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Verstopfung, zu vieles Sitzen und eine genetische Veranlagung sind dafür verantwortlich, wenn sich die Gefäße im Analbereich spürbar vergrößern.
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Hämorrhoiden machen sich durch Blutungen, Brennen und Juckreiz bemerkbar. Meistens sind sie harmlos, können sich jedoch bis zur Thrombose vergrößern.
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Mit Zäpfchen, Salben, Cremes und Sitzbädern lassen sich Hämorrhoiden meist gut selbst behandeln. Allerdings sind Sorgfalt und Ausdauer gefragt.
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Veröden und Abbinden sind zwei fast schmerzfreie Methoden, mit denen der Arzt Hämorrhoiden ambulant entfernt. Selten ist eine Operation nötig.
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Welche Unterwäsche eignet sich bei Hämorrhoiden? Und welche Sportarten sind gut, welche dagegen ungünstig? Unsere alltagstauglichen Tipps helfen beim Vorbeugen.
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Die besten Hilfen zum Abheilen

Salben mit schmerzstillenden und betäubenden Substanzen, aber auch Naturheilmittel helfen, die Hämorrhoiden etwas schrumpfen zu lassen, die Entzündung zu hemmen und den Juckreiz zu stillen. Eingesetzt werden zudem einige homöopathische Mittel und eine Reihe von Schüßler Salzen.

Im Überblick



Lokale Mittel: Salben, Cremes und Bäder

Alle Maßnahmen, die Verstopfungen vorbeugen, lindern auch Beschwerden bei Hämorrhoiden. Dazu gehören eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, ballaststoffreiche Ernährung, viel Bewegung und wenn erforderlich Medikamente gegen Verstopfung. Bei Juckreiz und schmerzhaften Entzündungen helfen Zäpfchen, Salben, Cremes oder Sitzbäder. Alle Darreichungsformen wirken lokal, also im Enddarm und am After.

Örtlich betäubende Mittel enthalten Substanzen wie Benzocain oder Polidocanol. Sie setzen die Schmerzempfindlichkeit herab und lindern den Juckreiz. Normalerweise werden sie gut vertragen. In seltenen Fällen kann es jedoch zu Überempfindlichkeitsreaktionen mit Brennen und Juckreiz kommen. Bufexamac hemmt entzündliche Prozesse, Hautreizungen und Juckreiz. Auch bei diesem Mittel kann es zu Überempfindlichkeitsreaktionen kommen.

Wichtig: Zahlreiche lokal angewandte Hämorrhoidalmittel können die Reißfestigkeit von Kondomen beeinträchtigen. Beachten Sie die Hinweise im Beipackzettel.
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Schmerz- und juckreizstillende Medikamente

Viele Produkte werden als Salbe oder Creme, als Zäpfchen oder als Kombipackung angeboten. Egal für welche Darreichungsform Sie sich entscheiden, wenden Sie das Medikament möglichst nach der Stuhlentleerung an. Analtampons sind Zäpfchen mit Mulleinlage. Bei Salben und Cremes ist als Applikationshilfe häufig ein Analdehner beigefügt. Es gibt auch Einmaltuben, die die Dosierung erleichtern. Ihre Apotheke berät Sie gerne, wenn Sie Fragen zur Anwendung haben.
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Heilpflanzen gegen Analbeschwerden

Aus dem Bereich der Naturheilkunde sind mehrere Heilpflanzen bekannt, die bei Hämorrhoidalbeschwerden Linderung verschaffen können. Sie wirken bei äußerlicher Anwendung leicht desinfizierend, entzündungshemmend und blutstillend. Sie helfen gegen Juckreiz, Nässen und Brennen im Afterbereich. Der genaue Wirkmechanismus ist noch nicht erforscht.

Eiche

Verwendet wird die getrocknete junge Rinde der Eiche, die reich an Gerbstoffen ist. Zubereitungen aus der Eichenrinde werden als Sitz, Teil,-oder Vollbad äußerlich bei Hämorrhoiden verwendet.

Sitz-, Teil- oder Vollbäder
500 g getrocknete Eichenrinde mit 4–5 l kaltem Wasser ansetzen, erhitzen,15 bis 20 Minuten sieden lassen und durchseihen. Die abgekühlte Brühe einem Vollbad zugeben. Bei Teil- oder Sitzbädern wird entsprechend weniger verwendet (ca. 5 g Eichenrinde auf einen Liter Wasser). Die Bäder können anfangs täglich, später zwei- bis dreimal wöchentlich angewendet werden. Badezeit: 15 bis 20 Minuten, Badetemperatur: 32 bis 37 Grad Celsius (körperwarm). Nach dem Bad keine Seife verwenden! Anwendungsdauer: Nicht länger als zwei bis drei Wochen anwenden

Wirkungen
Die Eichenrinde ist sehr gerbstoffreich. Sie enthält zwischen acht und zwanzig Prozent Gerbstoffe vom Catechin-Typ, zum Beispiel Catechin und Epicatechin. Daneben gibt es Ellagitannine und komplexe Tannine. Die Eichenrindengerbstoffe (Tannine) wirken zusammenziehend (adstringierend), austrocknend und im Laborversuch auch hemmend auf das Wachstum von Viren. Die Gerbstoffe verändern die Struktur von Eiweißen in der Haut. Dadurch verfestigen sich die oberen Gewebsschichten. Als Folge werden kleine Blutgefäße abgedichtet, Bakterien können schlechter eindringen und Nervenreize in der Haut werden abgeschwächt. Es ergibt sich ein entzündungshemmender, blutstillender, Juckreiz mindernder und antibakterieller Effekt.

Eichenrinden-Vollbäder sind prinzipiell nicht anzuwenden bei nässenden, großflächigen Hautverletzungen, Ekzemen oder anderen großflächigen Hautschäden. Abzuraten sind die Bäder auch bei fieberhaften Erkrankungen, Herzschwäche und Bluthochdruck.

Hamamelis (Zaubernuss)

Die in Europa zu Zierzwecken angepflanzte „spätblühende Zaubernuss“ blüht im frühen Frühjahr, bringt aber keine reifen Früchte hervor. Medizinisch verwendet werden die Blätter und die Rinde. Der genaue Wirkmechanismus ist noch nicht erforscht. Bei Hämorrhoiden können die Auszüge der Hamamelisblätter in Form von Salbe oder Zäpfchen angewandt werden. Medizinisch verwendet werden die Rinde und die Blätter. Die Rinde enthält vor allem Gerbstoffe vom Tannin-Typ. Auch ätherisches Öl und Flavonoide, allerdings weniger als die Blätter. Diese liefern vorwiegend Gerbstoffe vom Catechin-Typ und bis zu 0,5 Prozent ätherisches Öl. Empfindliche Personen können allerdings mit einer Hautallergie reagieren.
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Schüßler Salze bei Hämorrhoiden

Bei Hämorrhoiden werden auch einige ausgewählte Schüßler Salze eingesetzt. Wissenschaftliche Beweise für die Wirksamkeit liegen zurzeit nicht vor.

Aufgelistet sind die typischen Merkmale oder Hinweise und die zugehörigen Schüßler Salze:

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Homöopathische Mittel bei Hämorrhoiden

Aufgelistet sind die typischen Merkmale oder Hinweise und die eingesetzten homöopathischen Medikamente. Auch hier liegen zurzeit keine wissenschaftlichen Beweise für die Wirksamkeit vor:
  • Brennende und juckende Beschwerden. In Wärme bessert sich das Krankheitsbild: Arsenicum album
  • After wund, Folge von erschwerter Stuhlentleerung, mit krampfartigen Beschwerden: Silicea
  • After wund und rot, brennende und juckende Beschwerden. Wärme verschlechtert das Krankheitsbild: Sulfur
  • Übermäßiger Alkohol-, Nikotin-, Kaffeekonsum, sitzende Tätigkeit, Verstopfung, brennende Beschwerden: Nux vomica

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Zäpfchen
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Salben, Cremes und Zäpfchen helfen lokal gegen Hämorrhoiden. Die Medikamente enthalten Substanzen, die den Juckreiz stillen und die Schmerzempfindlichkeit herabsetzen.
Eichenblatt
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Die Rinde von jungen Eichenzweigen enthält wertvolle Gerbstoffe. Zusätzlich hemmen ihre Inhaltsstoffe Entzündungen und wirken gegen Bakterien.
Zaubernuss
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Die Blätter und die Rinde der Hamamelis enthalten Wirkstoffe, die Heilprozesse der Haut unterstützen können.
Homöopathische Globuli
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Zahlreiche homöopathische Mittel werden bei Hämorrhoiden eingesetzt, etwa Sulfur oder Arsenicum album.