche. Außerdem bewegen sie sich häufig zu wenig. Erfolgreiches Abnehmen ist also immer mit einer Änderung lieb gewonnener Gewohnheiten verbunden. Viele – davon größtenteils Frauen – befinden sich im Dauerzustand Abnehmen, weil sie sich ständig zu dick fühlen. Doch nicht jeder, der meint, er wäre zu dick, ist es auch. Oft macht etwas Gelassenheit diesbezüglich viel glücklicher. Übergewicht beginnt aus medizinischer Sicht ab einem Überschreiten des Normalgewichts um zehn Prozent. Wie entsteht Übergewicht? Man kann es auf eine einfache Formel bringen: Übergewicht entsteht, wenn zu viele Kalorien durch die Nahrung aufgenommen werden und/oder der Kalorienverbrauch beispielsweise durch sportliche Aktivitäten zu gering ist. In seltenen Fällen können Krankheiten oder die Einnahme von bestimmten Medikamenten zu einer Gewichtszunahme führen. Das normale oder richtige Gewicht ist je nach Größe, Geschlecht und Alter unterschiedlich. Oft wird der sogenannte Body-Mass-Index (BMI) herangezogen, um zu beurteilen, ob jemand unter- oder übergewichtig ist. Allerdings stellt er nur einen groben Richtwert da, weil er nicht auf die Statur und die individuelle Körpermassenzusammensetzung eingeht. Übergewicht und seine Folgen Übergewicht erhöht das Risiko, an Diabetes mellitus, Bluthochdruck, Arteriosklerose, gefäßbedingten Herzkrankheiten wie Herzinfarkt und Schlaganfall oder Fettstoffwechselstörungen (hohe Blutfettwerte) zu erkranken. Durch das Übergewicht haben die Gelenke mehr zu tragen. Daher kommt es früher zu Verschleißerscheinungen. Umgekehrt können sich die Krankheitssymptome während des Abnehmens abschwächen. Abnehmen lohnt sich also! Unabhängig vom gesundheitlichen Aspekt steigen Fitness, Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden in einem schlanken Körper. Ist Übergewicht normal? Nein. Dennoch ist es trotz seiner massiven gesundheitlichen Risiken in der Bevölkerung sehr verbreitet. Heute schätzt man, dass schon 40 Prozent der Bevölkerung übergewichtig und 22 Prozent sogar adipös, also stark übergewichtig sind. Alarmierend ist auch die Zahl der adipösen Kinder und Jugendlichen. Mit dem Auto zum Bäcker? Viele Gewohnheiten im Alltag können das Abnehmen schwer machen: Der gemütliche Abend auf der Couch mit Wein und Knabbereien, die Fahrt zum Bäcker mit dem Auto oder das schnelle Abendessen von der Fast-Food-Bude sind eben bequem. Und dann hilft die Wochenend-Blitzdiät aus der Frauenzeitschrift auch nicht dauerhaft weiter. Lesen Sie hier, was Sie grundsätzlich über die bekanntesten Diäten, den Jojo-Effekt und Ihren persönlichen Kalorienbedarf wissen sollten – und wie Sie gesund abnehmen können.
Abnehmen – Themen, Tipps, Ratschläge
Abnehmen wollen viele: Übergewicht gilt nicht nur als unansehnlich, es kann auch zu Krankheiten wie Bluthochdruck oder Diabetes führen. Doch gesundes Abnehmen ist nur mit der richtigen Ernährung und viel Bewegung möglich.
Stillen – die gesündeste Form der Ernährung
Eine gesunde Ernährung schafft die besten Voraussetzungen für ein langes und gesundes Leben. Daher sollten Mütter bereits bei den Kleinsten auf die richtige Nahrung achten. Frauen, die ihr Baby stillen, können mit ihrer eigenen Ernährung ihren Beitrag leisten. Für das Kind ist Stillen nicht nur die gesündeste Form der Ernährung, es bewirkt noch einiges mehr: Durch das Stillen wird die Beziehung zwischen Mutter und Baby gefestigt und das Kind über die Muttermilch mit wichtigen Antikörpern gegen Infektionskrankheiten versorgt. Durch das Stillen soll sichergestellt werden, dass Kinder eine optimale Nährstoffzusammensetzung erhalten und außerdem nicht zu früh mit sogenannten Fremdeiweißen in Kontakt kommen. Diese Eiweiße sind zum Beispiel in Kuhmilch enthalten und können bei einigen Kindern Auslöser für Allergien sein. Einer großen Studie zufolge haben gestillte Kinder beispielsweise ein geringeres Risiko, ein allergisches Asthma zu entwickeln. Dieser Effekt ist in den ersten beiden Lebensjahren am deutlichsten, lässt sich aber bis ins Schulalter nachverfolgen. In den ersten sechs Monaten sollten Mütter normalgewichtige Babys ausschließlich stillen – so empfiehlt es die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Eine neuere Untersuchung deutet wiederum darauf hin, dass Kinder, die schon ab dem vierten Lebensmonat Kontakt zu bestimmten Allergenen – zum Beispiel Erdnuss und Ei – gehabt haben, später seltener Allergien gegen diese Lebensmittel entwickeln. Diese Ergebnisse lassen sich aber nicht auf andere Allergene übertragen. Derzeit gibt es noch keine gesicherten Erkenntnisse, welcher Zeitpunkt für die Einführung welcher Lebensmittel in den Speiseplan optimal ist. In der deutschen Leitlinie „Allergieprävention“ wird zumindest festgehalten, dass es keine gesicherten Belege für den Nutzen einer Einführung von Beikost vor dem vierten Lebensmonat gibt. Empfohlen wird, das Stillen mindestens bis zum sechsten Monat beizubehalten – es kann auf Wunsch von Mutter und Kind aber auch länger durchgeführt werden. Speikinder sind Gedeihkinder? Das alte Sprichwort „Speikinder sind Gedeihkinder“ greift die Beobachtung auf, dass viele Babys gleich nach dem Stillen oder dem Trinken aus dem Fläschchen spucken. Das ist jedoch nicht unbedingt ein Grund zur Besorgnis, denn in den meisten Fällen erbrechen die Kinder keine großen Mengen und leiden nicht unter dem Spucken. Eltern sollten aber aufmerksam werden, wenn ihr Baby regelmäßig größere Mengen erbricht und nicht richtig zunimmt. In diesem Fall kann es sich um eine Störung des Verdauungstrakts oder eine Nahrungsmittelallergie handeln.Wenn Eltern ihrem Kind Muttermilchersatz geben und es danach oft spuckt, kann ein frühzeitiger Umstieg auf sogenannte hypoallergene Präparate (HA-Säuglingsnahrung) empfehlenswert sein. In dieser Ersatzmilch ist das Milcheiweiß so aufbereitet, dass es auch allergieempfindliche Kinder vertragen. HA-Milch schmeckt jedoch relativ bitter. Die Babys müssen sich erst an diesen Geschmack gewöhnen. Ab dem fünften bis siebten Lebensmonat: Stillen und Beikost Wenn das Baby fünf bis sieben Monate alt ist, sollte die Mutter schrittweise mit dem Zufüttern von Beikost anfangen. Zunächst genügen täglich zwei bis drei kleine Mahlzeiten. Hierfür eignen sich sowohl spezielle Babybreie, aber auch gekochtes Gemüse oder Obststücke. Jedoch bedeutet die Ergänzung mit Beikost nicht automatisch, dass die Mutter gleichzeitig abstillen sollte – dieser Zeitpunkt lässt sich nicht nach dem Kalender wählen. Vielmehr ist das Abstillen ein Prozess, dessen Verlauf sich bei jedem Mutter-Kind-Paar individuell gestaltet. Durch Stillen späteres Übergewicht vermeiden Die Ernährung in den ersten 1.000 Tagen hat lebenslange Effekte. Säuglingsnahrungen versuchen zwar die Muttermilch nachzuahmen, schaffen dies aber nicht. Ein zunehmend wichtiger Aspekt beim Stillen sind Übergewicht und Fettleibigkeit (Adipositas): Kinder, die gestillt wurden, haben im Erwachsenenalter weniger Gewichtsprobleme als Kinder, die mit der Flasche ernährt wurden.Stillen hat noch weitere gesundheitliche Vorteile: Laut Prof. Dr. Berthold Koletzko, Leiter der Abteilung für Stoffwechsel und Ernährung am Dr. von Haunerschen Kinderspital der Ludwig-Maximilians-Universität München, haben Kinder, die gestillt wurden, später ein geringeres Risiko für Ekzeme der Haut, chronische Darmerkrankungen, Mittelohrentzündung, plötzlichen Kindstod, akute lymphatische Leukämie, Adipositas und Diabetes mellitus Typ 2. Außerdem wurde in Studien ein kleiner Vorteil bei der Intelligenzentwicklung nachgewiesen.
Abnehmen – Jojo-Effekt
Wer träumt nicht vom schnellen Abnehmen? Doch gesund Abnehmen ist nur langfristig möglich: Bei radikalen Diäten verliert der Körper viel Wasser, die überschüssigen Fettdepots greift er jedoch
Rückenschmerzen – Praktische Tipps
Oft sind es kleine Dinge – wie falsches Schuhwerk oder ein paar Kilos zu viel – die zu Rückenschmerzen führen. Hier sind einige Tipps wie Sie diese Risiken im Alltag minimieren. Übergewicht fördert Rückenschmerzen Wer sich nicht genügend bewegt und falsch ernährt, setzt häufig Fett an – vor allem am Bauch. So entsteht Übergewicht. Das versuchen wir auszugleichen, indem wir das Gewicht „nach hinten“ verlagern – wir bilden ein Hohlkreuz. Auf diese Weise aber belasten wir die Wirbelsäule sehr einseitig. Die erste – oft schwierigste Aufgabe – ist, das Übergewicht abzubauen. Halten Sie nach Beratung eine entsprechende Diät ein und kräftigen Sie vor allem Ihre Bauchmuskulatur. Ausreichend Muskulatur kann ein Hohlkreuz verhindern und damit die Fehlbelastung der Wirbelsäule ausgleichen. Tipps für den Alltag Achten Sie immer darauf, eine einseitige Körperhaltung zu vermeiden. Verändern Sie die Stellung Ihres Körpers so oft wie möglich. Wechseln Sie zwischen Sitzen und Stehen und gehen Sie zwischendurch ein paar Schritte. Nehmen Sie nach Möglichkeit immer die Treppe, nie den Fahrstuhl oder die Rolltreppe. Lassen Sie das Auto so oft wie möglich stehen, gehen Sie zu Fuß oder nehmen Sie das Fahrrad. Auch hohe Absätze können Rückenschmerzen hervorrufen. Seien Sie gut zu Ihren Füßen! Den Großteil des Tages belasten wir unsere Füße. Eine gute Fußarbeit führt zu einer guten Haltung. Wenn Sie Ihre Fußmuskulatur einsetzen, bekommt Ihre Rumpfmuskulatur fördernde Impulse. Daher ist gutes Schuhwerk sehr wichtig. Unsere Fußböden und Straßen sind hart und unelastisch, deshalb sollten unsere Schuhsohlen weich und biegsam sein, damit Sie den Fuß gut vom Boden abdrücken können. Schuhe mit federnden Absätzen sind zu empfehlen. Der Fuß kann nur mit passendem Schuhwerk richtig abrollen. Zu große Schuhe begünstigen eine schlechte Haltung. Barfuß gehen ist nur dann nützlich, wenn Sie sich auf einem weichen Boden bewegen können, zum Beispiel auf einer Wiese, auf Sand oder auf einem Teppich. Achten Sie darauf, dass Ihre Schuhe fest am Fuß sitzen. Wenn der Schuh zu groß ist, wird der Fuß gezwungen, den Schuh festzuhalten – er kann so nicht mehr richtig abrollen. Der Schuh darf jedoch auch nicht zu eng sein. Die Strümpfe müssen elastisch sein, sodass die Zehen genug Bewegungsspielraum haben. Die Höhe Ihrer Absätze ist ebenfalls wichtig. Zu hohe Absätze lassen es nicht mehr zu, dass der Fuß abrollt. Die Folge: Gehen wird zu Trippeln. Durch die falsche Belastung der Beine kommt es zu einer Fehlstellung des Beckens und damit auch zu einer Fehlbelastung der Wirbelsäule. Die mögliche Konsequenz: Rückenschmerzen. Tragen Sie daher hohe Absätze nur für kurze Zeit. Sollten Ihre Rumpfhälften unterschiedlich sein, so gleichen Sie das beim Sitzen mit einem kleinen Kissen aus, das Sie unter die eine Gesäßhälfte schieben. Ein zu kurzes Bein können Sie ausgleichen, indem Sie den Absatz des einen Schuhs erhöhen lassen. Kleiden Sie sich bequem Wenn Sie zu enge Hosen oder Röcke tragen, kann der Stoff die Bewegungsmöglichkeiten Ihres Hüftgelenks stark beeinträchtigen. Das stört den Bewegungsablauf beim Gehen und Sitzen.
Schlafstörungen – Mögliche Ursachen
Schlafstörungen kennt fast jeder. Die Ursachen für Schlafstörungen sind häufig emotionale Belastungen – Schlaflosigkeit kann aber viele auch andere Gründe haben. Kummer und Sorgen: die häufigsten Ursachen Stress in der Arbeit, Streit mit dem Partner, finanzielle Probleme – einige Menschen schlafen trotz alledem friedlich, andere liegen wochenlang nachts wach. Der Grund: Emotionale Belastungen sind häufig die Ursache von schlechtem Schlaf. Weitere Ursachen von Schlafstörungen sind: die hormonelle Umstellung während der Wechseljahre, eine ungesunde Lebensführung: Ein spätes und/oder üppiges Abendbrot beispielsweise kann durch die Verdauungsarbeit zu Schlafstörungen führen., hoher Alkoholkonsum. Er macht zunächst zwar müde, der Schlaf wird jedoch unterbrochen, sobald die Wirkung nachlässt., Koffein: Es behindert das Einschlafen., Reizüberflutung durch helles Licht, Straßenlärm oder langes Fernsehen, Hitze, Schmerzen, Krankheiten wie Depression, Demenz, Parkinson, Refluxkrankheit (Sodbrennen), Polyneuropathie, Nieren- und Leberfunktionsstörungen, Angina pectoris und COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung), Krankheiten, die die Atmung beeinträchtigen – beispielsweise grippale Infekte , Nebenwirkungen bestimmter Medikamente, beispielsweise bei manchen Mitteln gegen Depressionen, blutdrucksenkenden Mitteln, Mitteln bei Morbus Parkinson, Asthmamitteln oder Medikamenten zur Entwässerung, Störungen des Biorhythmus – zum Beispiel durch Schichtdienst, Übergewicht Auch der regelmäßige Verstoß gegen die Regeln der Schlafhygiene kann die Ursache für Schlafstörungen sein. Wer zum Beispiel abends Kaffee trinkt und raucht oder sich tagsüber nicht ausreichend bewegt, kann leicht Schlafstörungen entwickeln. Übergewicht und Alkohol: Ursachen für Schlafapnoe Bei der Schlafapnoe spielen Sorgen und Stress als Ursache keine Rolle. Von den nächtlichen  Atemaussetzern sind vor allem Männer über 40 Jahre betroffen, aber auch Frauen im Klimakterium - also in den Wechseljahren. Weitere Ursachen und Risikofaktoren für diese Form der Schlafstörung sind: Übergewicht, Fehlbildungen im Kiefer-Rachen-Raum, großer Halsumfang, Alkoholkonsum Gene als Ursachen für Schlafstörungen? Nach dem heutigen Stand der Forschung liegt es dem Menschen zwar nicht in den Genen“, ein schlechter oder sensibler Schläfer zu sein, es wird jedoch eine genetische Veranlagung als Ursache für Schlafstörungen vermutet – zumindest bei Menschen, die bereits in frühen Jahren Symptome der Insomnie wahrnehmen. Viele erwachsene Menschen mit Schlafstörungen berichten, dass sie bereits in der Schulzeit einen leichten Schlaf hatten.
Arteriosklerose – Ursachen & Risikofaktoren
Die Ursachen und Risikofaktoren, die zu Arteriosklerose führen, sind vielfältig. Einer der wichtigsten Risikofaktoren ist das sogenannte LDL (Low Density Lipoprotein). Befindet sich zu viel von dieser Fett-Eiweiß-Verbindung im Blut, kann es zu Ablagerungen in den Gefäßwänden kommen. Die Folge: Arteriosklerose. Neben den LDL-Lipoproteinen spielt das Rauchen eine zentrale Rolle. Zigarettenkonsum schädigt die Adern in mehrerlei Hinsicht: Nikotin erhöht den Blutdruck und führt langfristig über Veränderungen im Blutgerinnungssystem dazu, dass das Blut dickflüssiger wird. Risikofaktor Rauchen Rauchen fördert außerdem Fettstoffwechselstörungen, die ebenfalls das Arterioskleroserisiko erhöhen. Mit dem Rauchen aufzuhören lohnt sich also: Schon ein Jahr nach der letzten Zigarette hat sich das Risiko für einen Herzinfarkt halbiert. Stress, Ärger und negative Gefühle können ebenfalls den Blutdruck in die Höhe treiben und gelten deswegen auch als Risikofaktoren für Arteriosklerose. Weitere Risikofaktoren: Übergewicht, Cholesterin, Diabetes Genau wie das Rauchen, sind viele weitere Risikofaktoren für Arteriosklerose von jedem selbst beeinflussbar. Wer zum Beispiel versucht, ein paar überflüssige Pfunde zu verlieren und regelmäßig Sport treibt, kann dadurch Plaquebildung in den Adern entgegenwirken. Bei übergewichtigen Menschen finden sich meist auch erhöhte Blutfettwerte. Cholesterin und andere Blutfette lagern sich in den Aderwänden ab. Ein weiterer wichtiger Risikofaktor für Arteriosklerose ist Diabetes mellitus. Bei sehr vielen Diabetikern entwickeln sich im Laufe ihrer Krankheit Ablagerungen in den Herzkranzgefäßen. Fettstoffwechselstörungen, die erhöhte Cholesterinwerte zur Folge haben, können allerdings auch genetische Ursachen haben. Bei Frauen steigt die Neigung zu Arteriosklerose nach den Wechseljahren. Die Hormone, die der weibliche Körper bis zur Menopause ausschüttet, scheinen eine gefäßschützende Wirkung zu haben.Unklar sind zurzeit noch die Zusammenhänge zwischen Infektionen mit Chlamydia pneumoniae (Bakterienart) und der Entstehung der Arteriosklerose. Man kennt den Erreger als Auslöser von Atemwegsinfekten. In welchem Ausmaß auch die Arterien durch Chlamydia pneumoniae geschädigt werden können, bedarf noch weiterer Untersuchungen.
Erektionsstörungen (Potenzstörungen, Impotenz)
Potenzstörungen oder Erektionsstörungen – umgangssprachlich: Potenzstörung oder Impotenz – liegen vor, wenn Männer den Geschlechtsverkehr nicht befriedigend ausführen können. Fachleute verwenden für Erektionsstörungen den Begriff „erektile Dysfunktion“. Die Ursachen für Impotenz sind vielfältig. Erektionsstörungen können psychisch und körperlich bedingt sein. Nicht nur ältere, auch jüngere Männer sind betroffen. Mit dem Alter steigt jedoch die Wahrscheinlichkeit, dass es zu Impotenz kommt. Die Erektion ist ein komplexer Vorgang Die Reaktionen des Körpers sind ein komplexes Zusammenspiel von Psyche, Blutgefäßen, Muskeln, Hormonen und Nerven. Der Penis enthält Schwellkörper. Sie sind schwammartig und bestehen vorwiegend aus Gefäßen. Während der Erektion fließt verstärkt Blut in die Schwellkörper. Muskeln um die Gefäße ziehen sich zusammen und verhindern so einen schnellen Abfluss des Bluts. Feine Nerven und verschiedene Botenstoffe vermitteln und regeln diese Vorgänge. Ist einer oder mehrere dieser Faktoren gestört, schwillt der Penis nicht ausreichend oder lange genug an – es kommt zu Erektionsstörungen. Rauchen und Übergewicht erhöhen die Gefahr von Impotenz Schlecht eingestellter Diabetes mellitus, Bluthochdruck, Rauchen, Fettstoffwechselstörungen und Übergewicht (Adipositas) sind die häufigsten körperlichen Faktoren, die Impotenz hervorrufen. All dies sind Risikofaktoren, die langfristig zu irreversiblen Gefäßverengungen im Sinne einer Arteriosklerose führen. Seltener kommt es auch nach operativen Eingriffen in der Beckengegend, nach Unfällen oder Verletzungen im Becken oder unteren Bereich der Wirbelsäule zur Beeinträchtigung der Erektion. Im Alter treten vermehrt Erektionsstörungen auf Die Gefäße werden mit zunehmendem Alter unelastischer. Erneuerungsprozesse und Reparaturmechanismen laufen langsamer ab. Die Gefäße werden enger und starrer. Der Blutfluss und damit die Blutversorgung der Gewebe sind herabgesetzt. Bei der Erektion können so Blutzufluss in die Schwellkörper, die Funktion von Nerven und Muskeln beeinträchtigt sein. Mit zunehmendem Alter steigt auch die Wahrscheinlichkeit, an einer chronischen Erkrankung wie Diabetes, Arteriosklerose (als Folge eines Bluthochdrucks, Übergewichts, langjährigen Rauchens) zu leiden. Auch nimmt die Produktion der Sexualhormone nach dem 40. Lebensjahr stetig ab und führt häufig zu einem Nachlassen des sexuellen Verlangens (Libido). All das sind Faktoren, die für Impotenz verantwortlich sein können.
Arthrose richtig vorbeugen
Übergewicht abbauen und sich regelmäßig bewegen, hilft, um Arthrose vorzubeugen. Was Sie noch beachten sollten. Als Hauptrisikofaktor für frühzeitigen Gelenkverschleiß gilt Übergewicht. Je mehr Pfunde jemand auf die Waage bringt, desto stärker belastet das seine Gelenke. Ein paar Kilo weniger sind deshalb die beste Vorbeugung gegen Arthrose.Auch regelmäßige Bewegung tut den Gelenken gut, weil dadurch die Nährstoffversorgung des Knorpels verbessert wird. Aber Vorsicht: Zu starke Belastung kann den Gelenkknorpel schädigen. Außerdem steigt bei extremer sportlicher Betätigung das Verletzungsrisiko. Und ein verletztes Gelenk ist für Arthrose besonders anfällig. Positiv auf die Gelenke und die Arthrose wirken: Vermeiden von Überlastungen, ausgewogene, gesunde Ernährung, Vermeiden beziehungsweise Reduzieren von Übergewicht, Vermeiden von Kälte und Feuchtigkeit, Rückenschule, Knieschule, Unfallrisiken minimieren, zum Beispiel Stürze vermeiden Allgemeine Tipps zur Ausübung von Sport: auf richtige Lauftechnik, angemessenes Pensum, gutes Schuhwerk (Joggen) achten, vom alpinen Skilauf zu Skilanglauf wechseln, Vermeiden von Kampfsportarten und Leistungssport, Einstellen der korrekten Höhe von Fahrrad, Ergometer oder Heimtrainer, regelmäßiges Schwimmen bei Wassertemperaturen von 26 bis 28 Grad Celsius, Optimierung von Spieltechniken – zum Beispiel bei Golf oder Tennis
Schwangerschaft/Geburt – Gewichtszunahme
Eine „ideale“ Gewichtszunahme in der Schwangerschaft gibt es nicht, denn jede Frau ist anders. Wenn man von einer durchschnittlichen gesunden Gewichtszunahme von zehn bis 15 Kilogramm ausgeht, sind das umgerechnet ungefähr 1,5 Kilogramm im Monat oder 300 bis 400 Gramm pro Woche. Nur bei wenigen werdenden Müttern verläuft die Gewichtskurve gleichmäßig und stetig nach oben. Deshalb können diese Werte lediglich der Orientierung dienen. BMI dient als Anhaltspunkt für gesunde Gewichtszunahme Als Anhaltspunkt für eine gesunde Entwicklung ihres Gewichts sollten Schwangere ihren Body-Mass-Index (BMI) hernehmen. Dieser ist leicht zu berechnen: Die werdende Mutter muss nur wissen, wie groß sie (in Metern) ist und welches Gewicht sie vor der Schwangerschaft auf die Waage gebracht hat. Dann lautet die BMI-Formel: BMI = Körpergewicht in Kilogramm / (Körpergröße in Metern)2 Ist eine Frau zum Beispiel 1,70 Meter groß und hatte vor der Schwangerschaft ein Gewicht von 65 Kilogramm, ergibt sich daraus ein BMI von 22,5. In diesem konkreten Fall sieht die Berechnung folgendermaßen aus: BMI = 65 kg / 1,70 m x 1,70 m = 22,5 Auf Basis ihres BMI kann die Schwangere nun ermitteln, in welchem Rahmen sich die Gewichtszunahme in ihrem Fall bewegen sollte: Der BMI liegt unter 19,5: Die Schwangere hat Untergewicht – eine Gewichtszunahme von zwölf bis 18 Kilogramm wäre optimal. Der BMI liegt zwischen 20 und 25: Die Schwangere ist normalgewichtig – sie sollte zwischen 11,5 und 16 Kilogramm zunehmen. Der BMI liegt über 25: Die Schwangere hat Übergewicht. Sie sollte versuchen, höchstens elf Kilogramm, aber mindestens sieben Kilogramm zuzunehmen. Der BMI liegt über 30: Die Schwangere ist stark übergewichtig – ihre Gewichtszunahme sollte unter sieben Kilogramm bleiben. Schwangerschaft und Übergewicht Es gibt keinen ungünstigeren Zeitpunkt für Schlankheitskuren als die Schwangerschaft. Denn gerade in dieser Zeit brauchen Mutter und Kind mehr als sonst – mehr Eiweiß, mehr Vitamine und mehr Mineralstoffe. Entscheidend ist hier, nicht unbedingt mehr, sondern gesund zu essen. Nahrungsmittel, die viele Kalorien, aber wenig Vitamine und Nährstoffe enthalten (beispielsweise Weißbrot, Gebäck und Fettes wie Pommes Frites), sollten schwangere Frauen durch eiweiß-, vitamin- und nährstoffreiche, aber kalorienarme Lebensmittel ersetzen – etwa Milch, Joghurt und Quark, Gemüse und Obst sowie mageres Fleisch und Fisch. Liegt der BMI einer Frau über 25, wird sie in der Schwangerschaft etwas intensiver überwacht und betreut, denn sie hat ein erhöhtes Risiko für verschiedene Komplikationen. Bei übergewichtigen Frauen treten häufiger Harnwegsinfektionen und Venenentzündungen auf, außerdem haben sie ein höheres Risiko für Schwangerschaftsdiabetes und zu hohen Blutdruck. Auch die Kinder von Frauen mit Übergewicht werden fast immer gesund geboren. Jedoch ist ihr Risiko erhöht, später selbst übergewichtig zu werden. Schwanger und zu dünn? Wenn Frauen zu schlank sind, also ihr BMI unter 19,5 liegt, sollten sie während der Schwangerschaft ganz besonders auf ihre Ernährung achten. Zum einen tut es sowohl ihnen wie auch ihrem Kind gut, etwas mehr zuzunehmen als Schwangere mit Normalgewicht. Zum anderen ist es wichtig, dass untergewichtige Schwangere mit Untergewicht Speisen wählen, die eiweiß-, vitamin- und nährstoffreich sind. Andernfalls besteht die Gefahr, dass das Kind nicht ausreichend mit diesen lebenswichtigen Stoffen versorgt wird. Wer sehr schlank ist, sollte seine Mahlzeiten täglich mit einem Vitamin- und Nährstoffpräparat ergänzen. Spezielle Präparate für Schwangere enthalten Zink, Folsäure, Jodid und Eisen. Wichtig ist außerdem, auf eine ausreichende Kalziumzufuhr zu achten.