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So wird die Diagnose Fettstoffwechselstörung gestellt
Die Diagnostik von Fettstoffwechselstörungen ist für den Patienten eher unkompliziert. Um zunächst das persönliche Risiko für Fettstoffwechselstörungen und ihre Folgekrankheiten zu ermitteln, fragt der Arzt den Patienten nach seiner Krankengeschichte und der seiner Familie – er erhebt eine Eigen- und Familienanamnese. Außerdem fließen Alter und Geschlecht sowie andere Risikofaktoren – wie erhöhter Blutzucker, erhöhter Blutdruck, Rauchen und Übergewicht – mit in das Risikoprofil ein. Gesamtcholesterin allein sagt noch nichts aus Ein wichtiger Bestandteil der Diagnostik ist die Blutanalyse. Nach der Blutabnahme werden im Nüchternblut die unterschiedlichen Lipoproteine gemessen: Gesamtcholesterin, LDL-Cholesterin, HDL-Cholesterin, Triglyzeride, Chylomikronen und Lipoprotein(a). Nur den Gesamtcholesterinwert zu bestimmen, ist wenig aussagekräftig, da er das Verhältnis von gutem HDL- und schlechtem LDL-Cholesterin nicht präzisiert. Deshalb sollten alle Werte, vor allem aber die Triglyzeride und das HDL-Cholesterin ermittelt werden. Studien deuten außerdem darauf hin, dass man noch genauer hinsehen muss: Nicht nur das Verhältnis von HDL- und LDL-Cholesterin zählt, sondern auch die genaue Größe und Dichte der LDL-Partikel. Bei den meisten Menschen überwiegen große, leichte LDL-Partikel. Wenige haben jedoch mehr kleine, dichte LDL-Partikel (sdLDL) im Blut, was mit einem signifikant erhöhten Herzinfarkt-Risiko einhergeht. Die Analyse der verschiedenen Partikeldichten ist jedoch nur über eine spezielle Methode möglich, die momentan noch kostenpflichtig ist.Neben den Blutfettwerten sollte auch der Blutzucker gemessen werden, da Fettstoffwechselstörungen häufig zusammen mit Diabetes mellitus auftreten oder sogar durch die Zuckerkrankheit ausgelöst werden. Auch eine Kontrolle der Schilddrüsenhormone gehört zur Diagnostik, da gelegentlich eine Schilddrüsenunterfunktion der Fettstoffwechselstörung zugrunde liegt. Vor der Blutabnahme sollte der Patient nüchtern sein, also nichts gegessen oder kalorienhaltiges getrunken haben. Gefäß-Ultraschall und Blutdruckmessung ebenfalls empfehlenswert Zur Diagnostik von Fettstoffwechselstörungen gehört außerdem eine Duplex-Sonografie der Halsgefäße und eventuell auch der Beingefäße. Diese Ultraschalluntersuchung gibt Hinweise darauf, ob und bis zu welchem Grad sich Arteriosklerose entwickelt hat. Zudem misst der Arzt den Blutdruck. Sollte der Patient unter Bluthochdruck leiden, ist zudem ein Ultraschall der Nierenarterien angezeigt. So lässt sich feststellen, ob die Nierengefäße durch den erhöhten Druck bereits geschädigt sind.
Fibromyalgiesyndrom – Ursachen/Risikofaktoren
Über Ursachen und Risikofaktoren für das Fibromyalgiesyndrom gibt es bis jetzt nur Theorien – die Entstehung ist noch nicht geklärt. Wahrscheinlich ist, dass die genetische Veranlagung in Kombination mit biologischen, psychischen und sozialen Faktoren zu Reaktionen im Körper führen, die wiederum die Symptome verursachen. Es ist jedoch häufig unklar, ob bestimmte Faktoren Ursache für das Fibromyalgiesyndrom sind, oder etwa als Folge der Erkrankung auftreten. Risikofaktor: genetische Veranlagung Das Fibromyalgiesyndrom tritt in Familien gehäuft auf. Das konnte in Studien belegt werden. Deshalb liegt die Vermutung nahe, dass die genetische Veranlagung ein Risikofaktor für das FMS ist. Ursachen in der Lebensgeschichte Eine weitere Theorie geht davon aus, dass die Ursachen für das Fibromyalgiesyndrom in der Lebensgeschichte des Betroffenen zu suchen sind. Raucher, Übergewichtige und Menschen, die sich zu wenig bewegen, scheinen ein erhöhtes Risiko für das Fibromyalgiesyndrom zu haben. Auch anhaltender Stress, körperliche Misshandlungen, sexueller Missbrauch und andere psychische Faktoren scheinen zu den Risikofaktoren zu gehören. Veränderungen bei Neurotransmittern Untersuchungen zeigen, dass bei Menschen mit dem Fibromyalgiesyndrom einige Botenstoffe des Nervensystems (Neurotransmitter) in anderer Konzentration vorliegen, als bei gesunden Menschen. Die Werte für Serotonin, das Schmerzen hemmt, sind niedriger. Die Substanz P, die schmerzverstärkend wirkt, liegt in höherer Konzentration vor. Diese Veränderungen führen dazu, dass die Betroffenen Schmerzen anders verarbeiten und ihre Schmerzschwelle niedriger ist. Veränderungen bei den Neurotransmittern konnten jedoch auch bei anderen chronischen Schmerzerkrankungen nachgewiesen werden. Risikofaktor gestörte Schmerzverarbeitung Eine niedrigere Schmerzschwelle konnte bei Fibromyalgiepatienten bereits nachgewiesen werden. Diese kann aus Veränderungen bei den Neurotransmittern resultieren, sie kann aber auch durch eine gestörte Schmerzverarbeitung im Gehirn verursacht sein. Diese Störung entsteht, wenn Schmerzen im Gehirn zu strukturellen Veränderungen führen. Das bedeutet, das Hirn erlernt die Schmerzen und reagiert später sensibler auf Reize. Weitere Risikofaktoren Neben den genannten kommen noch einige weitere Risikofaktoren als Ursache für das Fibromyalgiesyndrom infrage. Beispielsweise stehen hormonelle Veränderungen, eine Störung der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenachse, Veränderungen des Immunsystems, Vitamin-D-Mangel, Unfälle und Infektionskrankheiten in Verdacht, eine Rolle bei der Entstehung der Erkrankung zu spielen.
Gebärmutterhalskrebs – Symptome und Therapie
Gebärmutterkrebs (auch Uteruskarzinom oder Endometriumkarzinom genannt) entsteht, wie der Name bereits sagt, in der Gebärmutter (Uterus). Diese Form des Krebses ist die vierthäufigste Krebserkrankung bei Frauen. Unter allen Krebserkrankungen, die die weiblichen Genitalorgane betreffen – etwa Eierstockkrebs, Scheidenkrebs oder Gebärmutterhalskrebs – ist Gebärmutterkrebs sogar die häufigste. Gebärmutterkrebs meist nach den Wechseljahren Die Krebserkrankung der Gebärmutter geht von der Schleimhaut (Endometrium) aus, mit der die Gebärmutter von innen auskleidet ist. Deshalb sprechen Mediziner auch vom Endometriumkarzinom. Gebärmutterkrebs kommt vor allem bei Frauen nach den Wechseljahren vor. Ursachen des Gebärmutterkrebses noch nicht vollständig geklärt Als häufigstes Symptom zeigen sich bei Gebärmutterkrebs Blutungen aus der Scheide. Vor allem, wenn die Frau bereits in den Wechseljahren war, sollte sie ungewöhnliche Blutungen ernst nehmen. Die Ursachen des Gebärmutterkrebses sind noch nicht vollständig geklärt. Bekannt sind jedoch bestimmte Risikofaktoren, die die Entstehung eines Endometriumkarzinoms begünstigen können. Dazu zählen zum Beispiel das Alter, ein hoher Östrogeneinfluss, Übergewicht, erbliche Faktoren und Unfruchtbarkeit. Therapie des Gebärmutterkrebses: meist Operation Um Gebärmutterkrebs zu diagnostizieren, macht der Arzt eine Ultraschalluntersuchung durch die Scheide. Für eine sichere Diagnose sind jedoch eine zusätzliche Ausschabung der Gebärmutter und eine Gebärmutterspiegelung notwendig. Als Therapie werden bei einem Endometriumkarzinom die Gebärmutter und häufig auch die Eierstöcke entfernt. Zusätzlich kommt nach der Operation eine Strahlentherapie zum Einsatz. Häufig hat Gebärmutterkrebs auch Einfluss auf die Sexualität der betroffenen Frauen. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Ratgeber.
Gicht – Akuter Gichtanfall
Beim akuten Gichtanfall gibt der Arzt Medikamente, die schnell und effektiv die Schmerzen lindern und die Entzündung hemmen. Der Harnsäurespiegel spielt in diesem Moment keine entscheidende Rolle, weil er bei Patienten mit einem Gichtanfall sogar manchmal normal ist. Umgekehrt bekommen längst nicht alle Menschen mit erhöhten Harnsäurewerten eine Gicht (medizinisch: Arthritis urica oder Urikopathie).Deshalb richtet sich die weitere Therapie auch nicht ausschließlich nach dem Harnsäurewert. Vielmehr interessiert den Arzt, ob sich der Anfall wiederholt, ob sich die Gicht außer an dem einen Gelenk noch an anderen Körperstellen zeigt und welche zusätzlichen Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Übergewicht, Fettstoffwechselstörungen, oder starkter Alkoholkonsum vorliegen. Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR): ohne Kortison gegen Schmerz und Entzündung Medikamente aus der Gruppe der nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) werden auch als kortisonfreie Entzündungshemmer bezeichnet. Oft werden Indometacin oder Diclofenac eingesetzt. Sie wirken entzündungshemmend und schmerzstillend.Vorsicht: Nehmen Sie diese Medikamente nicht über einen längeren Zeitraum in hohen Dosen ein! Sie können die Magen- und Darmschleimhaut schädigen und zu Geschwüren und Blutungen führen. Colchicin: das klassische Gichtmittel Colchicin, das Gift der Herbstzeitlosen, gilt als klassisches Gichtmittel. Als Medikament wird es in sehr geringen Mengen gegeben. Wegen seiner starken Nebenwirkungen wie starkem Durchfall bei höherer Dosierung wird es heute mehr und mehr von Medikamenten aus der Gruppe der kortisonfreien Entzündungshemmer ersetzt. Es gibt allerdings Gichtpatienten, bei denen ausschließlich Colchicin die Schmerzen lindert. Keine Angst vor Kortison Auch Kortison kann die Entzündung sehr effektiv bremsen. Es wird aber nur bei sehr schweren Gichtanfällen und auch dann nur wenige Tage gegeben. Manchmal spritzt der Arzt Kortison auch direkt in das entzündete Gelenk. Vor den gefürchteten Nebenwirkungen einer Kortison-Langzeittherapie wie Diabetes mellitus oder Osteoporose müssen Sie bei einer kurzzeitigen Kortisongabe keine Angst haben. Canakinumab bei Gichtanfällen Der Wirkstoff Canakinumab, ein monoklonaler Antikörper, wird vor allem bei einem akuten Gichtarthritisanfall eingesetzt, wenn die herkömmlichen Mittel nicht anschlagen. Canakinumab wird als subkutane Injektion verabreicht – das heißt, unter der Haut gespritzt.Seine Wirkungsweise beruht auf der Hemmung von Entzündungsmediatoren – also körpereigenen Stoffen, die eine Entzündungsreaktion einleiten –  wie dem Interleukin-1 beta. Als unerwünschte Nebenwirkungen sind vor allem Infektionen der oberen Atemwege zu nennen.
Gesunde Ernährung – Alles Wissenswerte von A-Z
Eine gesunde, das heißt ausgewogene Ernährung, unterstützt das Immunsystem und schützt den Körper vor Krankheiten. Zu einer gesunden Ernährung gehören vor allem Obst und Gemüse, aber auch fettarme Milchprodukte und Getreide. Falsche Ernährungsgewohnheiten führen häufig zu Übergewicht oder Krankheiten wie Diabetes mellitus, Arteriosklerose, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs. Experten gehen davon aus, dass über 50 Prozent der Erkrankungen in den Industrieländern durch ungesunde Ernährung verursacht werden. Das gehört zur gesunden Ernährung Mit dem richtigen Speiseplan ließe sich das vermeiden. Dabei sind die Inhaltsstoffe der Lebensmittel wichtig: energieliefernde Nährstoffe (Eiweiß, Fett, Kohlenhydrate), aber auch Mikronährstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente sowie noch weitere nicht energieliefernde Substanzen wie zum Beispiel sekundäre Pflanzenstoffe. Die Hauptnährstoffe braucht der Körper, um seinen Energiebedarf zu decken und Muskeln aufzubauen. Mikronährstoffe spielen eine wichtige Rolle bei der Herstellung von Zellbestandteilen und Hormonen. Nicht zu viele Kalorien Wichtig für eine gesunde Ernährung ist die aufgenommene Nahrungsmenge. Ist die Energiezufuhr höher als der Verbrauch des Körpers, bilden sich Fettdepots. Wichtig ist es also, den Kalorien- und Energiegehalt von Lebensmitteln zu kennen ebenso wie seinen persönlichen Kalorienbedarf. Aber auch die Zusammensetzung des Speiseplans muss ausgewogen sein: Obst, Gemüse, Milch- und Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte sowie Fisch und etwas Fleisch gehören dazu. Der glykämische Index und gesunde Ernährung Neben Haupt- und Mikronährstoffen sowie Kalorien ist ein weiterer Ansatz für die richtige Auswahl von Lebensmitteln der sogenannte glykämische Index (GI), also das Maß für die blutzuckersteigernde Wirkung von Lebensmitteln. Ein niedriger glykämischer Index ist hauptsächlich für Diabetiker wichtig. Aber auch alle, die ihr Gewicht halten oder sogar abnehmen möchten, können von der Kenntnis profitieren. Denn der glykämische Index steht im Zusammenhang mit Sättigung und Hunger. Sich komplett in der Ernährung auf den glykamischen Index auszurichten ist im Alltag nicht praktikabel, da dieser von vielen Faktoren beeinflusst wird. Ernährungsirrtümer sind weit verbreitet Obwohl die meisten davon überzeugt sind, dass sie über Lebensmittel und Ernährung gut informiert sind, sieht die Realität oft anders aus. Es kursieren eine ganze Reihe von Ernährungsirrtümern, etwa dass Salz den Blutdruck erhöht oder Light-Produkte schlank machen. Auch Eier als Cholesterinbomben müssen nicht verpönt werden.
Schwangerschaft/Geburt – Nicht-invasive Methoden
Zu den nicht-invasiven Methoden zählen zum Beispiel die routinemäßigen Ultraschalluntersuchungen. Ist das Risiko für eine Fehlbildung des Kindes beispielsweise aufgrund des Alters der Schwangeren – 35 Jahre oder älter – oder einer familiären Belastung erhöht, hat der Arzt nach eingehender genetischer Beratung außerdem die Möglichkeit, zusätzliche nicht-invasive Methoden einzusetzen. Das Erst-Trimester-Screening (ETS) Das Erst-Trimester-Screening – kurz ETS – führt der Arzt zwischen der 15. und 18. Schwangerschaftswoche durch. Der Test kann Auskunft darüber geben, ob ein erhöhtes Risiko für bestimmte Chromosomendefekte wie etwa das Down-Syndrom oder Störungen der Entwicklung des Nervensystems besteht. Dazu werden zwei Laborwerte im Blutserum der Schwangeren gemessen – das PAPP-A und das freie ß-HCG. Der ETS dient jedoch nur der Risikoabschätzung und nicht der eindeutigen Diagnostik. Oft wird diese Untersuchung mit der Nackentranzparenzmessung kombiniert, um eine Aussage zu treffen. Die Nackentransparenzmessung Der Arzt hat zwischen der 11. und der 14. Schwangerschaftswoche die Möglichkeit, per Ultraschall zu ermitteln, ob sich in der Nackenfalte des Fötus vermehrt Flüssigkeit angesammelt hat und diese deshalb entsprechend dicker ist. Diese Untersuchung wird Nackentransparenzmessung oder Nackenfaltenmessung genannt. Ist die Nackenfalte des Ungeborenen verdickt, so ist das Risiko erhöht, dass das Baby mit einem Down-Syndrom oder einem Herzfehler geboren wird. Es muss jedoch beachtet werden: Bei dieser Untersuchung handelt es sich um einen sogenannten Suchtest – eine Diagnose zu stellen, ist nicht möglich. Dabei kommt es gelegentlich auch zu falsch negativen oder falsch positiven Befunden. Manchmal werden also Föten mit bestehenden Besonderheiten nicht als solche erkannt oder gesunde Föten zeigen entsprechende Auffälligkeiten im Ultraschall. Der nicht-invasive Pränataltest (NIPT) Für den nicht-invasivem Pränataltest (NIPT) wird nur mütterliches Blut aus einer Armvene entnommen. In geringen Mengen findet sich dort kindliches Erbgut, das aus Plazentazellen stammt. Bei übergewichtigen Müttern über 100 Kilogramm und auch bei Schwangerschaften, die durch Eizellspende ermöglicht wurden, kann der Test nicht angewendet werden. Auch bei kleinen Gendefekten ist der NIPT nicht aussagekräftig. Häufig lassen sich die Genprofile, die beim Test erstellt werden, nicht deuten. Überzählige Chromosomen können jedoch oft zuverlässig dargestellt werden. Abnorme Testergebnisse müssen weiterhin mithilfe einer Fruchtwasseruntersuchung bestätigt werden. Der Test wird zurzeit nicht von den Krankenkassen bezahlt – er kostet je nach Aufwand zwischen 700 und 1000 Euro.
Schwangerschaft/Geburt – Ernährung
Ernährung in der Schwangerschaft – das ist ein Thema für sich: Zum einen kämpfen viele Frauen zu Beginn der Schwangerschaft mit Übelkeit – in dieser Situation schmeckt ihnen so gut wie gar nichts. Zum anderen bestehen hartnäckig völlig falsche Vorstellungen davon, was eine gesunde Ernährung für Mutter und Kind während der Schwangerschaft ausmacht. Frauen müssen in der Schwangerschaft auf wenig verzichten Auch für Schwangere gilt: Hamburger, Schokolade sowie andere Fett- oder Zuckerbomben können Heißhunger zwar kurzfristig stillen, eine gesunde Ernährung für Mutter und Kind sieht jedoch anders aus. Zumindest, wenn sie eher die Regel als eine Ausnahme darstellen. Ansonsten müssen Frauen in der Schwangerschaft in Sachen Ernährung nur auf wenige Dinge verzichten – und auch eine „Schonkost für Schwangere“ ist unnötig. Vielmehr sollten werdende Mütter bei ihrer Ernährung darauf achten, dass sie sich damit richtig wohlfühlen, es auch ihrem Kind gut geht und ihre Gewichtszunahme im normalen Bereich bleibt. Schwangere sollten nicht „für zwei“ essen Entgegen weitverbreiteter Annahmen ist die Schwangerschaft keine Zeit, in der die werdende Mutter deutlich mehr oder gar „für zwei“ essen sollte. Tatsächlich sollte die Gewichtszunahme lediglich zwischen zwölf und 15 Kilogramm liegen. Jedes Kilogramm mehr macht die Schwangerschaft für die Frau beschwerlicher und lässt das Risiko für Komplikationen steigen. Hat eine werdende Mutter jedoch schon immer eher zu wenig gewogen, darf sie ruhig ein bisschen mehr an Gewicht zulegen. Bei eher übergewichtigen Frauen ist dagegen eine geringere Gewichtszunahme wünschenswert. Erst ab dem vierten Monat benötigen schwangere Frauen etwas mehr Kalorien. Der Mehrbedarf pro Tag liegt dann bei ungefähr 250 Kilokalorien (kcal). Das ist so viel, wie in einem Ei, einer Banane und einem kleinen Apfel steckt. Mit vegetarischer Ernährung durch die Schwangerschaft Schmeckt einer Schwangeren kein Fleisch oder möchte sie aus anderen Gründen darauf verzichten, können das darin enthaltene Eiweiß und die Vitamine einfach durch Eier, Hülsenfrüchte, Sojaprodukte und gegebenenfalls Fisch ersetzt werden. Auch Milch und Milchprodukte liefern viel Eiweiß. Wer sich streng vegan ernährt, riskiert einen Nährstoffmangel und eine Schädigung des Fötus.Übrigens: Die Kombination aus tierischem und pflanzlichem Eiweiß ist für den Körper besonders wertvoll. Gut kombinieren lassen sich beispielsweise Pellkartoffeln (pflanzliches Eiweiß) und Kräuterquark (tierisches Eiweiß), Joghurt und Müsli oder Salzkartoffeln und Seelachsfilet. Prinzipiell ist in der Schwangerschaft und bei vegetarischer Ernährung ein Vitamin- und Mineralstoffpräparat (ohne Vitamin A) zur Nahrungsergänzung empfehlenswert. Denn Frauen, die sich vegetarisch ernähren, mangelt es fast immer an Eisen und gelegentlich auch an Kalzium.
Babys Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen
Durch die Vorsorgeuntersuchungen für Kinder lassen sich frühzeitig Störungen der körperlichen, geistigen und sozialen Entwicklung erkennen und entsprechend behandeln. Die Untersuchungen zählen zu den Pflichtleistungen der gesetzlichen Krankenkassen. Für die Eltern besteht jedoch keine Pflicht, mit ihrem Kind zu diesen Vorsorgeuntersuchungen zu gehen. Allerdings ist ihnen die Teilnahme an den Vorsorgeuntersuchungen im eigenen Interesse dringend zu empfehlen. Die Vorsorgeuntersuchungen U7a im 34. bis 36. Lebensmonat, U10 im siebten bis achten Lebensjahr, die U11 zwischen dem neunten und zehnten Lebensjahr und die J2 für Jugendliche zwischen 16 und 17 Jahren wurden später eingeführt. Die U7a müssen die Krankenkassen seit Januar 2008 bezahlen. Die U10, die U11 und die J2 übernehmen nicht alle Kassen. Eltern sollten sich deshalb vorher mit ihrer Krankenkasse in Verbindung setzen. Bitte beachten Sie außerdem: Die Vorsorgeuntersuchungen U3 bis U9 müssen jeweils innerhalb bestimmter Altersgrenzen stattfinden, damit die Kasse die Kosten trägt – sonst werden die Leistungen als individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) abgerechnet. Diese Altersgrenzen finden Sie hier bei den Untersuchungen jeweils in Klammern. Die Vorsorgeuntersuchungen im Überblick U1 – 2. bis 4. Lebensstunde: Bei der ersten Vorsorgeuntersuchung werden Probleme lebenswichtiger Funktionen aufgedeckt, bei denen sofort gehandelt werden muss. Es wird der kindliche Gesundheitszustand mit allen Sinnen beurteilt (Betrachten, Abhören und Abtasten des Säuglings). U2 – 3. bis 10., spätestens 14. Lebenstag: In den meisten Fällen wird die U2 noch in der Klinik durchgeführt. Es handelt sich um eine besonders gründliche Untersuchung: Dem Säugling wird Blut zum Screening auf verschiedene angeborene, behandelbare Stoffwechselerkrankungen und Hormonstörungen entnommen. Außerdem untersucht der Arzt Organe, Geschlechtsteile, Haut und Knochen und überprüft die Reflexe des Nervensystems sowie die Verdauungstätigkeiten. Auch ein Neugeborenen-Hörscreening wird durchgeführt. Mit einem speziellen Haltegriff und mittlerweile oft mit einer Ultraschalluntersuchung wird das Hüftgelenk auf seine Funktionstüchtigkeit getestet. Zudem erhalten die Eltern Informationen zur Rachitisprophylaxe und zur Vorbeugung des plötzlichen Kindstods. U3 – 4. bis 5. (3. – 8.) Lebenswoche: Bei der U3 kontrolliert der Arzt die altersgerechte Entwicklung des Babys. Er testet Körperfunktionen, das Hörvermögen und die Reflexe. Zudem untersucht er bei dieser Vorsorgeuntersuchung noch einmal das Hüftgelenk mittels Ultraschall. U4 – 3. bis 4. (2. bis 4,5.) Lebensmonat, U5 – 6. bis 7. (5. bis 8.) Lebensmonat, U6 – 10. bis 12. (9. bis 14.) Lebensmonat: Das Hauptaugenmerk liegt bei den Vorsorgeuntersuchungen U4 bis U6 auf der zeitgerechten körperlichen Entwicklung des Babys. So sollen zum Beispiel Bewegungsstörungen, Hör-und Sehstörungen aufgedeckt werden. Eltern sollten mit dem Arzt auch über die anstehenden Impfungen sprechen. Zudem sollten aufklärende Beratungsgespräche der Eltern über Ursachen von oralen Erkrankungen und der richtigen Mundhygiene bei Kindern stattfinden. Zweimal pro Jahr wird zur Kariesprophylaxe eine Zahnschmelzhärtung mit Fluoridlack empfohlen. U7 – 21. bis 24. (20. bis 27.) Lebensmonat: Neben den allgemeinen Körperfunktionen wird bei der U7 auch die Sprachentwicklung untersucht und über die Zahngesundheit beraten. U7a – 34. bis 36. (33. bis 38.) Lebensmonat: Bei dieser Vorsorgeuntersuchung geht es besonders darum, allergische Erkrankungen, Sozialisations- und Verhaltensstörungen, Sprachentwicklungsstörungen, Übergewicht, Zahn-, Mund- und Kieferprobleme zu erkennen und gegebenenfalls eine Behandlung einzuleiten. U8 – 46. bis 48. (43. bis 50.) Lebensmonat: Der Arzt überprüft bei der U8 unter anderem die Beweglichkeit und Koordinationsfähigkeit des Kindes sowie dessen Reflexe, Muskelkraft, Hörtest, Aussprache und Zahnstatus. U9 – 60. bis 64. (58. bis 66.) Lebensmonat: Die U9 ist die letzte Vorsorgeuntersuchung, bevor das Kind in die Schule kommt. Neben der körperlichen Untersuchung und dem Messen von Blutdruck, Gewicht, Körperlänge und Kopfumfang geht es in dieser Untersuchung um das Bewegungsverhalten und die geistige Entwicklung. Der Arzt testet das Sozialverhalten, die Intelligenz und das Sprachvermögen des Kindes und gibt ein Urteil über dessen Schulreife ab. U10 – 7 bis 8 Jahre: Bei dieser Vorsorgeuntersuchung handelt es sich um eine zusätzliche Früherkennungsuntersuchung im Schulalter. Sie dient dazu, Lese- und Rechtschreibprobleme, aber auch körperliche Entwicklungsstörungen sowie Sozialisations- und Verhaltensstörungen frühzeitig zu erkennen. Zudem kontrolliert der Arzt die motorische Entwicklung und den Gesundheitszustand der Zähne. U11 – 9 bis 10 Jahre: Bei dieser Vorsorgeuntersuchung überprüft der Arzt, ob Probleme bezüglich schulischer Leistungen und im Verhalten des Kindes vorliegen. Außerdem achtet er noch einmal auf Zahn-, Mund- und Kieferanomalien. Mit der U11 soll gesundes Verhalten gefördert werden: Der Arzt führt eine Ernährungs-, Medien- und Suchtberatung durch. J1: 13 bis 15 Jahre: Die J1 dient dazu, noch einmal den allgemeinen Gesundheitszustand des Jugendlichen zu kontrollieren und den Impfstatus zu überprüfen. Zudem geht der Arzt in dieser Untersuchung auf die Themen Sexualität und Verhütung sowie Drogenmissbrauch, Ernährung (Magersucht und Übergewicht) und Rauchen ein. J2 – 16 bis 18 Jahre: Bei dieser Vorsorgeuntersuchung wird vor allem Augenmerk auf eventuelle Probleme mit der Pubertät und der sich entwickelnden Sexualität gelegt. Aber auch Haltungsstörungen, die Schilddrüsenfunktion und Diabetes-Vorsorge werden thematisiert. Außerdem berät der Arzt den Jugendlichen bei der J2 zur Berufswahl. Alle Kindervorsorgeuntersuchungen dokumentiert der Arzt in einem Untersuchungsheft, dem „Gelben Heft“. Es ist wichtig, dieses Heft zu jeder Vorsorgeuntersuchung mitzunehmen. Impfungen im Baby- und Kindesalter Bereits in den ersten Lebensmonaten bekommen Babys die ersten Impfungen. Gegen folgende Krankheiten wird im Baby- und Kindesalter geimpft: Wundstarrkrampf (Tetanus), Diphtherie, Keuchhusten, Hepatitis B, Haemophilus influenzae Typ b (Hib), Pneumokokken, Poliomyelitis, Rotaviren, Meningokokken C, Masern, Mumps, Röteln, Windpocken, Humane Papillomaviren (HPV)
Zungenschrittmacher bei Schlafapnoe: So funktionert er
Ein Zungenschrittmacher verhindert die Atemaussetzer bei einer obstruktiven Schlafapnoe. Wie er funktioniert und welche gesundheitlichen Vorteile sich für Betroffene ergeben. Die Schlafstörung Schlafapnoe Schlafapnoe – und die Atmung setzt aus. Millionen Deutsche leiden unter nächtlichen Atemaussetzern, dem sogenannten Schlafapnoe-Syndrom. Die Ursache ist eine Muskelschwäche im Rachenraum. Bei Betroffenen erschlafft im Schlaf die Zungenmuskulatur und das umliegende Gewebe. Die Zunge fällt zurück und verschließt die oberen Atemwege. Neben lautem Schnarchen gefährden die Atemaussetzer auf Dauer die Gesundheit, weil sie eine gleichmäßige Sauerstoffversorgung des Körpers verhindern. Die Folge: ein erhöhtes Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt, häufige Tagesmüdigkeit und Sekundenschlaf. Außerdem werden durch die Atemaussetzer Stresshormone ausgeschüttet, was den Blutzucker erhöht und damit auch das Diabetes-Risiko. Die CPAP-Maske als Standardtherapie Als Standardtherapie tragen Betroffene im Schlaf eine spezielle Maske, die ihnen kontinuierlich Umgebungsluft mit einem leichten Überdruck zuführt. Das Verfahren heißt CPAP, vom englischen „Continuous Positive Airway Pressure“. Der Überdruck stabilisiert das im Schlaf entspannte Gewebe im Nasen- und Rachenraum und hält ihn offen. Bei den meisten Patienten verbessert sich der Schlaf, bei einigen kommt es weiterhin zu den nächtlichen Atemaussetzern. Viele Menschen stehen der Therapie mit den CPAP-Masken aus unterschiedlichen Gründen ablehnend gegenüber. Für sie könnte ein Zungenschrittmacher, eine neuere Therapieform des obstruktiven Schlafapnoe-Syndroms, eine Alternative sein. Wer für einen Zungenschrittmacher infrage kommt, prüfen HNO-Experten mit einer Schlafendoskopie. Dabei beobachten die Ärzte die Bewegungen von Zunge und Rachen beim Schnarchen. Wie ein Zungenschrittmacher funktioniert Ein Zungenschrittmacher wird im Brustkorb implantiert. Er besteht aus drei Elementen, die miteinander verbundenen sind und alle unter der Haut liegen. Ein Sensor am Brustkorb erkennt den Atemrhythmus des Patienten und gibt diesen an einen Neurostimulator mit integriertem Generator weiter. Dieses Modul verarbeitet die Atemsignale und sendet im passenden Takt elektrische Impulse an eine Stimulationselektrode, die auf dem Unterzungennerv (Hypoglossusnerv) platziert ist. Die leichte elektrische Anregung des Nervs aktiviert die Zungenmuskulatur, sodass die Zunge nicht mehr zurückfällt. Wenn der Patient zu Bett geht, schaltet er das System mit einer Fernbedienung ein und am Morgen wieder aus. Über eine Fernbedienung regelt er die Stärke der Stimulation. Laut Hersteller nehmen die Patienten die Stimulation in der Regel nur gering oder gar nicht wahr. Für gewöhnlich fühlen sie ein leichtes Kribbeln oder eine leichte Kontraktion der Zungenmuskulatur. Die Batterie des Generators hält normalerweise acht bis elf Jahre und muss dann mit einer kurzen Operation gewechselt werden. Reduzierte Gesundheitsgefahren – bessere Lebensqualität Die Implantatträger profitieren nicht nur von einer nachhaltigen Reduktion der nächtlichen Atemaussetzer, sondern auch von einer dauerhaft verbesserten Lebensqualität sowie letztlich auch von einer höheren Lebenserwartung. Denn ohne Atemaussetzer verringert sich das Risiko für mögliche Folgeerkrankungen der Schlafapnoe. Außerdem fand eine Studie heraus, dass die Behandlung der Schlafstörung mit dem Zungenschrittmacher auch den Blutzuckerspiegel bessern und langfristig vor Diabetes schützen kann. Studie: Auswirkungen auf den Zuckerstoffwechsel Seit 2014 haben in Deutschland mehrere hundert Patienten einen Zungenschrittmacher erhalten. Ein Team des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein hat zwanzig dieser Patienten nach der Operation über ein Jahr lang begleitet. Die Ärzte befragten die Patienten und führten nach zwölf Monaten einen Blutzuckerbelastungstest durch. Hier wird der Anstieg des Blutzuckers nach dem Trinken einer Zuckerlösung bestimmt. Ein zu starker Anstieg weist auf einen bevorstehenden Typ-2-Diabetes hin, an dem viele Menschen mit Schlafapnoe leiden. Bei Patienten mit einem Zungenschrittmacher hatten sich die Werte im Zuckerbelastungstest nach der Implantation gebessert. Die Laboruntersuchungen zeigten, dass die Patienten weniger Insulin benötigten, um den Blutzucker im Körper zu verteilen. Ein Rückgang der Hormonwirkung, Insulinresistenz genannt, ist die Ursache für den erhöhten Blutzuckerwert. Abnehmen mit dem Zungenschrittmacher? Die nächtliche Stimulierung der Zunge wirkte sich auch tagsüber auf das Essverhalten aus. Der sogenannte hedonistische Hunger, der Menschen auch dann essen lässt, wenn ihr Körper keine Kalorien benötigt, war vermindert. Möglicherweise kann ein Zungenschrittmacher deshalb helfen, dass Patienten langfristig ihre Gewichtsprobleme in den Griff bekommen. Denn die meisten Menschen mit Schlafapnoe sind übergewichtig oder fettleibig – und Übergewicht wiederum gilt als eine wichtige Ursache der Schlafstörung.
Schwangerschaftsdiabetes: Diabetes in der Schwangerschaft
Als Schwangerschaftsdiabetes – auch Gestationsdiabetes genannt – bezeichnet man eine Stoffwechselstörung, die während der Schwangerschaft auftritt und nach der Geburt meist wieder verschwindet. Was bei Diabetes in der Schwangerschaft zu beachten ist. Etwa fünf bis zehn Prozent der Schwangeren sind davon betroffen. Wird der Schwangerschaftsdiabetes rechtzeitig erkannt und behandelt, kann das Risiko für Mutter und Kind gering gehalten werden. Ursachen eines Schwangerschaftsdiabetes Die Ursachen liegen einerseits in verschiedenen Schwangerschaftshormonen, die den Blutzuckerspiegel erhöhen können (zum Beispiel Östrogen, humanes Plazentalaktogen). Andererseits spielt unausgewogene Ernährung eine Rolle. Die Ausschüttung von Insulin erfolgt dann verzögert und die Empfindlichkeit der Organe für Insulin ist herabgesetzt. Die Folge sind erhöhte Blutzuckerwerte nach den Mahlzeiten. Das Risiko für Schwangerschaftsdiabetes wird durch folgende Faktoren erhöht: Übergewicht vor der Schwangerschaft, Fehlernährung, Diabetes mellitus Typ 2 in der engeren Familie, eigenes Geburtsgewicht höher als 4.000 Gramm, wiederholte Fehlgeburten, vorausgegangene Geburt mit mehr als 4.000 Gramm, Alter der Mutter über 30 Jahre, gestörte Glucosetoleranz vor der Schwangerschaft Symptome eines Schwangerschaftsdiabetes Schwangerschaftsdiabetes verläuft meist ohne typische Symptome und betrifft eher die Entwicklung des Kindes und die Geburt. Durch die erhöhten Blutzuckerwerte produziert das Ungeborene vermehrt Insulin und speichert dadurch verstärkt Zucker und Fett im Körper – der Fötus wird dicker und größer. Gleichzeitig produziert er mehr Urin, wodurch sich die Fruchtwassermenge erhöht. So steigt das Risiko für eine Frühgeburt und die Größe des Kindes kann die Geburt erschweren. Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes werden daher häufiger per Kaiserschnitt oder Saugglocke entbunden. Weil außerdem die Durchblutung des Mutterkuchens (Plazenta) und somit die Sauerstoffversorgung des Kindes gestört sein kann, haben die Kinder ein erhöhtes Risiko für eine Entwicklungsverzögerung. Zudem treten bei werdenden Müttern mit Gestationsdiabetes häufiger Harnwegsinfekte und Bluthochdruck auf. Therapie des Schwangerschaftsdiabetes Sobald die Diagnose Schwangerschaftsdiabetes gestellt ist, muss der Stoffwechsel richtig eingestellt werden. Meist genügt als Therapie eine vollwertige, gesunde Ernährung. Wichtig sind auch körperliche Bewegung und regelmäßige Blutzuckerkontrollen. In etwa 15 Prozent der Fälle muss jedoch zusätzlich Insulin gegeben werden. Ist der Blutzucker gut eingestellt, lassen sich die Risiken für Mutter und Kind auf die in einer normalen Schwangerschaft bestehenden senken. Gestationsdiabetes verschwindet meist nach der Schwangerschaft wieder. Allerdings hat ein Teil der Frauen ein erhöhtes Risiko, später in ihrem Leben an Diabetes mellitus zu erkranken: Etwa ein Drittel der Betroffenen entwickelt die Stoffwechselkrankheit nach zehn Jahren – meist Diabetes mellitus Typ 2.