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Warum eine Fettleber zu Diabetes und Krebs führen kann



Eine Fettleber verursacht nicht nur Lebererkrankungen, sondern kann auch zu Diabetes und Krebs führen. Die Ursachen.

Wissenschaftler besprechen sich © iStock
Wer sehr dick ist, hat automatisch auch ein erhöhtes Risiko an Diabetes, Krebs, Bluthochdruck und Herzinfarkt zu erkranken. Aber nicht nur das Ausmaß, sondern vor allem die Lage und die Funktion des Fettgewebes scheint eine entscheidende Rolle bei der Krankheitsentstehung spielen. Insbesondere eine verfettete Leber kann andere Organe schädigen. So hat eine Fettleber Auswirkungen auf die Funktion der hormonproduzierenden Inselzellen in der Bauchspeicheldrüse und die Nierenfunktion.

Fettleber verursacht Reaktionen in anderen Organen

Immer mehr Menschen leiden an einer nichtalkoholischen Fettleber. In den industrialisierten Ländern hat bereits fast jeder dritte Erwachsene eine krankhaft verfettete Leber. Damit erhöht sich für diese Menschen nicht nur das Risiko für chronische Erkrankungen der Leber wie Leberzirrhosen und Leberkrebs, sondern auch für Diabetes Typ 2 und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Ursache ist das veränderte Sekretionsverhalten der Fettleber. Sie produziert vermehrt Glukose, ungünstige Fette und Proteine wie das Hepatokin Fetuin-A und gibt sie in den Blutkreislauf ab. So gelangen die abgegebenen Substanzen der Fettleber zu anderen Organen und lösen dort Reaktionen aus. Bisher ist jedoch nicht genau bekannt, welche Auswirkungen das hat, welche Organe am meisten betroffen sind und welche Schäden das Hepatokin Fetuin-A verursachen kann.

Analysen lassen vermuten, dass eine Fettleber zusammen mit einer Verfettung der Bauchspeicheldrüse eine erhöhte lokale Immunzellinfiltration und Entzündung auslöst, die den Krankheitsverlauf beschleunigen.

Fetuin-A verursacht auch krankhafte Veränderungen der Niere

Fettgewebe ist jedoch nicht per se schädlich – es kann sogar schützende Effekte haben. So verfügt etwa das Fettgewebe, das um Blutgefäße oder die Niere lokalisiert ist, über regenerative Eigenschaften. „Erst das von der Fettleber produzierte Fetuin-A führt zu krankhaften Veränderungen“, sagt Prof. Dorothea Siegel-Axel, Professorin an der Medizinischen Klinik für Innere Medizin des Universitätsklinikums Tübingen. Die Folge: Statt wie bisher das Gewebe zu schützen, löst das Fettgewebe nun entzündliche Prozesse aus. Für die betroffenen Menschen bedeutet das Einschränkungen der Nierenfunktion. Das zeigen Untersuchungen an Arterien und der Niere, die von derselben Arbeitsgruppe durchgeführt wurden.
Autoren und Quellen