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Ursache von KHK und Angina pectoris: Arteriosklerose verringert die Durchblutung



Unser Herz ist ein großer Hohlmuskel. Über die beiden Herzkranzgefäße, die sich in ein dichtes Gefäßnetz verzweigen, wird das Muskelgewebe mit sauerstoffreichem Blut versorgt. Bei der koronaren Herzkrankheit (KHK) sind die Herzkranzgefäße durch Ablagerungen aus Fett und Kalk verengt, der Arzt spricht von einer „Stenose“.

Diese Ablagerungen – sogenannte arteriosklerotische Plaques – sind das Produkt einer jahrelangen entzündlichen Gefäßveränderung, die als Arteriosklerose oder „Arterienverkalkung“ bezeichnet wird. Die KHK ist also Ausdruck einer Arteriosklerose an den Herzkranzarterien. Selten können auch Krämpfe – sogenannte Spasmen – eine Gefäßverengung verursachen.

Plaques engen die Gefäße ein



Grafik: Entstehung von Arteriosklerose © vitapublic GmbHBildung von Plaques bei Arteriosklerose
Arteriosklerose stellt eine doppelte Gefahr dar: Große Plaques (Ablagerungen) engen die Gefäße so stark ein, dass das Blut kaum noch durchfließen kann. Die Herzmuskelzellen werden zwar in Ruhe noch ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Bei körperlicher Belastung wie Treppensteigen kommt es aber zum Sauerstoffmangel im Herzmuskel und zu den typischen Angina-pectoris-Beschwerden wie Druck auf der Brust, Kurzatmigkeit und Schweißausbruch. Sinkt der Blutdurchfluss so weit ab, dass schon in Ruhe Herzbeschwerden auftreten, spricht man von einer instabilen Angina pectoris.

Gefahr durch Blutgerinnsel

Bei kleineren Plaques hingegen droht die chronisch entzündete Oberfläche aufzureißen. Das dort entstehende Blutgerinnsel, das den Defekt eigentlich reparieren soll, verstopft das Gefäß, stoppt den Blutstrom und unterbricht die Sauerstoffversorgung des Herzmuskels.

Gehen Herzmuskelzellen wegen Sauerstoffmangels massenhaft zugrunde, so spricht man von einem Herzinfarkt. Die KHK ist die Hauptursache für den Herzinfarkt.
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