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descriptionFrauenpo im Slip
Verstopfung, zu vieles Sitzen und eine genetische Veranlagung sind dafür verantwortlich, wenn sich die Gefäße im Analbereich spürbar vergrößern.
descriptionRezeptblock
Hämorrhoiden machen sich durch Blutungen, Brennen und Juckreiz bemerkbar. Meistens sind sie harmlos, können sich jedoch bis zur Thrombose vergrößern.
descriptionCremetube
Mit Zäpfchen, Salben, Cremes und Sitzbädern lassen sich Hämorrhoiden meist gut selbst behandeln. Allerdings sind Sorgfalt und Ausdauer gefragt.
descriptionArzt mit Spritze
Veröden und Abbinden sind zwei fast schmerzfreie Methoden, mit denen der Arzt Hämorrhoiden ambulant entfernt. Selten ist eine Operation nötig.
descriptionTreppensteigen
Welche Unterwäsche eignet sich bei Hämorrhoiden? Und welche Sportarten sind gut, welche dagegen ungünstig? Unsere alltagstauglichen Tipps helfen beim Vorbeugen.
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Mit Spritze, Gummiband oder Skalpell

Sind die Hämorrhoiden fortgeschritten und greift die Selbstmedikation nicht mehr, gibt es verschiedene Techniken, die der Arzt anwenden kann. Fast schmerzfrei sind die Unterspritzung und das Abbinden. Etwas aufwendiger und meist mit einigen Tagen Krankenhausaufenthalt verbunden ist die Operation.

Nicht immer reichen Salben, Zäpfchen und Sitzbäder, um die lästigen Knötchen am After verschwinden zu lassen. Vor allem, wenn die Hämorrhoiden Stadium drei und höher erreicht haben, muss der Arzt sie behandeln. Meistens sind die Afterbeschwerden damit nachhaltig beendet. Je nach Ausprägung der Hämorrhoiden stehen dem Arzt dazu verschiedene Techniken zur Verfügung:

Veröden (Sklerosierungstherapie)
Hier unterspritzt der Proktologe das erweiterte Gefäß mit einer Substanz, die es zur Rückbildung anregt. Diese Methode, die dem Patienten kaum Schmerzen bereitet, hilft allerdings nur bei Hämorrhoiden des Stadiums eins und zwei. Die Behandlung dauert nur wenige Minuten und der Patient spürt sofort eine Erleichterung. Die Technik hat den Nachteil, dass sich nach einiger Zeit erneut Hämorrhoiden ausbilden können.

Abbinden (Gummiband-Ligatur)
Mit einem speziellen Applikator stülpt der Proktologe über die Hämorrhoide einen winzigen Gummiring, der die Gefäßerweiterung abbindet. Dadurch erhält die Hämorrhoide nicht mehr ausreichend Blut und stirbt langsam ab. Nach etwa zwei Wochen geht der Geweberest mit dem Gummiband beim Stuhlgang meist unbemerkt ab. Die Behandlung ist so gut wie schmerzfrei und dauert nur wenige Minuten. Sie eignet sich für Hämorrhoiden zweiten und dritten Grades. Die Rückfallquote liegt bei nur etwa 25 Prozent.
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Operation
Sind die Hämorrhoiden bereits weit aus dem After herausgetreten, hilft meistens nur noch eine Operation. Grundsätzlich können Hämorrhoiden auch ambulant operiert werden. Meistens entscheidet sich der Arzt jedoch für einen stationären Aufenthalt des Patienten, weil Schmerzen und Nachblutungen auftreten können. Sicherheitshalber wartet man in der Regel auch ab, bis der Patient nach dem Eingriff den ersten Stuhlgang hatte. Bei der Operation werden je nach Ausprägung nicht nur das erweiterte Gefäß, sondern auch Schleimhaut und Anoderm entfernt. Dabei handelt es sich um die Haut am Ausgang des Analkanals. Sie ist besonders sensibel und mit zahlreichen Nerven durchsetzt. Die Rückfallquote nach einer Hämorrhoiden-Operation beträgt nur fünf Prozent. Die einzelnen Techniken:

Longo- oder Staplermethode
Diese Technik eignet sich für großflächige Hämorrhoiden. Der Chirurg setzt mit einem Klammernahtgerät (Stapler-Gerät) das vorgefallene Gewebe im Afterkanal wieder nach oben. Gleichzeitig wird das vergrößerte Hämorrhoidalgewebe im Inneren abgetragen. Deshalb lässt sich die Technik auch mit einem Lifting vergleichen, wie man es aus der Schönheitschirurgie kennt. Der Eingriff hat gegenüber den anderen Operationstechniken viele Vorteile: Er dauert meist nur rund 15 Minuten. Das empfindliche Anoderm wird nicht verletzt und deshalb entstehen kaum Schmerzen. Die Entzündungsgefahr und das Risiko von Inkontinenz nach dem Eingriff sind klein. Der Patient ist bereits nach wenigen Tagen wieder arbeitsfähig.

Milligan-Morgan-Technik
Dabei entfernt der Chirurg Hämorrhoide, Schleimhaut und Anoderm. Er muss darauf achten, dass nur so viel Anoderm wie unbedingt nötig entfernt wird, damit das Feingefühl in diesem Bereich auch nach dem Eingriff noch ausreichend erhalten bleibt und der Patient keine Inkontinenzprobleme bekommt. Sonst kann zum Beispiel mit einem Wind etwas Stuhl ausgeschieden werden. Der Eingriff kann bis zu 60 Minuten dauern und der Patient sollte einige Tage im Krankenhaus bleiben, weil Schmerzen auftreten können.

Afterkanal-Plastik
Hier schneidet der Chirurg das komplette vorgefallene Gewebe U-förmig aus und näht es zurück an seinen ursprünglichen Platz. Dieses Verfahren wird nur bei sehr ausgeprägten Hämorrhoiden angewendet. Die aufwendige Operation verlangt einen längeren Krankenhausaufenthalt. Es kommt darauf an, wie gut und schnell der Hautlappen wieder anwächst. Es können Entzündungen entstehen, weil es sich um eine große Wunde handelt.
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Arzt mit Rezeptblock
© iStockphoto
Der Arzt entscheidet je nach Ausprägung des Hämorrhoidalleidens, welche Behandlung angebracht ist. Die Heilungsaussichten sind sehr groß, meist treten die Analbeschwerden für viele Jahre nicht mehr auf.
Skalpell
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Operation: Nur in besonders ausgeprägten Fällen werden Hämorrhoiden herausgeschnitten. Meist ist danach ein Krankenhausaufenthalt von wenigen Tagen nötig.