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Zeit für Pflege trotz Beruf

Arbeit und Pflege vereinbaren



Wer einen Angehörigen pflegen muss und gleichzeitig berufstätig ist, wird vor die große Herausforderung gestellt, Pflege und Beruf unter einen Hut zu bringen. In Zukunft werden sich immer mehr Berufstätige mit dieser Situation konfrontiert sehen, denn der Anteil pflegebedürftiger älterer Menschen wächst stetig.

Wecker © Thinkstock

Mit dem Arbeitgeber sprechen – es gibt verschiedene Möglichkeiten

Viele wünschen sich, ihren Angehörigen trotz Berufstätigkeit so lange wie möglich selbst pflegen zu können. Entscheidet sich ein Berufstätiger dafür, einen Angehörigen zu pflegen, sollte er unbedingt zunächst mit seinem Arbeitgeber darüber sprechen. Denn inzwischen gibt es verschiedene Möglichkeiten, Beruf und Pflege zu vereinbaren:
  • die kurzzeitige Arbeitsverhinderung: Sie ermöglicht es pflegenden Angehörigen, bis zu zehn Arbeitstage der Arbeit fern zu bleiben. In Anspruch nehmen kann man diese kurzfristige Freistellung, um unerwartete Pflegesituationen zu regeln – beispielsweise um die Pflege des Angehörigen zu organisieren beziehungsweise die pflegerische Versorgung selbst zu übernehmen.
  • die Pflegezeit: Das Pflegezeitgesetz aus dem Jahr 2008 legt fest, dass sich der pflegende Angehörige bis zu sechs Monate ohne Bezahlung von der Arbeit freistellen lassen oder in Teilzeit arbeiten kann. Voraussetzung für die Pflegezeit ist, dass beim Pflegebedürftigen ein Pflegegrad vorliegen und dass er in häuslicher Umgebung gepflegt wird. Die Pflegezeit muss der Arbeitnehmer dem Arbeitgeber mindestens zehn Tage vor Beginn schriftlich mitteilen. Er trifft mit dem Arbeitgeber eine Vereinbarung auf Verringerung beziehungsweise Verteilung der Arbeitszeit, die für beide Seiten bindend ist und nur mit Zustimmung des Arbeitgebers vorzeitig beendet werden kann. Ausnahmen gelten, wenn der Angehörige stirbt oder stationär untergebracht wird.
  • die Familienpflegezeit: Berufstätige pflegende Angehörige, die in einem Unternehmen mit mehr als 25 Mitarbeitern beschäftigt sind, haben einen gesetzlichen Anspruch auf eine teilweise Freistellung von bis zu 24 Monaten – die Familienpflegezeit. Voraussetzung ist, dass der Pflegende während dieser Zeit weiterhin mindestens 15 Stunden arbeitet. Während der Familienpflegezeit bekommt er ein (relativ) höheres Gehalt bei reduzierter Arbeitszeit. Wenn der Pflegende wieder normal arbeitet, erhält er dann allerdings so lange das reduzierte Gehalt weiter, bis der Vorschuss wieder ausgeglichen ist. Darüber hinaus ist seit dem 1. Januar 2015 eine Förderung durch das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) im Rahmen eines zinslosen Darlehens möglich.

Gut kombiniert: kurzzeitige Arbeitsverhinderung, Pflegezeit und Familienpflegezeit nacheinander möglich

Grundsätzlich ist es möglich, die kurzzeitige Arbeitsverhinderung, die Pflegezeit und die Familienpflegezeit nacheinander in Anspruch zu nehmen. Zudem können auch mehrere Angehörige eines Pflegebedürftigen gleichzeitig oder nacheinander Familienpflegezeit nehmen. Insgesamt darf die Gesamtdauer jedoch maximal 24 Monate pro pflegebedürftigem Angehörigen betragen.

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