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descriptionFrauenpo im Slip
Verstopfung, zu vieles Sitzen und eine genetische Veranlagung sind dafür verantwortlich, wenn sich die Gefäße im Analbereich spürbar vergrößern.
descriptionRezeptblock
Hämorrhoiden machen sich durch Blutungen, Brennen und Juckreiz bemerkbar. Meistens sind sie harmlos, können sich jedoch bis zur Thrombose vergrößern.
descriptionCremetube
Mit Zäpfchen, Salben, Cremes und Sitzbädern lassen sich Hämorrhoiden meist gut selbst behandeln. Allerdings sind Sorgfalt und Ausdauer gefragt.
descriptionArzt mit Spritze
Veröden und Abbinden sind zwei fast schmerzfreie Methoden, mit denen der Arzt Hämorrhoiden ambulant entfernt. Selten ist eine Operation nötig.
descriptionTreppensteigen
Welche Unterwäsche eignet sich bei Hämorrhoiden? Und welche Sportarten sind gut, welche dagegen ungünstig? Unsere alltagstauglichen Tipps helfen beim Vorbeugen.
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Vorbeugen und Beschwerden lindern

Egal, ob Sie bereits Hämorrhoiden haben oder den Gefäßknötchen vorbeugen wollen – unsere Tipps zeigen Ihnen, worauf es ankommt: von der richtigen Ernährung und sinnvollem Bewegungstraining bis zu gezielter Hygiene. Genetische Vorbelastung, wie zum Beispiel eine Bindegewebsschwäche, die die Entstehung von Hämorrhoiden begünstigt, lässt sich kaum beeinflussen. Doch einige der Faktoren, die zur Bildung der Gefäßerweiterungen am After beitragen, hängen von Ihrem eigenen Verhalten ab.

Im Überblick



Ballaststoffe und viel trinken

Dazu gehört vor allem die richtige Ernährung. Denn regelmäßiger, weicher Stuhl, der ohne Pressen abgesetzt werden kann, belastet das Hämorrhoidalgewebe kaum, und es vergrößert sich deshalb auch nicht. Deshalb sollten Sie:
  1. mindestens einen bis eineinhalb Liter Flüssigkeit pro Tag trinken, am besten Wasser, Fruchtsaftschorle oder Kräutertee;
  2. darauf achten, ausreichend Ballaststoffe zu sich zu nehmen – Müsli, Joghurt mit geschrotetem Leinsamen oder Weizenkleie, Vollkornbrot, Vollkornnudeln, faserreiches Obst und Gemüse. Trinken Sie dazu viel, denn die Ballaststoffe können nur in Verbindung mit Flüssigkeit gut quellen und die Verdauung damit anregen. Steht kaum Flüssigkeit zur Verfügung, können Ballaststoffe sogar die gegenteilige Wirkung haben und zu einer Verstopfung führen.
Es gibt aber auch Lebensmittel, die Sie ganz bewusst meiden sollten, weil sie den Darm träge machen und zu Verstopfung führen. Dazu gehören Weißmehlprodukte und Schokolade, aber auch Schnittkäse. Unser Tipp: Genießen Sie Käse mit frischem Obst, zum Beispiel Weintrauben, und Vollkornbrot, dann gleichen diese verdauungsfördernden Lebensmittel die negative Wirkung von Käse aus.
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Bringen Sie den Darm auf Trab

Die zweite Komponente für regelmäßigen Stuhlgang und gegen Hämorrhoiden ist Bewegung. Denn Sport regt auch die Darmperistaltik an, also die selbstständige Darmbewegung, die für Verdauung und Stuhlgang unersetzlich ist. Allerdings ist nicht jede Sportart gut im Hinblick auf Hämorrhoiden-Prävention. Es eignen sich vor allem sanfte Ausdauersportarten:
  • Gymnastik (vor allem Beckenbodengymnastik, die auch den Analbereich stärkt und damit Hämorrhoiden vorbeugen kann)
  • Schwimmen
  • Wandern
  • Walking und Nordic Walking
  • Radfahren
Weniger geeignet sind Sportarten mit hoher und ruckartiger Kraftanstrengung oder heftigem Aufsetzen der Füße, weil sie den Enddarm überlasten können. Dazu zählen:
  • Joggen
  • Aerobic
  • Krafttraining und Gewichtheben
  • Tennis
  • Squash

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Die richtige Unterwäsche

Wer Hämorrhoiden hat, konnte das sicher schon beobachten: Hitzestau und Schwitzen im Pobereich begünstigen das Analleiden. Unterwäsche sollte deshalb aus leichter Baumwolle oder atmungsaktivem Gewebe sein – und vor allem nicht eng sitzen. Ständiges Reiben, wie etwa durch Stringtangas, kann Hämorrhoiden und andere Afterbeschwerden provozieren. Der einfache Baumwollslip ist analfreundlicher. Deshalb muss man jedoch nicht gänzlich auf enge, modische Unterwäsche verzichten. Tipp: Tragen Sie diese wenn möglich nicht den ganzen Tag, sondern nur situationsgebunden.
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Auf Analhygiene achten

Den Darm zu nichts zwingen – so lautet die oberste Regel für eine gesunde Verdauung und zur Vermeidung von Hämorrhoiden. Beobachten Sie sich selbst und finden Sie den Rhythmus Ihres Darms heraus: Bei vielen Menschen meldet sich der Darm mit Toilettendrang zum Beispiel nach dem Frühstück oder frühmorgens nach einem Glas Wasser. Versuchen Sie, diesem Drang immer nachzugeben und ihn nicht zu unterdrücken. Erzwingen Sie den Stuhlgang aber auch nicht, wenn Ihr Darm dazu nicht bereit ist.
Der Darmrhythmus ist übrigens ganz unterschiedlich. Während einige Menschen jeden Tag zweimal auf die Toilette gehen, müssen andere nur jeden zweiten Tag – beides ist normal. Daneben sollten Sie Folgendes beachten:
  1. Nicht länger auf der Toilette sitzen und drücken als nötig. Das begünstigt nur die Entstehung von Hämorrhoiden. Zeitunglesen und Ähnliches sollte deshalb auf der Toilette tabu sein. Beim langen Sitzen auf der Brille hängt der Pobereich durch und das ganze Gewicht drückt auf Beckenboden und Hämorrhoidalpolster.
  2. Benutzen Sie weiches Toilettenpapier. Tupfen Sie den After nur sanft ab, reiben und drücken Sie nicht.
  3. Säubern Sie den Analbereich nicht mit Seife. Sie könnte die Haut reizen. Besser: Mit klarem Wasser abduschen und danach sorgfältig mit einem Baumwolltuch trocken tupfen.

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Schüssel Müsli
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Ballaststoffe verhindern Verstopfung und damit Hämorrhoiden. Vergessen Sie nicht, dabei genügend zu trinken – sonst bewirken die Ballaststoffe das Gegenteil.
Po
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Auch Baumwollunterwäsche kann schick aussehen. Sie sollte allerdings nicht einschneiden und nicht zu eng sitzen.
Toilettenpapier
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Benutzen Sie weiches Toilettenpapier, das die Analregion nicht reizt. Reiben Sie dabei nicht, sondern tupfen Sie mit dem weichen Papier den Bereich nur sanft ab.