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Lexikon der medizinischen Fachbegriffe – V



Vagina: Scheide

vaginal: Die Scheide betreffend; von der Scheide ausgehend.


Vakuumbiopsie: schonende Methode zur Gewinnung von Gewebeproben für die feingewebliche Untersuchung, bei der unter Mammografiekontrolle mit einer Hohlnadel Gewebe entnommen wird

Vakzination: Historisch die Bezeichnung für Kuhpockenimpfung, seit Pasteur (1881) die Bezeichnung für Schutzimpfungen.

Vakzine: Impfstoff

Vanadium: Chemisches Element, das an körpereigenen Stoffwechselreaktionen beteiligt ist. Beispielsweise spielt es eine Rolle im Cholesterin- und Glukosehaushalt.


Varikose: Krampfaderleiden

Varikozele: Meist deutlich sichtbare Venenerweiterung am Hodensack

Varize: Krampfader

Varizella-Zoster-Virus: Herpes-Virus, das Windpocken und die Gürtelrose auslöst.

Vasektomie: Durchtrennung der Samenleiter im Hodensack, führt zur Zeugungsunfähigkeit ohne die Beischlaffähigkeit zu beeinflussen.


vaskuläre Demenz: Geistige Funktionsstörung. Ursache ist die Zerstörung von Hirngewebe aufgrund von Durchblutungsstörungen – beispielsweise aufgrund eines Schlaganfalls.

Vasoplastisches Syndrom : Gefäßfehlregulation, durch Kälte oder Stress auslösbar.

Vasopressin-Rezeptor-Antagonisten (Vaptane): Medikamente, die das Vasopressin, ein Stoff, der die Urinausscheidung verringert und die Blutgefäße verengt, direkt hemmen. Durch sie können unter anderem Elektrolytstörungen, wie sie bei Herzinsuffizienz und Leberzirrhose auftreten, behandelt werden.

Vegane Ernährung: Vermeidung jeglicher tierischer Nahrungsmittel, so auch Honig, Eier. Milchprodukte, Gelatine.

Vegetatives Nervensystem: Das vegetative (auch: autonome) Nervensystem steuert automatisch ablaufende Anpassungs- und Regulationsvorgänge des Körpers wie Atmung, Verdauung und Stoffwechsel, die nicht willentlich beeinflusst werden können. Es stellt zusammen mit dem somatischen Nervensystem, das eine willkürliche und bewusste Reaktionsweise ermöglicht, eine funktionelle Einheit dar.

Vena saphena magna: Hauptstamm der oberflächlichen Beinvenen, die Vena saphena magna reicht vom Knöchel bis zur Leiste.

Vena saphena parva: Stammvene, die vom Knöchel bis zum Knie führt.

Venenentzündung: Reizung der Venenwand, entsteht z. B. bei Krampfadern durch den verlangsamten Blutstrom

Venenklappen: sind in bestimmten Abständen ins Venensystem eingebaut. Sie funktionieren wie Ventile: Wenn das Blut in Richtung Herz strömt, öffnen sie sich, um es durchzulassen; wenn es dagegen nach unten absinken will, schließen sie sich.

Venenklappeninsuffizienz: Die Venenklappen sind verschlussunfähig. Es entsteht ein krankhafter venöser Kreislauf mit umgekehrtem Blutfluss. Unbehandelt werden die Perforansvenen und die tiefen Beinvenen beschädigt.

Vererbung (dominant/rezessiv): Direkte Übertragung von genetisch festgelegten Eigenschaften auf die Nachkommen. Chromosomen (Träger der Erbsubstanz) treten als Paare auf (homologe Chromosomen). Auf ihnen sind die Gene zu finden. Gene, die auf beiden Chromosomen an der gleichen Stelle liegen, heißen Allele. Sind diese Allele unterschiedlich, also heterozygot, kann das eine stärker (also: dominat) als das andere (also: rezessiv) ausgebildet sein und das Merkmal des dominanten Allels kommt zur Ausprägung. Sind beide Allele identisch, nennt man das homozygot.

Verhaltenstherapie: Auf Verhaltensforschung und Lerntheorien basierendes psychotherapeutisches Verfahren. Dabei werden Verhalten und Erleben störungsspezifisch konkret modifiziert, also umgelernt. Verhaltenstherapie ist stark handlungsorientiert und bietet Hilfe zur Selbsthilfe.

vernarbende Alopezie (Alopecia cicatricialis): Haarausfall infolge einer Erkrankung der Kopfhaut, wie z. B. Verbrennung, Gürtelrose am Kopf, Pilzinfektionen.

Verödung (Sklerosierung): Krampfadern können durch Einspritzen eines Medikaments (Verödungsmittel) behandelt werden.

Verzögerungsinsulin: Mit Verzögerungssubstanz gemischtes Insulin; es gibt Insuline mit mittlerer und mit sehr langer Wirkungsdauer.

Virustatikum: Medikament, das die Vermehrung von Viren hemmt (z.B. Aciclovir, Brivudin, Famciclovir und Valaciclovir).

visuelle Agnosie: Unfähigkeit des (Wieder-)Erkennens von Gesehenem trotz normaler Funktion der Augen

Visuelle Analogskala: Eine zur Diagnose von Schmerzen häufig verwendete Schmerzskala. Der Patient gibt mithilfe der Zahlen und/oder der Bilder die Intensität der Schmerzen an (vor allem bei Kindern geeignet).

Vitalfunktionen: lebenserhaltende Herz-Kreislauf-Funktionen sowie Atmung

Vitalitätsprüfung: Zahnärztlicher Test, ob ein Zahn noch am Leben ist; reagiert er nicht mehr auf einen Kältereiz, ist er abgestorben.

Vitamin B1: Vitamin B1, auch Thiamin genannt, ist ein wasserlösliches Vitamin aus dem B-Komplex. Es spielt eine wichtige Rolle bei der Aufrechterhaltung der Funktionen von Herz, Muskeln, Nervensystem und Gedächtnis. Gute Thiaminlieferanten sind zum Beispiel Bohnen, Linsen und Erbsen.

Vitamin B12: Vitamin B12 (Cobalamin) ist insbesondere in tierischen Nahrungsmitteln wie Leber, Fisch, Milch und Milchprodukten enthalten. Es muss vom Körper mit der Nahrung aufgenommen werden. Für die Resorption von Vitamin B12 im Darm wird der von den Belegzellen des Magens produzierte Intrinsic Factor benötigt.

Vitamin B6: Vitamin B6, auch Pyridoxin oder Pyridoxamin genannt, gehört zu den wasserlöslichen Vitaminen aus dem B-Komplex. Das Vitamin ist an vielen Vorgängen im Körper beteiligt – zum Beispiel am Kohlehydrat- und Fettstoffwechsel, der Synthese von Botenstoffen für Gehirn- und Nervenzellen und der Bildung von roten Blutkörperchen.

Vojta-Methode: nach ihrem Erstbeschreiber benannte Form der Krankengymnastik, die nach Schlaganfällen häufiger eingesetzt wird

Vollkeramikkrone: fester Zahnersatz aus geschliffener Keramik

Vollprothese (auch: Totalprothese): Herausnehmbarer Zahnersatz aus Kunststoff, der eine komplette Zahnreihe von Ober- und Unterkiefer ersetzt.

von-Willebrand-Syndrom: Häufigste erbliche Blutgerinnungsstörung, bedingt durch mangelnde, fehlende oder defizitäre Bildung des von-Willebrand-Faktors, welcher für die Blutgerinnung essenziell ist.
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