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Pflegekurse für pflegende Angehörige

Das Pflegen lernen



Ob von Kindern, Partnern, Freunden oder Nachbarn: Die meisten Pflegebedürftigen werden zu Hause versorgt. Oft beginnt es mit einzelnen Erledigungen wie Einkaufen oder Kochen. Mit der Zeit kommen immer mehr pflegerische Tätigkeiten hinzu.

Älterer Mann im Rollstuhl mit Frau © Thinkstock
Unvorbereitet und ohne spezielle Kenntnisse müssen die Angehörigen dann die Pflege meistern. In solchen Fällen helfen spezielle Pflegekurse, in denen Pflegeneulinge professionell auf den Pflegealltag vorbereitet werden.

Häufig erschweren Krankheiten die Pflege – beispielsweise müssen Pflegende wissen, wie man bei bettlägerigen Patienten ein Druckgeschwür (Dekubitus) vermeidet oder wie man mit dem Angehörigen umgehen sollte, wenn er verwirrt ist. Auch dieses Wissen wird in den Pflegekursen vermittelt.

Wissen, praktische Tipps und der Austausch mit Anderen

Die Kurse sollen pflegenden Angehörigen die Pflege zu Hause erleichtern und diese verbessern. Zudem sollen sie dabei helfen, eine psychische Überbelastung der Pflegenden zu vermeiden. Inhalte der Pflegekurse sind deshalb medizinische und pflegerische Grundkenntnisse – aber auch Ratschläge und Tipps, zum Beispiel wie man den eigenen Rücken schonen kann oder wie man Hilfsmittel richtig und sinnvoll einsetzt. Darüber hinaus bieten Pflegekurse eine gute Gelegenheit, sich mit anderen Menschen in der gleichen Situation auszutauschen.

Die Pflegekassen zahlen – sogar individuelle Schulungen

Pflegekurse werden von den Pflegekassen finanziert. Die Kassen bieten die Seminare entweder selbst oder in Kooperation mit Wohlfahrtsverbänden, Volkshochschulen, der Nachbarschaftshilfe, Bildungsvereinen oder ambulanten Pflegediensten an.

Die Grundkenntnisse werden meist in Einführungskursen in zehn bis 15 Doppelstunden vermittelt. Teilweise werden auch Kompaktkurse an einem Wochenende oder Seminare zu einzelnen Teilbereichen der Pflege wie beispielsweise der richtigen Ernährung im Alter oder dem Umgang mit Demenzkranken angeboten. Der Gesetzgeber sieht auch vor, dass individuelle Schulungen in der Wohnung des Pflegebedürftigen stattfinden.

Über Angebote in ihrer Nähe können sich pflegende Angehörige bei der zuständigen Pflegekasse informieren. Auch Pflegestützpunkte, Beratungsstellen der Gemeinden und Kommunen, die Sozialdienste von Krankenhäusern oder die Wohlfahrtsverbände bieten Informationen.

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