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Schwangerschaft/Geburt – Mutterpass
Jede Schwangerschaft ist anders. Deshalb legt der Frauenarzt oder die Hebamme bei der ersten Vorsorgeuntersuchung den Mutterpass an, um den Verlauf der Schwangerschaft genau verfolgen zu können. Darin sind alle wichtigen, die Schwangerschaft betreffenden Informationen zusammengetragen. Schwangere haben ihn am besten immer dabei, wenn sie das Haus verlassen. Wichtiger Bestandteil des Mutterpasses: das Gravidogramm Das sogenannte Gravidogramm ist ein wichtiger Bestandteil des Mutterpasses. Dabei handelt es sich um eine Tabelle, die bei jeder Vorsorgeuntersuchung vom Frauenarzt oder der Hebamme fortgeführt wird. Neben Datum und Schwangerschaftswoche werden folgende Daten in die einzelnen Spalten von links nach rechts eingetragen: Fundusstand: Er besagt, wo der obere Rand der Gebärmutter zu ertasten ist. Der Arzt oder die Hebamme misst mit einem Querfinger (QF) als Maßeinheit den Abstand der Gebärmutter von Schambeinknochen (S), Nabel (N) oder Rippenbogen (Rb). So bedeutet „N+ 2QF“ im Mutterpass zum Beispiel „zwei Querfinger über dem Nabel“. Kindslage: Den meisten werdenden Müttern ist das Gefühl bekannt, wenn sich ihr Kind in der Gebärmutter bewegt. Je näher die Geburt rückt, desto wichtiger wird die Bestimmung der Kindslage. Man unterscheidet zwischen SL=Schädellage, BEL=Beckenendlage und QL=Querlage. Herztöne: Wie das kindliche Herz schlägt, ist entweder mit dem Stethoskop zu hören oder auf dem Ultraschall zu erkennen und zu hören: Und das tut es mit einer doppelt so hohen Frequenz wie bei einem Erwachsenen – etwa 120 bis 160 Schläge pro Minute. Kindsbewegungen: Die werdende Mutter spürt die Bewegungen ihres Kindes meistens erst zwischen der 18. und der 24. Schwangerschaftswoche. Auf dem Ultraschallbild ist das Baby jedoch schon früh gut zu erkennen. Ödeme/Krampfadern: Treten in der Schwangerschaft Ödeme auf, also Wassereinlagerungen im Gewebe, wird das in das Gravidogramm im Mutterpass eingetragen – ebenso Krampfadern. Gewichtskontrolle: Zwischen zehn und 15 Kilogramm liegt eine normale Gewichtszunahme in der Schwangerschaft. In den ersten drei bis vier Monaten steigt das Gewicht nur langsam an, danach jedoch kontinuierlich immer stärker. Während untergewichtige Frauen während der Schwangerschaft etwas mehr zunehmen sollten, kann es bei Frauen mit Übergewicht ruhig ein bisschen weniger sein. Schlankheitskuren sind in dieser Zeit jedoch tabu. Blutdruck: Indem der Blutdruck bei den Vorsorgeuntersuchungen regelmäßig kontrolliert wird, soll die Entwicklung eines zu hohen Blutdrucks frühzeitig erkannt werden, um ihn – wenn nötig – mit Medikamenten behandeln zu können. Der Blutdruck gilt als zu hoch, wenn der obere (systolische) Wert über 140 oder der untere (diastolische) Wert über 90 mmHg liegt. Wenn eine Frau normalerweise einen niedrigen Blutdruck hat, müssen diese Werte für sie aber möglicherweise nach unten korrigiert werden. Hämoglobin (Hb): Bei Frauen sollte der Wert des roten Blutfarbstoffs allgemein über 12 g/dl liegen. Jedoch sinkt er in der Schwangerschaft häufig darunter. Dem kann entgegengesteuert werden, indem die werdende Mutter Eisenpräparate einnimmt. Werte unter 10 g/dl sollten auf jeden Fall vermieden werden, denn sie könnten sich negativ auf die Sauerstoffversorgung des Ungeborenen auswirken. Sediment / bakteriologischer Befund: In diese vier Spalten kommen die Ergebnisse der Urinuntersuchung, die auf einen Harnwegsinfekt (Eiweiß, Nitrit, Blut) oder einen Schwangerschaftsdiabetes (Zucker) hinweisen können. Vaginale Untersuchung: Hier stehen die Tastbefunde des Arztes. Er überprüft den Zustand des Muttermunds (Ist die Gebärmutter gut verschlossen oder hat sie sich schon leicht geöffnet?) und den Gebärmutterhals (Cervix). Im Mutterpass dokumentiert der Arzt Länge, Festigkeit und Stand des Gebärmutterhalses. Zudem kann er zur Bestimmung des Säuregehalts (pH-Wert) Sekret aus der Scheide entnehmen. Unter dem Mikroskop kann er außerdem prüfen, ob im Sekret Bakterien erkennbar sind, die nicht zur normalen Schleimhautflora gehören. Risiko-Nummer nach Katalog B (rote Spalte): In dieser Spalte vermerkt der Arzt oder die Hebamme bestimmte Risiken, jeweils unterteilt in Nummer A (frühere Krankheiten oder Besonderheiten bei früheren Schwangerschaften) oder Nummer B (jetzige Schwangerschaft). Im Gravidogramm stehen nur Nummern, Erläuterungen dazu findet die Schwangere im Mutterpass.
Reise/Gesundheit – Flugreisen
Wer eine Flugreise plant, sollte sich vorher über die Bestimmungen für Gepäck und Handgepäck informieren – um am Flughafen nicht unangenehm überrascht zu werden. Bestimmungen für Gepäck und Handgepäck Seit den Anschlägen vom 11. September 2001 gelten im Flugverkehr restriktivere Transportbestimmungen – auch für die Mitnahme von Medikamenten. Eine Reiseapotheke im normalen Gepäck bereitet grundsätzlich keine Probleme. Müssen Sie jedoch Medikamente im Handgepäck mitführen, beispielsweise weil Sie sie während des Flugs benötigen, gibt es Folgendes zu beachten: Für jedes Medikament – egal ob flüssig, fest, Gel oder Spray – sollten Sie sich rechtzeitig vor der Abreise entsprechende Genehmigungen (zum Beispiel beglaubigte Rezept-Kopien) mit demselben Namen besorgen, der auf Ihrem Flugticket angegeben ist. Erkundigen Sie sich am besten vorher bei Ihrer Fluggesellschaft, welche Unterlagen Sie benötigen.Denken Sie daran: Medikamente, die als Betäubungsmittel gelten, benötigen ein gesondertes Formular. Im Zweifelsfall sollten Sie mit Ihrer Fluggesellschaft Kontakt aufnehmen. Flugangst Bis zu 35 Prozent aller Deutschen leiden an Flugangst. Diese Angst kann sich vielfältig äußern: vom allgemeinen Unwohlsein bis hin zu Panikattacken. Auslöser von Flugangst können unter anderem Höhenangst, Klaustrophobie (Angst vor engen Räumen), eine allgemeine Angst vor dem Unbekannten oder negative Erfahrungen mit dem Fliegen sein. Die Flugangst kann lange vor dem Flug aber auch erst während des Flugs einsetzen. Wenn Sie auf das Fliegen nicht verzichten wollen, dann können Ihnen entsprechende Seminare gegen Flugangst helfen. Viele Fluggesellschaften bieten entsprechende Kurse an. Psychologisch und flugtechnisch geschultes Personal bringt Ihnen bei, mit Ihrer Angst umzugehen und sie zu überwinden. Abschluss ist meist ein realer Flug im Passagierflugzeug. Economy-Class-Syndrom Das sogenannte Economy-Class-Syndrom, die Flugreise-Thrombose, tritt besonders bei Langstreckenflügen auf. Durch den oft zu geringen Sitzabstand sind Passagiere über einen langen Zeitraum hinweg in ihrer Bewegungsfreiheit extrem eingeschränkt. Vor allem in den Beinen wird dadurch der Blutfluss behindert. Die Folge sind schwere Beine, es kann sich Flüssigkeit einlagern (Ödeme) und in ungünstigen Fällen kann sogar eine Thrombose entstehen. Mit verschiedenen Maßnahmen können Sie Ihr Thrombose-Risiko verringern: Stützstrümpfe: Durch die Strümpfe wird der Blutfluss zurück zum Herzen unterstützt, die Bildung von Ödemen wird verhindert. Stützstrümpfe erhalten Sie in Ihrer Apotheke., Regelmäßige Bewegung: Bewegen Sie regelmäßig die Zehen oder Füße (die Gymnastik kann auch auf dem Sitzplatz gemacht werden) und laufen Sie – falls möglich – hin und wieder auf dem Gang auf und ab., Bequeme, lockere Kleidung: Auf keinen Fall sollten Sie enge Hosen oder Röcke anziehen, die den Blutfluss zusätzlich behindern., Viel trinken, wenig essen: Sie sollten viel trinken – mindestens 100 Milliliter pro Stunde und vor allem kochsalzarme, alkoholfreie Getränke – und wenig essen, vor allem leicht verdauliche Speisen. Jetlag Als Jetlag bezeichnet man die Schwierigkeit, nach längeren Flugreisen mit der Zeitumstellung zurechtzukommen. Dies kann alle Altersgruppen treffen – egal ob mit oder ohne medizinische Probleme. Generell gilt: Bei Flügen in westliche Richtung verschiebt sich die Zeit nach „hinten“. So ist es in Amerika – je nach Region – rund sechs Stunden später hell als in Deutschland. Um einen Jetlag zu verhindern empfiehlt es sich, bereits ein paar Tage vor Reiseantritt später als normalerweise schlafen zu gehen, um sich allmählich an den neuen Rhythmus zu gewöhnen., Bei Flügen in östliche Richtung verschiebt sich die Zeit nach „vorn“. Um einen Jetlag zu verhindern, sollte man am Zielort etwas früher zu Bett gehen, als gewohnt. Erfahrungsgemäß sind Flüge in Richtung Osten verträglicher als gen Westen. Während des Flugs sollten Sie wenige, leichte Sachen essen und viel trinken – vor allem alkoholfreie Getränke. Personen, die besonders thrombosegefährdet sind, sollten unbedingt vor einer Flugreise mit Ihrem Arzt sprechen. Dazu zählen Raucher, Schwangere, Übergewichtige, Patienten mit Blutgerinnungsstörungen, bösartigen Erkrankungen oder Herzinsuffizienz, Patienten, die schon einmal eine Thrombose hatten, Personen nach Operationen (besonders an den Beinen), ältere Menschen, die wenig trinken sowie Personen mit Erkrankungen, die mit einem erhöhten Flüssigkeitsverlust einhergehen (zum Beispiel Durchfallerkrankungen).
Arteriosklerose – Behandlung/Therapie
Ein gesunder, dynamischer Lebensstil ist der wichtigste Bestandteil der Arteriosklerose-Therapie. Fettarme und ballaststoffreiche Ernährung ist wichtig. Verzichten Sie auf das Rauchen, bewegen Sie sich oft und viel. Sie müssen nicht gleich Leistungssportler werden. Entscheidend ist, dass Sie sich häufig – möglichst täglich – bewegen. Auf diese Weise verbessern Sie Ihre Durchblutung, sorgen für ein normales Körpergewicht sowie gesunde Blutzucker- und Blutfettwerte. Sie beugen Arteriosklerose vor oder verlangsamen ihr Fortschreiten, sofern sich bereits Gefäßschäden entwickelt haben. Außerdem sollten Sie Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörungen behandeln und dabei die Normwerte erreichen und einhalten. Ab 45 Jahren ist ein Gesundheits-Check ratsam Bei vielen Menschen liegen gleichzeitig mehrere Risiken für Arteriosklerose vor. Bluthochdruck tritt oft kombiniert mit Übergewicht, Diabetes mellitus und Störungen des Fettstoffwechsels auf. Wenn bei Ihnen also einer dieser Arteriosklerose-Risikofaktoren besteht, sollte Ihr Arzt nach weiteren Risikofaktoren suchen. Grundsätzlich empfiehlt sich ab dem 45. Lebensjahr eine regelmäßige Kontrolle von Blutdruck, Blutfetten und Blutzucker. Eine gründliche Untersuchung, auch Gesundheits-Check genannt, bezahlen ab dem 35. Lebensjahr alle zwei Jahre die Krankenkassen. Einen ersten Anhaltspunkt für das persönliche Arterioskleroserisiko können der Framingham-Risikokalkulator und der Procam-Rechner geben, die auf der Internetseite der International Taskforce for Prevention of Coronary Heart Disease zu finden sind (allerdings nur auf Englisch). Medikamentöse Therapie Auch wenn bei der Therapie der Arteriosklerose ein gesunder Lebensstil an erster Stelle steht: In schweren Fällen müssen oft zusätzlich Medikamente gegeben werden. Bereits bestehende, symptomatische Arterienverengungen oder -verschlüsse behandeln Spezialisten mit Stents oder Bypässen.Thrombozytenaggregationshemmung: AcetylsalicylsäureZeigen sich im Ultraschall eindeutige Zeichen einer Arteriosklerose wie eine verdickte Gefäßwand oder Plaques, sollte der Arzt einen Thrombozyten-Aggregationshemmer verordnen – am gebräuchlichsten ist Acetylsalicylsäure (ASS). ASS verringert die Neigung der Blutplättchen, aneinander und an der Gefäßwand zu kleben. So verringert dieses Medikament die Gefahr eines Blutgerinnsels. Von einer Selbstmedikation ist allerdings dringend abzuraten, da nicht allen Patienten diese Therapie nützt. Das individuelle Nutzen-Risiko-Profil sollte immer ein Arzt erstellen. Manchmal sind Lipidsenker notwendig Wenn Sie unter angeborenen Fettstoffwechselstörungen leiden, sollte Ihr Arzt Sie unbedingt frühzeitig zusätzlich mit lipidsenkenden Medikamenten behandeln. Wenn bereits eine Arteriosklerose vorliegt oder es gar schon zu einem Herzinfarkt gekommen ist, sollte der international geforderte Zielwert angestrebt werden, der für das LDL-Cholesterin maximal 100 Milligramm pro Deziliter (mg/dl) beträgt. Viele Studien sprechen dafür, diesen Zielwert sogar auf 70 mg/dl zu senken. Sollte der Wert für das (gute) HDL-Cholesterin zu niedrig sein, lässt sich dies durch regelmäßigen Sport, die Senkung erhöhter Triglyzeride und gegebenenfalls auch durch die Einnahme von Nikotinsäure ändern. Hochdrucktherapie von großer Bedeutung Für die Therapie des Bluthochdrucks sind vor allem ACE-Hemmer hilfreich, die oft mit Diuretika kombiniert werden. Aber auch kardioselektive Betablocker sind sinnvoll, da sie durch die Senkung des Blutdrucks lebensverlängernd wirken. Außerdem werden AT1-Rezeptorblocker und Kalziumantagonisten mit gutem Erfolg eingesetzt. Operative Eingriffe Ein Stent hält das Gefäß offen Ist die Arteriosklerose weiter fortgeschritten und bestehen bereits starke Verengungen von Arterien mit Durchblutungsstörungen einer Gliedmaße oder eines Organs, kann eine Angioplastie sinnvoll sein. Dabei wird während einer röntgenologischen Gefäßdarstellung, die mit Kontrastmittel durchgeführt wird, gleichzeitig die verengte Stelle mit einem Ballonkatheter geweitet. In vielen Fällen setzen die Ärzte bei dieser Gelegenheit einen Stent ein: ein kleines zylindrisches Metallnetz, das das Gefäß an der kritischen Stelle aufspannt und offen hält. Letzte Möglichkeit: ein Bypass Wenn diese Maßnahmen nicht ausreichen, bleibt noch die Möglichkeit einer Bypass-Operation: Statt die verengte Stelle zu weiten, legen Gefäßspezialisten eine Umgehung – entweder mithilfe körpereigener Venen oder synthetischer Gefäße. Das A und O ist jedoch sowohl nach der Angioplastie als auch nach der Bypass-Operation die Ausschaltung der Risikofaktoren. Anderenfalls sind die Gefäße nach kurzer Zeit wieder verschlossen.
Diabetes mellitus Typ 1 – Gestationsdiabetes
Als Gestationsdiabetes (oder Schwangerschaftsdiabetes) bezeichnet man eine Stoffwechselstörung der Kohlenhydrate, die erstmalig während der Schwangerschaft auftritt oder erkannt wird. In Deutschland wird diese Form des Diabetes mellitus bei etwa drei bis fünf Prozent der Schwangeren beobachtet. Wird ein solcher Gestationsdiabetes rechtzeitig erkannt und behandelt, kann das Risiko für Mutter und Kind weitgehend minimiert werden. In 85 Prozent aller Fälle genügt als Therapie bereits eine vollwertige, gesunde Ernährung. In 15 Prozent der Fälle muss jedoch zusätzlich Insulin gegeben werden. Der zurzeit übliche Harnzuckertest ist allerdings ein sehr unspezifischer Test, der nicht alle Fälle von Gestationsdiabetes aufdecken kann. Für die sichere Diagnose eines Schwangerschaftsdiabetes ist ein oraler Glukosetoleranztest nötig. In den meisten Fällen verschwindet die Stoffwechselstörung nach der Schwangerschaft wieder. Allerdings hat ein Teil dieser Frauen ein erhöhtes Risiko, später in ihrem Leben an Diabetes mellitus zu erkranken: Zirka 40 bis 50 Prozent der Betroffenen entwickeln nach zehn Jahren eine Diabeteserkrankung, meist Diabetes mellitus Typ 2. Ursachen des Gestationsdiabetes Die Ursachen des Gestationsdiabetes liegen einerseits an verschiedenen Schwangerschaftshormonen, die den Blutzuckerspiegel erhöhen können (zum Beispiel Östrogen, humanes Plazentalaktogen). Andererseits spielt unausgewogene Ernährung als Ursache eine Rolle. Die Ausschüttung von Insulin erfolgt verzögert und die Empfindlichkeit der Organe für Insulin ist herabgesetzt. Die Folge sind erhöhte Blutzuckerwerte vor und nach den Mahlzeiten. Risikofaktoren für Gestationsdiabetes Ein erhöhtes Risiko für Gestationsdiabetes besteht bei folgenden Risikofaktoren: Übergewicht vor der Schwangerschaft, Diabetes in der engeren Familie, Schwangerschaftsdiabetes bei vorausgegangener Schwangerschaft, Wiederholte Fehlgeburten, Vorausgegangene Geburt eines Kindes mit mehr als 4.500 Gramm, Überstandene Totgeburt, Fehlgebildete Kinder bei früheren Schwangerschaften Folgen für Mutter und Kind Ein Gestationsdiabetes verläuft meist ohne die typischen Diabetes-Symptome und betrifft eher die kindliche Entwicklung und die Geburt. Durch die erhöhten Blutzuckerwerte produziert das Ungeborene vermehrt Insulin, wodurch verstärkt Zucker und Fett im Körper gespeichert werden. In der Folge wird das Kind dicker und größer (Makrosomie). Gleichzeitig produziert das Kind mehr Urin, wodurch sich die Fruchtwassermenge erhöht (Hydramnion). So steigt das Risiko für eine Frühgeburt und die Größe des Kindes kann die Geburt erschweren. Frauen mit Gestationsdiabetes werden daher häufiger per Kaiserschnitt oder Saugglocke entbunden. Außerdem kann die Durchblutung des Mutterkuchens gestört sein, was zu einer Unterversorgung mit Sauerstoff und nachfolgender Überproduktion von roten Blutkörperchen führt, die nach Zerfall das Risiko einer Neugeborenengelbsucht (Ikterus) erhöhen. Für die Mutter besteht während der Schwangerschaft ein erhöhtes Risiko für Harnwegsinfekte und Bluthochdruck. Diagnose des Gestationsdiabetes Die bisher übliche Urinuntersuchung im Rahmen der Schwangerenvorsorge ist zur Diagnose von Schwangerschaftsdiabetes zu ungenau. Verschiedene Fachgesellschaften empfehlen deshalb einen generellen Suchtest bei Schwangeren zwischen der 24. und 28. Schwangerschaftswoche. Bei Vorliegen von Risikofaktoren für einen Gestationsdiabetes sollte der Diagnose-Test schon im ersten Schwangerschafts-Drittel, das heißt in den ersten zwölf Wochen, durchgeführt werden. Dabei wird der Frau ein Glukosetrunk mit 50 Gramm Glukose verabreicht und eine Stunde später der Blutzucker gemessen. Liegt der Blutzucker über 7,8 mmol/l (140 mg/dl) (kapilläres Vollblut), besteht der Verdacht auf Gestationsdiabetes und es empfiehlt sich die Durchführung eines Oralen Glukosetoleranztests (OGTT) mit 75 Gramm Glukose. Von einem Gestationsdiabetes spricht man, wenn bei zwei oder drei Kontrollen die Grenzwerte für den Blutzucker überschritten werden. Verlauf: gute Stoffwechseleinstellung ist wichtig Sobald die Diagnose Gestationsdiabetes gestellt wurde, muss der Stoffwechsel gut eingestellt werden. Wichtig sind körperliche Bewegung, gesunde Ernährung und regelmäßige Blutzuckerkontrollen. In manchen Fällen ist eine Therapie mit Insulin notwendig. Sind die Werte gut eingestellt, lässt sich das Risiko für die Schwangere und das Kind auf das einer normalen Schwangerschaft senken.
Abnehmen – Diäten Überblick
Abnehmen kann nur der, der weniger Kalorien zu sich nimmt als er verbraucht. Eine Begrenzung der Kalorienzufuhr kann man auf unterschiedlichen Wegen erreichen: Die einen verzichten vorwiegend auf Kohlenhydrate, die anderen auf Fett oder wieder andere essen einfach weniger. Insgesamt gibt es sicherlich hunderte verschiedener Diäten. Die bekanntesten sind: Kohlenhydratarme Diäten Low-Carb-Diät Die Low-Carb-Diät setzt auf reichlich Gemüse und Salat bei der Ernährung. Aber Vorsicht, ein Lebensmittel ist durch die Kennzeichnung Low Carb noch lange nicht gesund, sondern enthält nur wenige Kohlenhydrate. Der Fettanteil kann sehr unterschiedlich sein.Logi MethodeBei der Logi Methode wird zum Abnehmen eine Kost bestehend aus 20 bis 30 Prozent Kohlenhydraten, 20 bis 30 Prozent Eiweißen und 40 bis 50 Prozent Fetten befürwortet. Bei den Fetten sollen vorwiegend mehrfach ungesättigte Fettsäuren wie Omega-3-Fettsäuren verzehrt werden. Gleichzeitig wurde der Begriff glykämische Last (GL) eingeführt. Die GL gibt die Blutzuckererhöhung einer Portionsgröße eines Lebensmittels unter Berücksichtigung des Kohlenhydratanteils dieses Lebensmittels an, im Gegensatz zum glykämischen Index (GI), der den Kohlenhydratanteil des Lebensmittels nicht berücksichtigt. Dies soll dazu führen, dass insgesamt weniger Kohlenhydrate gegessen werden – und die Diätwilligen abnehmen. Glyx-Diät Die Glyx-Diät wird besonders bei übergewichtigen Diabetikern eingesetzt, damit sie abnehmen. Hierbei werden die Kohlenhydrate in gute und weniger empfehlenswerte Lebensmittel aufgeteilt.Montignac-Diät Auf den glykämischen Index bezieht sich auch die Diät nach der Montignac-Methode. Empfohlen werden Lebensmittel mit niedrigem glykämischem Index und eine Ernährung mit viel Eiweiß. Die Gesamtfettaufnahme ist auf 30 Prozent begrenzt, wobei gesättigte Fette vermieden werden sollten. Gleichzeitig werden Eiweiß und Kohlenhydrate von Fett getrennt (ähnlich der Trennkost).Atkins-DiätDie Diät nach Dr. Atkins ist eine Ernährung mit sehr niedrigem Kohlenhydratanteil, die in vier Phasen eingeteilt ist. Die Fett- und Eiweißaufnahme über die Nahrung unterliegt keinen Begrenzungen. Die Abnehmwilligen dürfen nach Herzenslust Fleisch, Wurst, Eier, Fisch und sogar Sahne und Mayonnaise essen, und sollen dadurch abnehmen. Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe kommen dabei eindeutig zu kurz. Eine derartige Ernährung kann sogar langfristig zu hohen Cholesterinwerten und Fettstoffwechselstörungen führen. Aufgrund der gesundheitlichen Risiken ist von dieser Diät dringend abzuraten. Alle genannten kohlenhydratarmen Diätformen haben den Vorteil, dass das Hungergefühl verschwindet und die Sättigung schneller eintritt. Zu achten ist darauf, dass trotz Begrenzung der Kohlenhydrate besonders wertvolle kohlenhydratreiche Lebensmittel wie Getreide und Getreideprodukte, Hülsenfrüchte und ballaststoffreiche Obstsorten gegessen werden. Grundsätzlich können keine Empfehlungen für oder gegen kohlenhydratarme Diäten ausgesprochen werden. Fettarme Diäten Low-Fat-Diät In den vergangenen Jahren konnte man vermehrt den Begriff Low-Fat-Diät hören. Sogar Lebensmittel und speziell hergestellte Fertigprodukte wurden mit dem Schriftzug gekennzeichnet. Bei der Low-Fat-Diät werden nur Lebensmittel ausgewählt, die kein oder nur wenig Fett enthalten. Der Erfolg beim Abnehmen mithilfe einer fettreduzierten Diät steht dem anderer Diätformen in nichts nach. Mit dieser Diätform kann besonders das LDL-Cholesterin gesenkt werden. Wird die Diät allerdings übertrieben, kann es zu einem Mangel an fettlöslichen Vitaminen kommen.Eiweißreiche Diät Bei einer eiweißreichen Diät ist darauf zu achten, dass magere Fleischsorten und fettarme Milch und Milchprodukte ausgewählt werden. Viel Eiweiß in der Ernährung sättigt besonders gut und hat einen positiven Effekt auf den Fettstoffwechsel.Trennkost-Diät Die Trennkost basiert auf Annahmen des Arztes Howard Hay aus Amerika, der davon ausgeht, dass eine eiweiß- und kohlenhydratreiche Mahlzeit nicht richtig verdaut werden kann und den Körper übersäuert. Er empfiehlt, zum Abnehmen morgens Basenbildner wie Gemüse, Salate und Obst, mittags eiweißreiche und abends kohlenhydratreiche Lebensmittel zu essen. Diese Diät hat einen hohen Ballaststoffgehalt und wenig Kalorien. Wenn auf den Fettgehalt der Lebensmittel geachtet wird, kann die Diät zum Abnehmen angewandt werden. Als Dauerkost ist sie nur dann geeignet, wenn Getreide und Getreideerzeugnisse sowie Käse und Fisch vermehrt aufgenommen werden. Die Aussagen über die Übersäuerung des Körpers können wissenschaftlich nicht belegt werden. Kalorienreduzierte Mischkost Weight-Watchers Diese Diät stellt die Ernährung langfristig um und kann auch auf Dauer beibehalten werden. Frisches Obst und Gemüse kann man ohne Anrechnung essen. Die anderen Lebensmittel werden aufgrund ihres Kalorien-, Ballaststoff- und Fettgehalts in ein Punktesystem eingeteilt. Jeder Teilnehmer kann – abhängig von Alter, Geschlecht und Gewicht – pro Woche eine bestimmte Punktzahl (points) für Lebensmittel verbrauchen. Für zusätzliche Bewegung gibt es Sonderpunkte.Brigitte-Diät Täglich werden fünf kalorienarme Mahlzeiten zubereitet mit viel Obst und Gemüse. Die Brigitte Diät enthält alle notwendigen Vitalstoffe und kann auch länger beibehalten werden. Die Rezepte sind einfach, schnell zuzubereiten und schmackhaft.
Gesund abnehmen
Rasches Abnehmen ist in vielen Fällen nicht ratsam und kann unter verschiedenen Umständen sogar gesundheitsgefährdend sein. Wer sein Gewicht stark reduzieren möchte, sollte sich zuvor an einen Arzt wenden. Denn durch zu schnelles Abnehmen können das Herz-Kreislaufsystem und die Leber stark beansprucht werden. Eine falsche Diät kann zu Stoffwechselentgleisungen führen. Der Arzt führt eine gründliche Untersuchung durch, um den Gesundheitszustand und die Belastbarkeit zu bestimmen. Anschließend hilft er bei der Entscheidung für eine geeignete Diät, mit der Sie gesund abnehmen können. Wenden Sie sich an einen Arzt, wenn Sie starkes Übergewicht haben,, kurzatmig sind und Bewegung schwer fällt,, unter Essstörungen leiden,, bereits abgenommen haben, aber nicht mehr damit aufhören können,, plötzlich ohne erkennbaren Grund stark zugenommen haben,, an einer psychischen Erkrankung leiden,, hohen Blutdruck haben, der medikamentös behandelt wird,, eine eingeschränkte Leber- oder Nierenfunktion haben,, schwanger sind oder stillen, oder Gallensteine haben. Kalorien einsparen Um ein Kilogramm körpereigenes Fettgewebe zu verlieren, müssen 7.000 Kilokalorien (kcal) eingespart werden. Dies sollte jedoch nicht durch ungesunde Radikaldiäten oder einseitige Ernährung geschehen. Wer 1.000 kcal täglich einspart, hat in einer Woche sein Körperfett um ein Kilogramm reduziert. Auf der Waage sind es dann durch den zusätzlichen Wasserverlust zwei bis drei Kilogramm weniger. Gesund abnehmen kann man nur langsam. Dabei ist es zunächst unerheblich, ob man die Kalorienreduzierung durch Einsparung von Fetten (low fat) oder Kohlenhydraten (low carb) vornimmt oder einfach von allem nur die Hälfte isst. Jeder Mensch hat bestimmte Vorlieben und dementsprechend fällt es ihm leichter auf bestimmte Nahrungsmittel während einer Diät zu verzichten. Einseitige Ernährungsformen sind zum Abnehmen jedoch nicht empfehlenswert. Gesund abnehmen: die richtigen Lebensmittel Wer gesund abnehmen und das Gewicht langfristig halten möchte, sollte seine Ernährungsgewohnheiten umstellen und möglichst zusätzlich den Energieverbrauch durch viel Bewegung und Sport erhöhen. Eine optimale Ernährung besteht aus einer fettarmen, ausgewogenen und vollwertigen Mischkost. Fettarm bedeutet maximal 60 bis 80 Gramm Fett pro Tag. Tabus sollte es beim langsamen, gesunden Abnehmen nicht geben: Süßes in Maßen ist durchaus erlaubt. Allerdings ist es wichtig zu wissen, dass schnell verwertbare Zucker wie beispielsweise aus Weißmehlprodukten den Diäterfolg bremsen. Nach dem Verzehr lösen sie einen schnellen Blutzuckeranstieg aus. Dementsprechend wird verstärkt Insulin freigesetzt. Dieses Hormon sorgt dafür, dass alle verwertbaren Nährstoffe zu den Muskelzellen transportiert oder in Fett umgewandelt werden. Gleichzeitig blockiert Insulin den Fettabbau. In der Tierzucht ist Insulin auch als „Masthormon“ bekannt. Vollkornprodukte lassen den Blutzucker hingegen nur langsam ansteigen. Essen Sie beim gesunden Abnehmen deshalb bevorzugt dunkle Brotsorten, Naturreis und Vollkornnudeln.Langfristig sollte die Ernährung auf eine gesunde Mischkost entsprechend dem Kalorienbedarf und den Lebensmittelempfehlungen auf der Lebensmittelpyramide umgestellt werden. Hat große Wirkung: Sport Doch die richtige Ernährung ist nicht alles: Kommt Sport hinzu, kann der Kalorienverbrauch auf einfache Weise erhöht werden. Schon drei Mal wöchentlich eine Stunde Walking verbraucht zirka 1.000 kcal pro Woche zusätzlich und hilft beim gesunden Abnehmen. Außerdem sorgt Sport für einen straffen Körper und ist deshalb unerlässlich bei starkem Abnehmen. Die schönste Eigenschaft von Sport: Er bringt gute Laune – und die stellt sich beim Abnehmen häufig nicht von selbst ein. Risiken und Nebenwirkungen von radikalen Diäten Der Kampf gegen die Pfunde ist nicht ganz ohne Risiken: Beispielsweise kann ein starker Gewichtsverlust die Bildung von Gallensteinen fördern. Außerdem kann durch intensive Diäten, vor allem bei Magersucht, die Knochendichte abnehmen. Osteoporose und Oberschenkelhalsbrüche können die Folge sein. Eine gewisse Gefahr bilden auch die Essstörungen selbst: Mancher Diätwillige ist so auf das Abnehmen fixiert, dass er in die Magersucht (Anorexia nervosa) oder Ess-Brech-Sucht (Bulimie) abgleitet. Beides sind ernsthafte Erkrankungen, die vor allem bei jungen Frauen auftreten.
Nach der Geburt – Vorsorgeuntersuchungen
Durch die Vorsorgeuntersuchungen für Kinder lassen sich frühzeitig Störungen der körperlichen, geistigen und sozialen Entwicklung erkennen und entsprechend behandeln. Die Untersuchungen zählen zu den Pflichtleistungen der gesetzlichen Krankenkassen. Für die Eltern besteht jedoch keine Pflicht, mit ihrem Kind zu diesen Vorsorgeuntersuchungen zu gehen. Allerdings ist ihnen die Teilnahme an den Vorsorgeuntersuchungen im eigenen Interesse dringend zu empfehlen. Die Vorsorgeuntersuchungen U7a im 34. bis 36. Lebensmonat, U10 im siebten bis achten Lebensjahr, die U11 zwischen dem neunten und zehnten Lebensjahr und die J2 für Jugendliche zwischen 16 und 17 Jahren wurden später eingeführt. Die U7a müssen die Krankenkassen seit Januar 2008 bezahlen. Die U10, die U11 und die J2 übernehmen nicht alle Kassen. Eltern sollten sich vorher mit ihrer Krankenkasse in Verbindung setzen. Die Vorsorgeuntersuchungen im Überblick U1 – 2. bis 4. Lebenstag: Bei der ersten Vorsorgeuntersuchung werden Probleme lebenswichtiger Funktionen aufgedeckt, bei denen sofort gehandelt werden muss. Es wird der kindliche Gesundheitszustand mit allen Sinnen beurteilt (Betrachten, Abhören und Abtasten des Säuglings) U2 – 3. bis 10. Lebenstag: In den meisten Fällen wird die U2 noch in der Klinik durchgeführt. Es handelt sich um eine besonders gründliche Untersuchung: Dem Säugling wird Blut zum Screening auf verschiedene angeborene, behandelbare Stoffwechselerkrankungen und Hormonstörungen entnommen. Außerdem untersucht der Arzt Organe, Geschlechtsteile, Haut und Knochen und überprüft die Reflexe des Nervensystems sowie die Verdauungstätigkeiten. Mit einem speziellen Haltegriff und mittlerweile oft mit einer Ultraschalluntersuchung wird das Hüftgelenk auf seine Funktionstüchtigkeit getestet. U3 – 4. bis 6. Lebenswoche: Bei der U3 kontrolliert der Arzt die altersgerechte Entwicklung des Babys. Er testet Körperfunktionen, das Hörvermögen und die Reflexe. Zudem untersucht er bei dieser Vorsorgeuntersuchung noch einmal das Hüftgelenk mittels Ultraschall. U4 – 3. bis 4. Lebensmonat, U5 – 6. bis 7. Lebensmonat, U6 – 10. bis 12. Lebensmonat, U7 – 21. bis 24. Lebensmonat: Das Hauptaugenmerk liegt bei den Vorsorgeuntersuchungen U4 bis U7 auf der zeitgerechten körperlichen Entwicklung des Babys. So sollen zum Beispiel Bewegungsstörungen aufgedeckt werden. Eltern sollten mit dem Arzt auch über die anstehenden Impfungen sprechen. U7a – 34. bis 36. Lebensmonat: Bei dieser Vorsorgeuntersuchung geht es besonders darum, allergische Erkrankungen, Sozialisations- und Verhaltensstörungen, Sprachentwicklungsstörungen, Übergewicht, Zahn-, Mund- und Kieferprobleme zu erkennen und gegebenenfalls eine Behandlung einzuleiten. U8 – 43. bis 48. Lebensmonat: Der Arzt überprüft bei der U8 unter anderem die Beweglichkeit und Koordinationsfähigkeit des Kindes sowie dessen Reflexe, Muskelkraft, Aussprache und Zahnstatus. U9 – 60. bis 64. Lebensmonat: Die U9 ist die letzte Vorsorgeuntersuchung, bevor das Kind in die Schule kommt. Neben der körperlichen Untersuchung und dem Messen von Blutdruck, Gewicht, Körperlänge und Kopfumfang geht es in dieser Untersuchung um das Bewegungsverhalten und die geistige Entwicklung. Der Arzt testet das Sozialverhalten, die Intelligenz und das Sprachvermögen des Kindes und gibt ein Urteil über dessen Schulreife ab. U10 – 7 bis 8 Jahre: Bei dieser Vorsorgeuntersuchung handelt es sich um eine zusätzliche Früherkennungsuntersuchung im Schulalter. Sie dient dazu, Lese- und Rechtschreibprobleme, aber auch körperliche Entwicklungsstörungen sowie Sozialisations- und Verhaltensstörungen frühzeitig zu erkennen. Zudem kontrolliert der Arzt die motorische Entwicklung und den Gesundheitszustand der Zähne. U11 – 9 bis 10 Jahre: Bei dieser Vorsorgeuntersuchung überprüft der Arzt, ob Probleme bezüglich schulischer Leistungen und im Verhalten des Kindes vorliegen. Außerdem achtet er noch einmal auf Zahn-, Mund- und Kieferanomalien. Mit der U11 soll gesundes Verhalten gefördert werden: Der Arzt führt eine Ernährungs-, Medien- und Suchtberatung durch. J1: 13 bis 15 Jahre: Die J1 dient dazu, noch einmal den allgemeinen Gesundheitszustand des Jugendlichen zu kontrollieren und den Impfstatus zu überprüfen. Zudem geht der Arzt in dieser Untersuchung auf die Themen Sexualität und Verhütung sowie Drogenmissbrauch und Rauchen ein. J2 – 16 bis 18 Jahre: Bei dieser Vorsorgeuntersuchung wird vor allem Augenmerk auf eventuelle Probleme mit der Pubertät und der sich entwickelnden Sexualität gelegt. Aber auch Haltungsstörungen, die Schilddrüsenfunktion und Diabetes-Vorsorge werden thematisiert. Außerdem berät der Arzt den Jugendlichen bei der J2 zur Berufswahl. Alle Kindervorsorgeuntersuchungen dokumentiert der Arzt in einem Untersuchungsheft, dem „Gelben Heft“. Es ist wichtig, dieses Heft zu jeder Vorsorgeuntersuchung mitzunehmen.