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Pulmonalklappenfehler: Pulmonalstenose und Pulmonalinsuffizienz



Die Pulmonalstenose (Verengung der Pulmonalklappe) ist meist angeboren, selten ist diese Herzerkrankung erworben. Bei Erwachsenen macht sich eine schwere Pulmonalstenose durch Müdigkeit und Luftnot, manchmal auch Schwindel und Synkopen bemerkbar. Leichte Pulmonalstenosen verursachen keinerlei Beschwerden und schränken den normalen Alltag einschließlich aller Belastungen nicht ein.

Diagnose mit Echokardiografie



Pulmonalklappenfehler © vitapublic GmbH
Hört der Arzt bei der Untersuchung ein charakteristisches Geräusch über der Pulmonalklappe, wird er mithilfe der Echokardiografie den Schweregrad der Verengung bestimmen. Selten ist dafür eine Herzkatheteruntersuchung nötig.

Pulmonalinsuffizienz durch Lungenhochdruck

Eine Pulmonalinsuffizienz ist meist Folge eines Hochdrucks im Lungenkreislauf. Dieser macht sich durch Atemnot, Herzklopfen und Schwindel bemerkbar. Manchmal entsteht eine Insuffizienz auch infolge einer bakteriellen Endokarditis oder durch eine Ballon-Valvuloplastie. Auch hier führt die Echokardiografie zur Diagnose. Um die Rechtsherzbelastung genau abschätzen zu können, wird oft ergänzend eine MRT durchgeführt.

Verengte Klappe wird mit einem Ballon aufgeweitet

Sind hochgradige Einengungen tatsächlich auf die Klappenebene beschränkt, verhilft meist eine Aufsprengung mittels Ballonkatheter (Ballon-Valvuloplastie) zu einem ungehinderten Blutfluss. Finden sich allerdings Veränderungen auch an der Pulmonalarterie oberhalb oder unterhalb der Klappe, hilft oft nur der Klappenersatz.

Therapie bei Pulmonalinsuffizienz

Liegt der Insuffizienz ein Lungenhochdruck zugrunde, muss dieser medikamentös behandelt werden. Selbst eine schwere Pulmonalinsuffizienz verursacht oft keine Beschwerden, weil die rechte Herzhälfte die Mehrbelastung gut verkraften kann. Macht sich die Rechtsherzschwäche allerdings schon durch Wassereinlagerungen (Ödeme) in den Beinen bemerkbar, so sollte die defekte Klappe in einer Operation ersetzt werden.
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