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descriptionAbgebrannte Streichhölzer
Erschöpft, müde, wie ausgebrannt – so fühlt sich jeder einmal. Bei Menschen mit Burnout entwickelt sich dieser Zustand zum Lebensgefühl.
descriptionMann vergräbt Gesicht in Händen.
Burnout kann viele Gesichter haben: Erschöpfung, Reizbarkeit oder Schmerzen sind typische Symptome. Oft bleibt das Syndrom deshalb unerkannt.
descriptionPsychotherapie
Psychotherapie und Medikamente können helfen, Burnout in den Griff zu bekommen. Dabei ist die Eigeninitiative des Betroffenen gefragt.
descriptionGeschäftsmann
Burnout ist ein Prozess. Mit gezielten Strategien können Sie das Burnout-Risiko senken, indem Sie Stress abbauen und Lebensfreude tanken.
descriptionFrau liegt entspannt in einer Wiese.
Burnout ist kein unausweichliches Schicksal – jeder kann etwas dafür tun, aus dem ausgebrannten Zustand herauszukommen oder ihn gar zu vermeiden.
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Wege aus dem Tief: Therapien und Hilfemaßnahmen bei Burnout

Mit Psychotherapie und Medikamenten lässt sich das Burnout-Syndrom gut behandeln. Die Vorrausetzung dafür: Der Betroffene selbst muss aktiv werden und sein Leben in die Hand nehmen.

Im Überblick



Therapie gegen Burnout: individuell und eigeninitiativ

Da sich Symptome und Verlauf des Burnout-Syndroms von Patient zu Patient oft stark unterscheiden, ist es sinnvoll, auch die Therapie individuell anzupassen.

Beispielsweise sollte individuell entschieden werden, welche Form der Psychotherapie am besten zum jeweiligen Betroffenen passt. Dies ist sowohl von seiner Persönlichkeit, wie auch von seinen Beschwerden und Symptomen abhängig. Ebenfalls sollte mit dem Arzt besprochen werden, ob zusätzlich Medikamente wie Antidepressiva oder Arzneimittel gegen einzelne körperliche Symptome des Burnouts zum Einsatz kommen.

Eigeninitiative gefragt

Die Therapie des Burnout-Syndroms kann jedoch nie ohne ein ausreichendes Maß an Eigeninitiative gelingen. Menschen mit Burnout müssen sich ihrer Situation bewusst werden und ihren Alltag aktiv neu gestalten. Dazu eignen sich alle Maßnahmen, die auch zur Prävention des Erschöpfungssyndroms eingesetzt werden.

Wichtig ist es beispielsweise, zu einer gesunden Lebensführung zu finden. Dazu gehören eine gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung und Schlaf oder das Vermeiden von Genussmitteln, wie Alkohol oder Nikotin. Zudem ist es sinnvoll, Hobbys außerhalb des Berufs zu pflegen und Entspannungstechniken zu erlernen. Im Beruf können Betroffene vermeiden, immer erreichbar zu sein oder Aufgaben an andere weitergeben.
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Psychotherapie

Im fortgeschrittenen Stadium des Burnout-Syndroms ist eine Psychotherapie meist unumgänglich. Für Burnout gibt es allerdings keine Standardtherapie. Genauso individuell, wie die Symptome und der Verlauf des Burnout sind, sollte auch die Psychotherapie auf den Einzelnen zugeschnitten werden. Wichtiger als das Therapieverfahren ist für ein gutes Ergebnis ohnehin, dass Therapeut und Patient miteinander harmonieren. Zudem kombinieren viele Therapeuten inzwischen verschiedene therapeutische Ansätze miteinander.

Häufig angewandt: die Verhaltenstherapie

Ein weit verbreitetes und recht erfolgreiches Therapieverfahren gegen Burnout ist die Verhaltenstherapie. Bei dieser Form der Psychotherapie geht man davon aus, dass negative Gefühle, Ängste und schädliche Verhaltensweisen erlernt sind. Sie können deshalb auch wieder verlernt werden. Patient und Therapeut führen zunächst eine Verhaltensanalyse durch und bestimmen gemeinsam die Ziele der Therapie. Anschließend bekommt der Betroffene konkrete Methoden an die Hand, um in Zukunft schädlichem Verhalten bewusst entgegenzusteuern.

Der Burnout-Betroffene lernt beispielsweise seine Energien anders einzuteilen. Er erstellt mit dem Therapeuten Tages- und Wochenpläne, in denen Freizeitphasen ein fester Bestandteil sind. Patienten üben auch, Aufgaben an andere Menschen weiterzugeben, um für Entlastung zu sorgen. Erlernen und Anwenden von Entspannungstechniken sind ebenfalls fester Bestandteil der Verhaltenstherapie.

Die Verhaltenstherapie hat Vor- und Nachteile: Sie ist in der Regel kürzer als andere Formen der Psychotherapie und bringt schnellere Erfolge. Zudem sind die Inhalte der Verhaltenstherapie leicht verständlich und meist gut im Alltag umzusetzen. Außerdem wird viel gehandelt, was bedeutet, dass der Betroffene seine Gefühle und Gedanken nicht ausschließlich in Worte fassen muss. Ein Nachteil der Verhaltenstherapie ist, dass hauptsächlich die Symptome bekämpft werden. Es besteht die Gefahr, dass tiefer liegende Ursachen und Probleme nicht erfasst und behandelt werden könnten. Das können andere Therapieformen, wie beispielsweise die Psychoanalyse leisten.

Weitere Psychotherapien

Auch die Psychoanalyse und weitere Formen der Psychotherapie können erfolgreich bei Burnout angewandt werden. Dazu gehören beispielsweise:
  • Gesprächspsychotherapie
  • Logotherapie
  • Rational-emotive Therapie
  • Transaktionsanalyse
  • Gestalttherapie
  • Psychodrama
  • Körpertherapien

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Medikamente

Medikamente zur Therapie des Burnout-Syndroms sollten nur in Verbindung mit einer Psychotherapie gegeben werden. Zudem ist es sehr wichtig, dass ein Arzt die medikamentöse Therapie eng begleitet.

Sind diese Voraussetzungen erfüllt, kann eine Therapie mit Medikamenten wie Psychopharmaka durchaus sinnvoll sein. Sie erleichtern beispielsweise den Einstieg in eine Psychotherapie, indem sie die stärksten Symptome erst einmal lindern und den Betroffenen so aufnahmefähiger machen. Welche Psychopharmaka eingesetzt werden, richtet sich nach den Symptomen des Betroffenen. Antidepressiva beispielsweise hellen die Stimmung auf. Tranquilizer lösen Ängste und beruhigen, machen jedoch abhängig und dürfen deshalb nur kurzfristig eingenommen werden. Häufig werden pflanzliche Arzneimittel verschrieben, die etwa Johanniskraut enthalten. Das stabilisiert die Stimmung. Präparate mit Baldrian, Hopfen oder Melisse beruhigen dagegen.

Zudem kann es bei der Therapie des Burnout-Syndroms sinnvoll sein, auch die körperlichen Symptome mit Medikamenten zu behandeln. Beispielsweise können kurzfristig Schlafmittel gegen Schlafstörungen eingesetzt werden. Auch Arzneimittel gegen Kopfschmerzen oder Verdauungsbeschwerden sind hier Beispiele.

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Frau beim Yoga
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